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Schräger als Fiktion

(Stranger Than Fiction, 2006)

Dt.Start: 08. Februar 2007 Premiere: 09. September 2006 (Toronto Film Festival, Kanada)
FSK: ab 6 Genre: Komödie
Länge: 113 min Land: USA
Darsteller: Will Ferrell (Harold Crick), Maggie Gyllenhaal (Ana Pascal), Dustin Hoffman (Dr. Jules Hilbert), Queen Latifah (Penny Escher), Emma Thompson (Kay Eiffel), Tony Hale (Dave), Tom Hulce (Dr. Cayly), Linda Hunt (Dr. Mittag-Leffler)
Regie: Marc Forster
Drehbuch: Zach Helm


Inhalt

Während die Autorin Karen Effiel einen Roman über den isoliert lebenden Harry Crick anfertigt, ist ihr nicht klar, dass ihre fiktive Person tatsächlich existiert. Harry ist im wahren Leben ein spießiger Steuerprüfer, der seinen Tagesablauf minutiös plant. Als er plötzlich eine Stimme hört, die sein Leben präzise kommentiert, nimmt sein Leben eine ungeahnte Wendung. Bei der Stimme handelt es sich selbstverständlich um Karen, die ihre aktuellen Gedanken zu Papier bringt.
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Kritik

Schräger als Fiktion hat eine Wertung von 76%
Was wäre, wenn man eine Romanfigur ist und erfährt, dass man nur noch wenige Wochen zu leben hätte? Mit dieser Frage beschäftigt sich diese herrlich amüsante Komödie von Marc Foster, die sich viel Zeit für ihre Charaktere nimmt und zudem noch ein perfekt aufgelegtes Darstellerensemble zu bieten hat.

Bild aus Schräger als Fiktion Marc Foster gilt nicht nur als einer der talentiertesten Regisseure der letzten Jahre, auch die Vielseitigkeit seiner Filmauswahl ist beeindruckend. So ist nach einem Drama (Monster's Ball), einer Tragikomödie (Wenn Träume fliegen lernen) und einem Thriller (Stay) nun das Genre Komödie an der Reihe und auch in diesem Metier scheint er sein Handwerk zu verstehen.

Lange Zeit ist es her, dass Schriftstellerin Karen Eiffel einen Roman zu Ende gebracht hat. In ihrem aktuellen Werk geht es um den Steuerprüfer Harold Crick, der nur noch wenige Wochen zu Leben hat. Unglücklicherweise gibt es Crick wirklich, der seit Neuestem die erzählende Stimme Eiffels hört, die ihm seinen baldigen Tod prophezeit. Panisch sucht er nun die Hilfe von diversen Psychiatern, sowie den Rat des Literaturprofessors Hilpert auf, die ihm bei seinem Problem zur Hand gehen sollen.

Auch wenn das Grundgerüst größtenteils dem Film Des Wahnsinns fette Beute entliehen ist, fällt dieser Ideenklau nie negativ auf. Grund hierfür ist das hervorragende und nie vorhersehbare Drehbuch Zach Helms, der seine Idee nicht nur auf platte Lacher stützt, sondern sich genügend Zeit für seine Charaktere, ihren schrulligen Eigenschaften und den daraus oftmals resultierenden schwarzen Humors nimmt. Ebenfalls beeindruckend ist die Tatsache, dass er mit dem Ende des Filmes punkten kann und die vielen Möglichkeiten es in den Sand zu setzen außer Acht lässt.

War Regisseur Marc Foster in seinen Werken zum Großteil ausschlaggebend für das Gelingen seiner Filme, hält er sich diesmal merklich im Hintergrund um der guten Geschichte den Vortritt zu lassen. Dies erweist sich als eine weitere Stärke, zumal die ruhige Inszenierung, gepaart mit ein paar netten Kameraspielereien das Geschehen perfekt abrunden können.

Einen Glücksgriff konnte man bei der Wahl des Hauptdarstellers Will Ferrell machen, der sich als Bestbesetzung des Harold Crick erweist und zeigen kann, dass er in der Lage ist auch ruhigere und dennoch ebenso humorvolle Töne anzuschlagen. Hinzu kommt ein bemerkenswert gut aufgelegtes Nebendarstellerensemble mit einer herrlich schrägen Emma Thompson, der zuckersüßen Maggie Gyllenhall und dem schrulligen Dustin Hoffman, welcher fast alle Lacher auf seiner Seite hat. Einzig Queen Latifah will aufgrund der Unnötigkeit ihrer Rolle nicht wirklich ins Gesamtbild des Casts passen.

Wer auf intelligente, schräge Komödie im Stile eine Charlie Kaufmann steht, kann mit dem Kauf eines Kinotickets für diesen Film nur wenig falsch machen, denn neben einem überzeugenden Drehbuch hat Schräger als Fiktion zudem noch gute Charaktere, eine ordentliche Inszenierung, sowie einen spielfreudigen Cast zu bieten, bei dem wohl jeder Zuschauer den Saal mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen wird.

von Daniel Licha


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