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Wholetrain

(Wholetrain, 2006)

Dt.Start: 05. Oktober 2006 Premiere: 11. Februar 2006 (Berlinale, Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Drama
Länge: 89 min Land: Deutschland
Darsteller: Mike Adler (David), Florian Renner (Tino), Jacob Matschenz (Achim), Elyas M'Barek (Elyas), Alexander Held (Polizist Steinbauer), Vincenzo Rosso (Müller), Kristina Karst (Dina), Patrick von Blume (Polizist Gruber)
Regie: Florian Gaag
Drehbuch: Florian Gaag


Inhalt

Die drei Freunde David, Tino und Elyas sind in der Graffiti-Szene eine große Nummer und nennen sich selbst "Keep Steel Burning" (KSB). Als eine andere Crew in der Stadt auftaucht, entbrennt ein kreativer Wettstreit. Um das Duell für sich zu entscheiden, planen die Jungs von KSB zusammen mit Davids Zögling Achim den großen Coup: Sie wollen einen Wholetrain - das besprühen einer kompletten S-Bahn - realisieren. Doch bei dem riskanten Plan setzen die Jungs alles aufs Spiel, da ihnen nicht nur die Polizei auf den Fersen ist, sondern auch ihre Familien und die Schule unter dem Plan leiden.
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Kritik

Wholetrain hat eine Wertung von 79%
Das Spielfilmdebüt des Deutschen Florian Gaag ist laut seinen Angaben "das erste deutsche Kinoprojekt, das die Graffiti-Szene realistisch und authentisch thematisiert". In den 90 Minuten Film wird der Zuschauer wirklich gut in die Szene eingeführt und fühlt sich nicht nur durch die dichte Inszenierung, sondern auch den interessanten Charakteren gut unterhalten.

Bild aus Wholetrain Graffiti ist noch nicht tot, auch wenn viele Leute dieser Auffassung sind. Florian Gaag, der selbst zur Münchner Graffiti-Szene gehörte, will mit diesem Film die Aufmerksamkeit auf diese Kunstwerke, die heute kaum noch einer bemerkt, lenken und mit einigen Missverständnissen aufräumen. Dazu kommen ihm auch die verbündete Hip-Hop-Szene zu Gute, die namentlich mit KRS-One, Tame One und El Da Sensei auf dem Soundtrack vertreten sind und für die musikalische Wucht des Filmes sorgen.

Auch als Außenstehender, der keine Ahnung von den Regeln und Verpflichtungen der Mitglieder hat, ist Wholetrain wunderbar nachvollziehbar und mitreißend. Gekonnt schafft es Gaag, der auch das Drehbuch schrieb, die Freude sowie Enttäuschung und den Kampf innerhalb der Szene auf die Leinwand zu bannen. Auch wenn im mittleren Teil des Filmes ein kleiner Durchhänger zu spüren ist, so fängt sich der Film wieder und endet "unkonventionell" aber absolut passend. Allein für dieses Finale muss man dem gesamten Filmteam ein großes Lob aussprechen.

Der erste deutsche Graffiti-Streifen ist sicherlich einen Blick wert, dennoch sollte man ein gewisses Grundinteresse an der Szene und den Menschen darin mitbringen, ansonsten werden die kurzweiligen 90 Minuten schnell zu einem schier nicht enden wollenden Trip. Wer sich aber mit dem Style und der Faszination des Sprühens anfreunden kann, der kann bei Wholetrain eigentlich nicht viel falsch machen!

von Markus Ostertag


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