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Harsh Times(Harsh Times, 2005)
| Dt.Start: |
nicht bekannt DVD: 29. Juni 2007
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Premiere: |
11. September 2005 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Action |
| Länge: |
nicht bekannt
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Christian Bale (Jim Davis), Eva Longoria (Sylvia), Freddy Rodríguez (Mike Alonzo), Tammy Trull (Marta), Adriana Millan (Rita), Kenneth Choi (Fujimoto), Terry Crews (Darrel), Samantha Esteban (Letty), Chaka Forman (Toussant), Noel Gugliemi (Flaco), Sonia Iris Lozada (Gracie), Michael Monks (Agent Hollenbeck), Paul Renteria (Ranchero), Armando Riesco (Cop), Emilio Rivera (Eddy), Craig Ricci Shaynak (Gillespie), J.K. Simmons (Agent Richards), Daniel J. Soulsby (FBI Agent), Randy Tobin (DEA Agent Wannabe), Tania Verafield (Patty) |
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Regie:
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David Ayer |
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Drehbuch:
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David Ayer |
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 Inhalt
Der Ex-Ranger Jim Davis versucht einen Job bei der Polizei von Los Angeles zu bekommen, damit er seine mexikanische Freundin in die USA bringen kann. Bis es soweit ist, vertreibt er sich mit seinem besten Kumpel Mike die Zeit. Obwohl Mike von seiner Freundin Sylvia das Finden eines Jobs ans Herz gelegt wird, können sich die beiden nicht zum Arbeiten durchringen und rutschen dabei immer mehr ins kriminelle Milieu ab. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Markus Müller
Vollkommen gescheitertes Sozialdrama mit durch und durch unglaubwürdigen Charakteren, schrecklichen Dialogen, grauenvoller Dramaturgie und einem Christian Bale, der scheinbar die ganze Zeit über keine Ahnung hat, was er da eigentlich tut. Bei Harsh Times ist wirklich alles schief gegangen. Das Endergebnis ist streckenweise unfreiwillig komisch, sodass man bei all den Klischees und der hirnrissigen, sprunghaften und vollkommen unlogischen Story glaubt, eine Parodie zu sehen. Das Traurige ist nur, dass alles verdammt ernst gemeint ist.
Der vom Krieg traumatisierte Ex-Soldat Jim ist zurück in seiner Heimatstadt Los Angeles, um dort für die amerikanische Drogenbehörde zu arbeiten. Den Job braucht er, um seiner Freundin, die aus irgendeinem Grund Mexikanerin ist, ein Visum zu beschaffen. Dass sie Mexikanerin ohne Englischkenntnisse ist, ist auch nicht weiter tragisch, denn Jim spricht als zweite Muttersprache fließend spanisch. Nun hat Jim also alle Motivation, aus seinem Leben etwas zu machen und das Erste, was er naheliegender Weise tut, ist, mit seinem arbeitslosen Kumpel Mike, der gegenüber seiner Freundin die Jobsuche simuliert, durch die Stadt zu fahren, zu saufen und ab und an zu kiffen. Daran ändert sich dann auch eine ganze Weile nichts bis zu ein paar unsinnigen, unglaubwürdig konstruierten Wendungen, die aber alle wieder zum Ausgangspunkt führen. Der Film dreht sich also vollkommen im Kreis, was auch dafür sorgt, dass er unheimlich vorhersehbar ist.
Überhaupt will die ganze Zeit der Funke kein bisschen überspringen. Man fühlt sich als Zuschauer von Anfang an verarscht. Ein Klischee stützt sich auf das Andere und völlig unerklärliche, aber dennoch wichtige Elemente werden nicht näher erläutert, sondern als gegeben dargestellt. Statt dass der Zuschauer erfährt, warum Jim eine Freundin in Mexiko hat, beobachtet er ihn und Mike beim Scheiße labern und Auto fahren. Überhaupt verhält Jim sich stets vollkommen antizyklisch und ständig steht die Frage nach der Motivation hinter seinem Handeln, so zum Beispiel einerseits Polizist werden zu wollen und andererseits stets mit aller Gewalt kriminell zu sein. Ebenso unerklärlich ist seine Liebe zu seiner mexikanischen Freundin, die er unbedingt nach L.A. holen will und nur dafür den Job braucht, gleichzeitig aber auch ständig versucht, sie zu betrügen. Ebenso sind seine Bekanntschaften in der Gangsterszene von L.A. vollkommen schleierhaft und dazu kommt noch die völlig klischeehafte Inszenierung der Ghettogangster. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist der Straßenjargon derartig lächerlich und zumindest in deutscher Version so peinlich synchronisiert, dass man sich nur noch die Hände gegen den Kopf schlägt.
Die komplette Charakterzeichnung ist unglaubwürdig. Hier nimmt man wirklich keiner Figur irgendetwas ab. Jim scheint durch den Krieg eine Art gespaltene Persönlichkeit entwickelt zu haben, was irgendwie sein Handeln erklären soll, es aber nicht tut. Hier hätten die Macher vorher einfach Jacob's Ladder - In der Gewalt des Jenseits sehen sollen und sich dann noch einmal Gedanken machen können, wie man die aktuelle psychische Verfassung als Kriegsfolge darstellen kann. Um ernsthaft einen Bezug zu Jims Militärvergangenheit herzustellen, fehlen entsprechende Kriegsszenen. Die wenigen Minuten am Anfang reichen noch lange nicht aus, um diesen Hintergrund überzeugend zu etablieren. Christian Bale (Public Enemies) versucht zwar wirklich sein Bestes, doch wirkt er dabei arroganter als es seine Rolle verlangt und spielt seine Figur zwar souverän, aber oft auch überartikuliert.
Es ist unerklärlich, wie Christian Bale diese Rolle annehmen konnte. Wenn man überlegt, welch grandiose Leistungen er in American Psycho oder in Der Machinist zeigte, ist Harsh Times dagegen nichts als ein schlechter Scherz. Die restliche Besetzung hat ebenso keine Chance etwas zu retten und die Nebenrolle von Desperate Housewives-Star Eva Longoria ist zwar ganz nett anzuschauen, allerdings war es das dann auch schon, denn auch sie kann als Mikes Freundin mit Mutti-Attitüde nur wenig überzeugen, bekommt allerdings auch kaum die Gelegenheit dazu. Dies zeigt sich vor allem, wenn sie nach einem handfesten Streit erst ihren Freund aus der Wohnung schmeißt und dann, nachdem er wieder da ist, nach einer Minute wieder mit ihm in die Kiste hüpft.
Das Regiedebüt vom Training Day-Drehbuchautor David Ayer kann also insgesamt als misslungen bezeichnet werden und sollte in keiner DVD-Sammlung stehen. Ein gruselig schlechter Film, bei dem es gut ist, dass er nicht seinen Weg in die deutschen Kinos fand, sondern nur in Videotheken vor sich dahin staubt.  Weitere interessante Filme
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