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Hugh Jackman und Christian Bale. Zwei Namen, die schon allein in der Regel für hochkarätige Kinounterhaltung stehen. Fügt man diesen beiden dann noch den genialen Regisseur Christopher Nolan hinzu, ist eigentlich klar, dass der daraus resultierende Film nur gut oder besser werden kann. Beweise für diese Aussage gibt es bei Prestige - Die Meister der Magie zu sehen. Dem besten filmischen Start, den man sich ins neue Jahr wünschen kann.
Zunächst war die Reaktion unter den Fans verhalten, als Christopher Nolan ankündigte, nicht sofort seine Superheldenadaption Batman Begins fortsetzen zu wollen. Zuerst wollte er seinen Batman-Darsteller Christian Bale noch für einen anderen Film engagieren und diesen ins Kino bringen. Prestige - Die Meister der Magie so der Name des Projekts, funktioniert wie ein großer Filmischer Zaubertrick. Und wie bei jedem guten Zaubertrick weiß man selbst am Ende nie so ganz, warum er eigentlich funktioniert. Begeistert ist man aber trotzdem.
Da sind zum einen Christian Bale und Hugh Jackman, die sich als Meisterillusionisten bis aufs Blut bekriegen und dabei jede Facette ihres schauspielerischen Könnens präsentieren. Unterstützt werden sie dabei von einer hochkarätigen Nebendarstellerriege - unter anderem Michael Caine, Scarlett Johansson und David Bowie, der sich nach Jahren wieder einmal auf der großen Leinwand zeigt - der man ebenfalls die Spielfreude jede Filmminute ansehen kann. Zum anderen zeigt Nolan, dass er nach wie vor verschlungene Plots konstruieren kann, die immer wieder für eine Überraschung gut sind und erst in der letzten Minute aufzeigen, worum es wirklich geht.
Auf die Wirkung eines einzelnen "Schlussgags" verlässt sich der Regisseur dieses Mal jedoch nicht. Wie in einer chinesischen Zauberbox ist ein filmisches Geheimnis in das andere geschachtelt. Kaum glaubt man, man könnte nicht mehr überrascht werden, kommt auch schon der nächste Dreh, der den Plot wieder in eine komplett andere Richtung zieht. Der Glaubwürdigkeit von Prestige - Die Meister der Magie tut das allerdings keinen Abbruch. Mit jeder neuen Information macht das filmische Puzzle mehr Sinn. Auch wenn am Ende einer Szene vieles anders erscheint als noch zu Beginn.
Nimmt man dann noch das unglaublich atmosphärisch aufbereitete London des ausgehenden 19. Jahrhunderts dazu, könnte man fast meinen, Nolan hat ein filmisches Meisterwerk geschaffen. Fast nur deshalb, weil die Zeit des Fin de Siecle nicht jedermanns Geschmack und Prestige - Die Meister der Magie beileibe keine leichte filmische Kost ist. Lässt man sich jedoch auf den Film ein, wird man unweigerlich in den Bann des Magierduells gezogen und verlässt, wie nach einer guten Illusionsshow, äußerst zufrieden den Kinosaal. Da macht es auch nichts aus, wenn man dem Zauberer im Regiestuhl wieder ein ums andere Mal auf den Plot-Leim gegangen ist. Wie bemerkt Hugh Jackmans Charakter Robert Angier im Film: "Im Grunde will das Publikum an der Nase herumgeführt werden." Schön, wenn es noch Regisseure gibt, das so gut vermögen. |