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Gangster No.1(Gangster No.1, 2000)
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01. Februar 2001 DVD: 09. August 2001
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Premiere: |
09. Juni 2000 (UK) |
| FSK: |
ab 18
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Genre: |
Krimi, Thriller |
| Länge: |
105 min
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Land: |
Irland, UK, Deutschland |
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Darsteller:
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Malcolm McDowell (Gangster 55), David Thewlis (Freddie Mays), Paul Bettany (Junger Gangster), Saffron Burrows (Karen), Kenneth Cranham (Tommy), Jamie Foreman (Lennie Taylor), Razaaq Adoti (Roland), Doug Allen (Mad John), Eddie Marsan (Eddie Miller), David Kennedy (Fat Charlie), Andrew Lincoln (Maxie King), Cavan Clerkin (Billy), Johnny Harris (Derek), Anton Valensi (Trevor) |
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Regie:
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Paul McGuigan |
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Drehbuch:
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Johnny Ferguson |
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 Inhalt
London 1968. Der junge "Gangster 55" wird von Freddie Mays dem Schlächter von Mayfair in seine Gang aufgenommen und avanciert schnell zu dessen rechter Hand. Doch getrieben von Eifersucht, Neid und Machtgier spinnt Gangster 55 einen Plan. Was einst Freundschaft war, wird bald in einem Blutbad enden. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thorsten Woner
Als eine Studie über Schlauheit, Verrat, Gewalt und das Böse angesiedelt, passierte heute recht merkwürdiges als ich ins Kino ging, um mir den Film Gangster No.1 anzuschauen. Ich durchlebte einen Film in einer Art Standardliebesbeziehung im Schnelldurchlauf: zuerst war es Liebe auf den ersten Blick, wir lernten uns langsam kennen und ich war fasziniert von all dem Neuen, Unbekannten das sich da einem offenbarte, wollte mehr wissen, mehr erfahren und schwebte auf Wolke sieben, hatte ein warm weiches Zuckerwattenkribbeln im Bauch. Doch dann kam leider der so oft alles zerstörende Alltag. Nach einer Weile kannte man sich, wußte was man vom anderen erwarten kann und was der andere zu bieten hat und gegen Ende hin blieb dieses traurige, leere Gefühl.
Um es näher zu erklären: Der Film fängt grandios (obwohl Handlungsunspektakulär) an. Malcolm McDowell erstrahlt mit der Leinwand in unwiderstehbarem Zauber. Jede Gesichtsmuskelzuckung ist ein wahrer Genuß und ein mehr als gelungenes Comeback. Leider verschwindet er nach einem kurzen Prolog ersteinmal, doch wird der Zuschauer mit leisen, gut plazierten Regieeinfällen darüber hinweggetröstet, wird gefesselt von dem stimmigen Beat den der Film versprüht. Gangster No 1 ist ein Film der eine simple, durch die Charaktere gesteuerte Story erzählt. Ich habe mich jedoch nicht allzu exzessiv an der etwas farblosen Geschichte stören können, da der zweite Hauptdarsteller, der den Gangster 55 spielt (den jungen McDowell), ein wirklich brodelnder Vulkan ist. Man kann die Augen gar nicht von ihm abwenden, wenn aus seinem Blick wieder diese Suche nach Erfüllung aufblitzt und der Regisseur es versteht, in den richtigen Momenten die Kamera ganz ruhig auf dieser Offenbarung von Schauspielkunst verweilen zu lassen. Zwischendurch kann er es dann aber doch nicht lassen ein wenig rumzuspielen und verwendet dann Split Screens und reflektierende Oberflächen als Symbole für die gespaltene Welt, in denen die Gangster leben.
Nicht oft kommt es vor, das Schauspieler über eine eher lahme Story hinwegspielend den Zuschauer bei Laune halten können. Der Regisseur weiß das in diesm Fall leider nicht immer zu schätzen und so kommt es dann, das der Film gegen Ende hin abschwacht, weil er immer mehr Gesprochenes verwendet um zu erklären. Das Ganze endet dann in einem absolut überflüssigen Showdown, der so wirkt, als wenn dem Zuschauer noch mal alles genauestens erklärt werden muß, falls dieser zu unsensibel für interpretatorische Mimik ist. Wo über den gesamten Film verteilt vorher noch leise Gesten und laute Blicke vollkommen ausreichten um eine Vertrautheit zwischen den Zuschauern und den Schauspielern herzustellen, reißt dann plötzlich eine Kluft auf, die mich leider zu einer kleinen BewertungsprozentReduzierung zwingt. Der Anfang des Films hat mich ungewöhnlich kribbelnd begeistert und die aus der Sicht des Opfers gefilmte Hinrichtungsszene ist genreüberschreitend grandios, doch am Ende fühlte ich mich dann ein wenig hohl und fand den Showdown fast richtig schlecht. Aber die allerletzte Einstellung gehört dann wieder Malcolm McDowell und entschädigt für jedes zuviel gesprochene Wort. Insgesamt ist der Film ein knochentrockenes Ganstermovie mit zwei großartigen Hauptdarstellern, nicht mehr und nicht weniger. THE KING IS DEAD. LONG LIVE THE KING.  Weitere interessante Filme
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