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Der perfekte Schlechtwetter-Nachmittag: Ein lauwarmer kuscheliger weich-aufgebrühter Kakao mit obercremig dicken Schokoflockenstreuseln, eine flauschige Kuscheldecke, sechs bis zehn Fockigdoughnuts, gedämpftes Licht, eine Cherry Pepsi (gehört einfach zu jedem Film) und dann den passenden Film dazu. Am besten einen, der zur lässig labbrigen Stimmung passt, einen dem man sich unverkrampft hingeben kann und der gut mit den Doughnuts harmoniert. Die Liste der Filme die sich in dieses psychologisch wie physiologisch perfekt ausgeklügeltes Szenario einfügen mag ja lang sein, doch gibts es für all dies ein Stichwort, das dabei wie die Faust aufs Auge und das Ban zur Ane passt: NICKELODEON.
Wilkommen in der Nickelodeon Welt. Eine Welt, die sich rebellisch gegen den tristen Alltags-bäh stellt und im Lexikon unter dem Begriff Jap-Life-can-be-Fun zu finden ist. Ich persönlich liebe Nickelodeon Filme und diesen ganz besonders. Aber nicht nur bei der Zoolöwen Dickdarmreinigung sei Vorsicht geboten, sondern auch beim Konsum dieses Filmes. Er verlangt dem Zuschauer von Anfang an ab, ein unausgekorenes Hin und Her zwischen Teenie-Romance und Pups-Hach-Lustig-Kiddy Niveau zu tolerieren. Der Film fährt (und das wollte ich mit dem vorangehenden Satz eigentlich sagen) keine klare Linie, sondern schwankt immer zwischen seinen Zielgruppen hin und her. Aber wer sollte denn tatsächlich die Frechheit besitzen sich nach einem Nikelodeon Film über den ein oder anderen Nochmal-Pups-Hach-wieder-lustig-Joke zu beschweren? Schließlich weiß man doch vorher, das Meg Ryan und Tom Hanks nicht mitspielen! Dies ist ein Film der durch und durch Amerikanisch ist und auch als solcher zu genießen ist und wer für tiefenphilosophische Lebensoneliner wie "Everything can happen on a Snow Day" keine hell strahlende Freude empfindet, der kann sich diesen Film direkt mal sparen. Schneefrei ist ein luftig leichter Film, der sich ganz und gar dem uramerikanischen Drang der Lebensbejahung widmet. Er hat eine Hand voll gelungener Regiespielchen, die wirklich nicht als Selbstreflexion des Regisseures funktionieren, sondern für den Zuschauer gemacht wurden, unbekannte Darsteller, eine Story die nicht mehr und nicht weniger will, als ein wenig der Unbekümmertheit des Schnees zu Danken und die vielleicht coolste Slowmotion des Jahres. Aber wie gesagt: Der Film ist durchzogen amerikanisch, von der Story her hier und da mal ein bißchen wässrig und eigentlich nur für all diejenigen von Euch geeignet, die zwar älter als zwölf sind, aber trotzdem noch Gefallen am Geruch von Playdoh-Knete finden, bei Winnie Pooh Stofftieren weinen können und bereit sind Nikelodeon als den coolsten Sender der Welt anzuerkennen.
Lange Rede gar kein Sinn: Schneefrei ist für Junggebliebene nett erträglich, macht an manchen Stellen richtig Spaß und sollte nur bei wirklich allzurelaxtem Bedürfniss nach Lockerunterhaltung angeschaut werden. All Euch Nachwuchsamerikanern da draußen wünsch ich viel Spaß mit dem Film und allen denjenigen, denen er zu doof ist möchte ich raten mal ein wenig an Eurer Verkrampftheit zu arbeiten: Mensch, werdet doch mal ein bißchen lockerer! Genießt das Leben. Am besten mit neinem lauwarm kuschelig weich aufgbrühten Kakao mit obercremig dicken Schokoflockenstreuseln, einer flauschigen Kuscheldecke, sech bis zehn Flockigdoughnuts, gedämpftem Licht, einer Cherry Pepsi (die gehört einfach zu jedem Film) und mit Schneefrei. |