|
Jack Black is back, dieses Mal in seiner Paraderolle als Teil der "besten Rockband der Welt" Tenacious D. Zusammen mit seinem Bandbruder Kyle bietet Black seine gewohnte Mischung aus Zoten und absurden Situationen. Fans und Rocker wird's freuen - der Rest des Publikums wird sich an den eigentümlichen Humor von Tenacious D aber noch gewöhnen müssen.
Dass Jack Black ein Tausendsassa sondergleichen ist, merkt man schon an seinem Betätigungsfeld. Er modiert die Kid's Choice Awards des Senders Nickelodeon, spielt sowohl in großen Hollywoodproduktionen wie King Kong und Liebe braucht keine Ferien als auch in Independentstreifen mit und pflegt ganz nebenbei noch seinen Ruf als Komiker. Dabei kennt das europäische Publikum nicht einmal seine musikalische Leidenschaft. Zusammen mit Mitmusiker Kyle Gass spielt Black in der Combo Tenacious D Songs mit dem für ihn typischen Humor. Nach Blacks Durchbruch in Hollywood war es also nur noch die archetypische "Frage der Zeit" bis Tenacious D ihren eigenen Film bekommen würden.
In Kings of Rock - Tenacious D wird dann dementsprechend auch nicht gekleckert, sondern geklotzt. Unter der Regie von Liam Lynch und Ben Stiller als Produzent dürfen Black und Kyle in einem wahren Rock Epos mitwirken, der in Fragmenten sogar die tatsächliche Bandgeschichte erzählt. In epischer Breite wird das mystische Zusammentreffen von Blacks und Gass' alter Egos JB und Kyle präsentiert, die vom Schicksal dazu auserkoren sind, die beste Rockband der Welt zu werden. Dass sich die beiden Schauspieler dabei allerdings nicht allzu ernst nehmen, ist klar. So merkt man schnell, dass JB und Kyle zwar enorm motiviert, aber nicht mit sonderlich viel Talent ausgestattet sind, was allerdings nur ihrer Umgebung aufzufallen scheint. Die epische Suche der Beiden nach einem schicksalhaften Plektron selber wartet mit vielen Anspielungen auf Heavy Metal Musik und Thematiken auf. Dazwischen wird gerockt und gesungen - und das erstaunlich gut.
Zugegeben, die Texte von Tenacious D sind gespickt mit schlüpfrigen Inhalten und mehr F-und S-Wörtern als ein Rap Song von 50cent. Sie rocken aber erstaunlich gut. So gut sogar, dass man der Story von Kings of Rock - Tenacious D die hanebüchenen Klischees, Gags unter der Gürtellinie und peinlichen Dialoge mehr als vergibt. Wenn man denn nicht ganz ernst gemeinten Heavy Metal mag. In dem Fall werden aber auch die Dialoge nichts mehr ausmachen, da man diese (und zwar todernst gemeint) ohnehin schon aus viel zu vielen Metal Opern und Konzeptalben kennt. Für den "unrockbaren" Teil des Publikums wird es da schon um einiges schwerer das "Drama" um infernale Plektren und der Kunst des Powerslides richtig gut zu finden. Vielleicht sollte man in diesem Fall zunächst das ein oder andere Lied von Tenacious D anhören. Zumindest kann man sich dann sicher sein, dass einem die Musik gefällt. |