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Die Fussballweltmeisterschaft 2006 war sicherlich eines der bewegendsten Ereignisse, das Deutschland je erlebt hat. Männer, Frauen und Kinder aller Nationen lagen sich in den Armen und feierten eine riesengroße Party! Dieses Erlebnis wurde von Sönke Wortmann mit der Kamera verfolgt und kommt jetzt in die deutschen Kinos. Leider verkommt der Film zu einer Aneinanderreihung von kurzen Spielausschnitten gepaart mit unspannenden Kabinenszenen, die höchstens ins Fernsehen gehören!
Es gibt kaum jemanden, den diese Euphorie im Sommer 2006 nicht mitgerissen hätte. Die deutsche Nationalelf, der niemand ernsthaft etwas zugetraut hatte, bewegte auf einmal die komplette Nation. Nun wollte Sönke Wortmann mit seinem Film Deutschland. Ein Sommermärchen Einblick in die Kabine, die Taktik aber auch die Gefühle der Spieler und der Mannschaft geben.
Jemand, der kein Fussballfan ist, wird sich diesen Streifen wohl eher nicht ansehen. Jemand, der ihn sich zu Gemüte führt, erwartet, dass er mehr sieht als die Fernsehbilder, dass er wirkliche Einblicke erhält in diese 5 Wochen, die Deutschland veränderten. Genau hier liegt aber der Knackpunkt, denn obwohl die Macher genau das versprechen, erhält der Kinozuschauer nicht mehr als eine stumpfe Aneinanderreihung der Fernsehbilder. Diese werden zwar mit ein paar Kabinenszenen gepaart, doch von tiefem Einblick kann hier nicht die Rede sein.
Natürlich erlebt man mit Deutschland. Ein Sommermärchen noch mal die Eindrücke, die die WM 2006 hinterlassen hat, doch das kann man nicht dem Film anrechnen. Sönke Wortmann präsentiert hier einen Film, der fürs Fernsehen vielleicht gerade ausreichend gewesen wäre, für die große Leinwand aber lächerlich ist. Anscheinend nutzt hier jemand nur die Gunst der Stunde und deren Emotionalität um sich in den Vordergrund zu drücken... Schade drum! |