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Paris, Je t'aime(Paris, Je t'aime, 2006)
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25. Januar 2007 DVD: 25. Juni 2007
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Premiere: |
18. Mai 2006 (Cannes Film Festival, Frankreich) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Romanze |
| Länge: |
120 min
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Land: |
Frankreich, Schweiz, Deutschland |
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Darsteller:
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Bruno Podalydes, Leila Bekhti, Cyril Descours, Marianne Faithfull, Elias McConnell, Gaspard Ulliel, Julie Bataille, Steve Buscemi, Axel Kiener, Frankie Pain, Catalina Sandino Moreno, Barbet Schroeder, Li Xin, Sergio Castellitto, Emilie Ohana |
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Regie:
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Olivier Assayas |
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Drehbuch:
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Tristan Carne, Emmanuel Benbihy |
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 Inhalt
21 renommierte Regisseure - darunter Wes Craven, Tom Tykwer und Gus Van Sant - beleuchten aus frischen Blickwinkeln Frankreichs Hauptstadt und das, wofür sie steht: die Liebe. In verschiedenen Arrondissements jenseits der Touristenattraktionen gedreht, agieren unter anderem Juliette Binoche, Nick Nolte und Natalie Portman in 18 Episoden über Verlust und Verlangen, Mutter- und Vaterliebe, aufkeimende und welkende Gefühle, verknallte Vampire und Amerikaner in Paris. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Thomas Brendel
Mehr als 20 renommierte Regisseure präsentieren in dieser Zusammenstellung von Kurzfilmen ihren jeweils ganz persönlichen Beitrag zum Thema Romantik, sowie ihre eigene kleine Hommage an die französische Hauptstadt, dem Mekka der Verliebten. Die Qualität der einzelnen Kurzgeschichten ist naturgemäß schwankend, der Großteil kann jedoch überzeugen, auch wenn einige nur fragmentarische Einblicke in das Leben ihrer Protagonisten gewähren. Als eigenständige Kurzfilme würden manche dieser Momentaufnahmen womöglich nicht funktionieren, im Zusammenspiel entfalten sie jedoch die gewünschte Wirkung, vor allem da sie ganz unterschiedliche Aspekte des Themas beleuchten. Paris, je t'aime bietet zwei hoffnungslos romantische Stunden fernab der üblichen, klischeebehafteten Postkarten-Einstellungen von Paris, die so manch ein Zuschauer jedoch durchaus als anstrengend empfinden könnte, da man sich alle fünf Minuten auf eine neue Situation, neue Figuren und eine neue Geschichte einlassen muss.
Kritik
von Birte Lüdeking
Die Metropole an der Seine diente schon zahlreichen Filmen als Setting für die Liebe. In dieser europäischen Produktion mit internationalen Regisseuren und Schauspielern finden sich in 18 Episoden allerdings weniger Baskenmützen- und Baguette-Klischees rund um den Eifelturm, als Schnappschüsse einer Stadt und einer Emotion abseits der ausgetretenen Pfade.
Ein junge Frau (Catalina Sandino Moreno) steht früh morgens auf, singt ihrem Baby ein Lied vor und schaut es dabei hingebungsvoll an. Sie gibt es in einer Tagesstätte ab, fährt mit Bahn und Bus zu ihrem Arbeitsplatz und singt einem anderen Baby, dessen Kindermädchen sie ist, das gleiche Lied vor - mit einem abwesenden, sehnsuchtsvollen Blick. Die Regisseure Walter Salles (Central Station - Central do Brasil) und Daniela Thomas (Guns and Peace - Armas E Paz) benötigen höchstens fünf Minuten, um die berührende Geschichte einer Mutter zu erzählen, die ihre Liebe zum eigenen Kind der Notwendigkeit des Geldverdienens unterordnen muss, indem sie sich um ein fremdes kümmert.
Vaterliebe - umgesetzt von Alfonso Cuaron (Children of Men) - äußert sich dagegen wesentlich leichtfüßiger und überraschender. Ein älterer Amerikaner (Nick Nolte) und ein junge Französin (Ludivine Sagnier) führen auf der Straße eine Diskussion, die zunächst eine komplizierte Beziehung in Form einer vergangenen Affäre vermuten lässt, während der einiges schief gelaufen zu sein scheint. Der Mann bittet um eine neue Chance, und die bekommt er auch: Die junge Frau, seine Tochter, geht mit ihrer Freundin ins Kino, er wird als sichtlich überforderter Sitter seines kleinen Enkelkindes zurückgelassen - und steckt sich vor dessen Nase erstmal eine nervenberuhigende Fluppe an.
Viele der Episoden, die in der Mehrzahl mittels origineller Momentaufnahmen unterschiedlichste Varianten, Höhen und Tiefen der Liebe behandeln, spiegeln die Handschriften der Regisseure wieder. Darunter die skurrile der Brüder Joel und Ethan Coen (Fargo - Blutiger Schnee) mit dem glubschäugigen Steve Buscemi als Tourist, der die Warnung eines Reiseführers missachtet und in der U-Bahnstation "Tuileries" Blickkontakt mit den Einheimischen sucht, was einem eifersüchtigen Mann gar nicht passt. Dass sich über der Station Sehenswürdigkeiten wie der Louvre und die Ile de la Cité befinden, man diese oder weitere aber in den wenigsten Kurzfilmen zu Gesicht bekommt, macht deutlich, dass hier bewusst auf Postkartenklischees verzichtet werden sollte und als ästhetische Herangehensweise eine unverbrauchte Sicht auf die Stadt im Vordergrund stand.
Es gibt auch angenehm untypische Beiträge, wenn Wes Craven (Red Eye) nicht den Vampir-Clip im Look von Sin City abliefert, sondern stattdessen Oscar Wilde wiederauferstehen lässt, um einem Mann Humor beizubringen, damit dieser seine Freundin nicht verliert. Einige missraten durch die sonst überwiegend erfolgreich gehandhabte zeitliche Beschränkung, da sie zu komplexe und schwere Themen wie Krankheit oder Tod angehen, andere sind so trivial, dass man sie bis zum übernächsten Startschuss schon wieder vergessen hat. Insgesamt ist dem Projekt aber ein buntes, sich in seiner Vielfalt ergänzendes Gefühlskaleidoskop geglückt, das Lust auf Paris und die Liebe macht.  Weitere interessante Filme
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