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Ein glaubwürdig gespielter Film über die Zeit vor dem Ende der Apartheid in Südafrika. Es wird gezeigt wie ein unschuldiger Mann, der sich aus Allem heraus hielt, zu einem gewaltbereiten Widerstandskämpfer wurde. Regisseur Phillip Noyce liefert mit Catch a Fire einen spannenden Streifen ab, der vor allem dank seiner klasse Besetzung gut funktioniert.
Der schwarze Kontinent ist in Hollywood derzeit wieder stark in Mode. Nachdem Hotel Ruanda und Der Ewige Gärtner die Kritiker begeisterten, gewann die südafrikanische Produktion Tsotsi 2006 den Oscar für den besten ausländischen Film Im Jahr 2007 begibt sich nun Leonardo DiCaprio auf die Suche nach dem Blood Diamond und Regisseur Phillip Noyce zeigt in Catch a Fire die wahre Geschichte eines Mannes der zum Widerstandskämpfer gegen die Apartheid wurde.
Tim Robbins zeigt einmal mehr eine beeindruckende Schauspielleistung. Er spielt einen unberechenbaren Oberstleutnant, der sich einerseits als Freund der Schwarzen und als milder Familienvater gibt, andererseits aber eiskalt und gnadenlos mit Verdächtigen umspringt und auch vor Folter nicht zurück schreckt. Als sein Gegenpol ist Derek Luke zu sehen, der Patrick Chamusso spielt. Auch ihm nimmt man seine Rolle voll und ganz ab. Er spielt den Wechsel aus Wut und Verzweiflung des Mannes, der zu Unrecht verhaftet wurde, mit Bravour.
Kritisch anmerken kann man bei Catch a Fire, dass die differenzierte Betrachtung des Terrorismus fehlt. Der Film stellt Patrick Chamussos Entscheidung, zu den Widerstandskämpfern zu gehen, als folgerichtig dar und versetzt das Kinopublikum in eine Lage, in der es hofft, dass der geplante Anschlag auf eine Ölraffinerie gelingt. Das diese auch einen sicheren Arbeitsplatz für die arme Bevölkerung darstellt wird außer Acht gelassen. Wobei man natürlich sagen muss, dass es schwierig ist ein solches Thema in den Film einzubauen, da er aus der Sicht von Chamusso erzählt wird.
Alles in Allem ist Catch a Fire aber ein gelungener Streifen mit klasse Schauspielern und einer spannenden Geschichte. Einzig die Musiklastigkeit kann man vielleicht als störend empfinden, denn stellenweise fühlt man sich wie in einem Musical. Aber Singen und Tanzen gehört nunmal zum schwarzen Kontinent und zu der Zeit des Widerstands gegen die Apartheid, so dass es keinen Grund gibt dem Regisseur hier etwas vorzuwerfen. Die Qualität der Afrikafilme bleibt also hoch und man darf auf die nächsten Werke gespannt sein. |