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Club der gebrochenen Herzen

(Broken Hearts Club, 2000)

Dt.Start: 01. Februar 2001
DVD: 13. März 2007
Premiere: 29. Januar 2000 (Sundance Film Festival, USA)
FSK: ab 6 Genre: Drama
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Timothy Olyphant (Dennis), Zach Braff (Benji), Dean Cain (Cole), Andrew Keegan (Kevin), Nia Long (Leslie), John Mahoney (Jack), Mary McCormack (Anne), Matt McGrath (Howie), Billy Porter (Taylor), Justin Theroux (Marshall), Ben Weber (Patrick), Robert Arce (Purple Guy), Michael Bergin (Kip Rogers), Chris Payne (Larry)
Regie: Greg Berlanti
Drehbuch: Greg Berlanti


Inhalt

An seinem 28ten Geburstag beginnt Dennis an seinem bisherigen Tun und Handeln zu zweifeln, da er es zu noch nicht allzuviel gebracht hat. Ob seine Freunde, mit denen er den Broken Hearts Club bildet, daran schuld sind? Es beginnt eine kleine Reflektion zwischen dem Leben, der Liebe und verkorksten Baseballspielen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Club der gebrochenen Herzen hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 60%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thorsten Woner
Club der gebrochenen Herzen hat eine Wertung von 60%

Na tolle Wurst aber auch: Seit nun mehr vielen, unendlich trockenen Minuten sitze ich hier und zermatere mir mein kleines Gehirn darüber, was ich denn nun zu diesem Film schreiben könnte. Der drängende Schweiß der Abgabeterminfrist rinnt mir feucht kühlend den Rücken hinunter, als mir plötzlich klar wird, das ich mich nicht dafür zu schämen brauche, das ich nicht viel zu dem Film zu sagen habe, da der Film für sich ja schließlich in Anspruch nimmt auch nicht viel zu sagen zu haben.

Also was haben wir denn hier? Eine flockig leichte Beziehungskomödie in der es um hauptsächlich schwule Beziehungen geht. Von der Inszenierung an sich gibts gar nichts auszusetzen, aber genau so wenig zu loben. Die Inszenierung ist sehr leicht und erträglich gehalten, kein verschärfter Blick hinter die Kulissen und Philosophien des Lebens, sondern einfach eine Momentaufnahme die nicht allzu weit geht, einfach nur kurz und gut unterhält. Die Schauspieler sind allesamt treffend ausgewählt und spielen zum Glück mit viel Spielraum bezüglich der Definition ihrer Charaktere, so das einem allzu einfallslose Klischees erspart bleiben. Man nimmt den Schauspielern das Schwul sein ohne weitere Bedenken ab und merkt gar nicht wie gut sie doch im Grunde spielen, da alles ohne diesen gewissen Erklärungszwang abläuft. Sie sind einfach schwul und fertig. Dabei hat der Regisseur viel Glück gehabt, denn wenn seine Schauspieler nicht so verdammt gut wären, hätte seine Zwanglosigkeit in der Inszenierung leicht als Desinteresse am Zuschauer mißverstanden werden können. Aber er hat ja, wie gesagt, noch mal Glück gehabt. Die Story ist hier und da mal angereichert mit teilweise offensichtlichen Insidergags für Schwule, wobei und wodurch man sich als Nichtschwuler aber nicht ausgesschlossen fühlt. Einzig und allein die Tatsache das die Protagonisten des Films nichts anderes mit ihrem Leben anfangen zu wissen als schwul zu sein, wirkt ein wenig unglaubwürdig.

Alles in allem ist der Film viel zu leicht verdaulich als das er wirklich berühren könnte. Hier und da flammt zwar mal eine Emotion auf aber im Grunde ist der Film auch nicht viel erfüllender als ein Softeis im Sommer. Wenn Ihr Lust auf kurzweiligste Unterhaltung habt in einem Film übers schwul sein und in Stimmung auf ein paar Beziehungsverflechtungen seid, dann werdet Ihr Euch mit diesem Film wahrscheinlich nett unterhalten fühlen. Der Film ist nicht wirklich belanglos aber im Grunde doch eher zu distanziert gefilmt, als das man wirklich mitleiden und zutiefst genießen kann. Ein Film der Kategorie: Einmal sehen, zufrieden sein und dann wieder vergessen.



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