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Die Aufschneider(Die Aufschneider, 2007)
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08. Februar 2007 DVD: 11. Oktober 2007
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Premiere: |
Februar 2007 (Deutschland) |
| FSK: |
o.A.
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
92 min
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Land: |
Deutschland |
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Darsteller:
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Carsten Strauch (Dr. Steffen Wesemann), Rainer Ewerrien (Dr. Klaus Kunze), Cosma Shiva Hagen (Sylvia Göbel), Nina Kronjäger (Dr. Christiane Tietz), Christoph Maria Herbst (Prof. Reinhold Radwanski), Josef Ostendorf (Werner Vierkötter), Burghart Klaußner (Prof. Udo Keller), Stipe Erceg (Dr. Frank Norbert Stein), Bernd Stegemann (Hartmuth Probst), Thorsten Ranft (Herrmann Menzel), Tim Wilde (Prof. Wiebenhartz) |
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Regie:
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Carsten Strauch |
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Drehbuch:
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Carsten Strauch, Nina Werth, Rainer Ewerrien |
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 Inhalt
Einem von zwei benachbarten Krankenhäusern soll in den harten Zeiten der Gesundheitsreform endgültig der Geldhahn zugedreht werden. Also legen sich das moderne, verchromt kalte St. Georg-Hospital und die veraltete, eingestaubt knuffige Eichwald-Klinik mächtig ins Zeug, um nicht den Sparmaßnamen zum Opfer zu fallen. Während das Erste mit Tricks und illegalen Transplantationsmethoden arbeitet, setzt das Zweite auf "Wellness" in Form von Mariachi-Band und Bungee-Jump-Geburt. Als wäre die Situation nicht schon angeheizt genug, verbrät ein unterbelichteter Eichwald-Arzt auch noch eine seltene Spenderleber zum Abendessen - mit Kartoffelbeilage. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Birte Lüdeking
Das Spielfilmdebüt über konkurrierende Krankenhäuser, skrupellose contra unfähige Ärzte und den Kampf zwischen Hightech und Gemütlichkeit, ist als Komödie zwar nicht besonders originell und kinotauglich, verbreitet in seiner anspruchslosen Einfachheit aber den entwaffnenden Charme von amateurhaftem, dafür mit voller Inbrunst und Überzeugung gemachtem Schülertheater.
Das Drehbuch von Carsten Strauch, der auch Regie führte und sich zusätzlich in der Rolle eines liebenswerten, aber nicht allzu hellen und schnellen Mediziners gecastet hat, ist im Kern wie die Eichwald-Klinik: etwas abgenudelt, stark überarbeitungsbedürftig und hochgradig gestrig, in seiner schamlosen Konfession zum Rückständigen aber fast schon wieder fortschrittlich. Es ist die verfilmte großgemusterte, orange-braune Blümchentapete der 70er. Einerseits eine Zumutung für die gegenwärtige Sehgewohnheit, andererseits in ihrer geschmacklichen Fragwürdigkeit nicht ohne eine gewisse (masochistische?) Faszination. Vorausgesetzt, man mag es eher grob als fein.
Die prominentesten Besetzungsmitglieder sind hierbei Christoph Maria Herbst in einer Variante seines "Stromberg"-Charakters als hoffnungslos eingebildeter, chauvinistischer St. Georg-Chef und Cosma Shiva Hagen als simpel gestrickte, Flunsch ziehende Krankenschwester - die offensichtlich keine kompetenten Agenten zu haben scheint, die sie endlich von dem Bemühen abbringen, lustig sein zu wollen. Wie schon in 7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug unterstreicht sie aufs Neue, dass sie keinerlei komödiantisches Gespür oder Timing besitzt und in Dramen besser platziert ist. Ihre Auftritte sind von einem in Neonfarben blinkenden "Achtung, Achtung, ich spreche und bin jetzt witzig (mit drei !!!)" begleitet. Das oberste No-Go für jede Komödie.
Vielleicht hätte sie vor Drehbeginn noch einen Crash-Kurs in Sachen Understatement bei Carsten Strauch belegen sollen, der als wenig erfahrener Schauspieler fast mehr überzeugt, denn als Autor und Regisseur. Strauch drehte bislang Kurz- und Trickfilme, die vielfach ausgezeichnet wurden, unter anderem mit dem Filmband in Gold. Sein warmduschender Dr. Steffen Wesemann, der zusammen mit seinem gleichwertig debilen Best-Buddy Dr. Klaus Kunze (Rainer Ewerrien) alles daran setzt, die Eichwald-Klinik vor dem drohenden Aus zu bewahren und dabei eher das Gegenteil bewirkt, ist der Kitt, der den ganzen Quatsch zusammenhält. Wesemann ist das, was alte Damen als "putzig" bezeichnen würden. Er redet, denkt und handelt sehr laaangsaaam, meint alles gut, was er tut, es gelingt ihm nur schlecht.
Die Aufschneider ist eine deutsch-englische Co-Produktion und auch der Humor zielt in Richtung britische Schwärze und Trockenheit, manchmal treffsicher, manchmal weniger. Ein eingeschnappter Dr. Klaus Kunze entfernt während einer Bypass-Operation schnell mal einen völlig gesunden Blinddarm, um seinem Kumpel zu beweisen, dass er während des Medizinstudiums nicht nur Däumchen gedreht, Selbstversuche durchgeführt oder seine Kommilitoninnen (erfolglos) angegraben hat. Leider wird Lakonisches häufig von Albernheit und Slapstick torpediert. Was den Film trotz seiner Formelhaftigkeit sympathisch macht, ist das offene Bekenntnis zur Schlichtheit und Substanzlosigkeit. Er gibt nie vor, mehr zu sein, als er ist und besonders die unbekannteren Darsteller strahlen dabei eine naive und ausgelassene Spielfreude aus, die einen entgegen aller intellektueller Gegenwehr und Besserwisserei um den Finger wickelt.  Weitere interessante Filme
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