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Zusammen mit einem kleinen aber feinen Cast exzellenter Schauspieler zeigt Regisseur Marc Evans in Snow Cake, dass das Glück manchmal auch in dunklen Stunden zu finden ist. Dank der ausgezeichneten Darsteller Alan Rickman und Sigourney Weaver und des tollen Drehbuchs von Erstautorin Angela Pell ist Snow Cake zu einer echten Perle für Freunde "kleiner" Filme geworden.
Er kann auch anders. Während Alan Rickman Fans von Abenteuer- und Fantasyfilmen vor allem in seinen Rollen als zynischer Zauberlehrer Snape aus Harry Potter und der Stein der Weisen, Metatron in Kevin Smiths Dogma oder als Scherriff von Nottingham in Robin Hood: König der Diebe bekannt ist, taucht der ausgebildete Theater-Darsteller auch gerne in ganz anderen Filmen auf.
In der Regel haben diese auch so gar nichts mit den zwielichtigen Schurken, die Rickman berühmt gemacht haben, zu tun. Snow Cake ist einer dieser "anderen" Filme, in denen Rickman als traumatisierter Ex-Häftling Alex Hughes auszieht, um einer Mutter, die gerade ihr Kind verloren hat, sein Beileid auszudrücken und am Ende bei sich selber ankommt. Die Mutter, die er trifft, entpuppt sich als die recht selbstbewusste Autistin Linda (Sigourney Weaver), die in einem verschlafenen Städtchen, mitten im kanadischen Nirgendwo lebt. Die anderen Gestalten, die dort wohnen sind mindestens genau so seltsam wie Linda, wenn auch alle auf eine etwas andere Weise.
Snow Cake ist einer dieser besonderen "kleinen" Filme, die sich ganz unbewusst in das Herz der Zuschauer schleichen. Ohne Hast werden drei Tage im Leben von zwei ganz unterschiedlichen Personen geschildert und die Veränderungen, die sie in ihnen auslösen. Dabei verlässt sich Regisseur Mark Evans ganz auf die Schauspielerische Stärke seiner Hauptdarsteller. Rickman, der mit seinem gewohnt lakonischem Humor und viel Bärbeißigkeit den am Leben verzweifelten Ex Häftling spielt. Weaver, die zeigt, dass Dustin Hoffmanns Rainman und Jodie Fosters Nell eben nicht das A und O gelungener Autistendarstellungen sind. Und Carrie Ann Moss, die als lebenslustige Nachbarin von Linda ein weiteres Mal die Chance nutzt, zu beweisen, dass sie mehr kann, als in schwarzem Latex Wände hochzulaufen und Matrix-Agenten die Seele aus dem Leib zu prügeln. Mit viel Charme Humor loten die drei die Tiefen und Untiefen ihrer Charaktere aus und zeigen, dass auch ohne viel Action und nervenaufreibender Spannung gute und tiefgründige Kinogeschichten entstehen können. Für jeden ist Snow Cake sicherlich nichts, Freunde der etwas ruhigeren und anspruchsvolleren Kinounterhaltung werden aber derzeit nichts Besseres finden. |