Was würdest du tun, wenn dein Partner mitten in einer Giftgaswolke befindet? Mit dieser Frage beschäftigt sich Regisseur Chris Gorak und fängt dabei die Stimmungen, sowie die inneren Konflikte der Beteiligten sehr gut ein. Jedoch leidet der Film an einigen Längen, sowie der Tatsache, dass insgesamt doch mehr drin gewesen wäre.
Knapp 5 Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center ist nun anscheinend die Zeit angebrochen in denen sich der Zuschauer nun auch durch das Medium Film sich mit diesem Thema auseinandersetzen darf. Während Flug 93 sowie Oliver Stones World Trade Center noch den realen Anschlag als Vorlage nahmen, geht Regieneuling Chris Gorak andere Wege.
Kurz nachdem seine Frau Lexi zur Arbeit in die Innenstadt aufgebrochen ist, hört ihr Ehemann Schreckliches aus den Nachrichten: Los Angeles ist zum Ziel eines Terroristenanschlags geworden, die Giftgasbomben in der Innenstadt hoch gingen ließen. Panisch vor Angst um seine Frau und der Tatsache, dass die Giftgaswolke bis zu seinem Haus vordringen könnte, verbarrikadiert er sich in seiner Wohnung und ist der Verzweiflung nahe.
Obwohl hier wirklich interessanter Filmstoff möglich gewesen wäre, wussten die Macher leider nicht ihr komplettes Potential auszunutzen. Zwar gefallen die Charaktere, ihr Verhalten sowie die Aussichtslosigkeit und die inneren Konflikte, die von Regisseur Gorak gut eingefangen wurden, jedoch geht der Film gut 20 Minuten zu lange und hat doch einige Längephasen aufzuweisen. Dies kann zwar durch das, meiner Meinung nach, sehr überraschende und gelungene Ende (welches das Publikum definitiv spalten wird) wieder herausgeholt werden, es besteht dennoch der Eindruck, dass der Film etwas kürzer sicherlich besser geworden wäre.
Den Darstellern kann man in keinster Weise Kritik vorwerfen, denn Rory Cochrane und Mary McCormack spielen beeindruckend. Man nimmt ihnen ihre Rollen nicht nur ab, man leidet dank ihres intensiven Spiels mit ihnen und ist gleichzeitig beeindruckt welch tolle Leistungen sie hier abliefern.
Right at your Door ist sicherlich ein interessantes Experiment, an manchen Stellen sogar fast ein Kammerspiel, jedoch gelang es den Machern nicht das komplette Potential der Geschichte auszuspielen, so bleiben im Nachhinein trotz der vielen positiven Aspekte die deutlich zu lange Spielzeit zurück, ebenso wie das Ärgernis, dass hier mehr drin gewesen wäre.