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The Good German(The Good German, 2006)
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01. März 2007 DVD: 06. Juli 2007
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Premiere: |
12. November 2006 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama, Thriller |
| Länge: |
108 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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George Clooney (Jake Geismar), Cate Blanchett (Lena Brandt), Tobey Maguire (Tully), Beau Bridges (Müller), Tony Curran (Danny), Leland Orser (Bernie Teitel), Jack Thompson (Abgeordneter Breimer), Robin Weigert (Hannelore), Ravil Isyanov (General Sikorsky) |
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Regie:
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Steven Soderbergh |
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Drehbuch:
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Paul Attanasio |
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 Inhalt
Berlin, 1945. Der US-Kriegskorrespondent Jake Geismar reist in die zerbombte Stadt, um über die bevorstehende Potsdamer Friedenskonferenz zu berichten. Sein Fahrer, Corporal Tully, macht zwar den Eindruck, als könne er kein Wässerchen trüben, betätigt sich aber heimlich als Schwarzmarktschieber und ist ausgerechnet mit der Frau zusammen, die Jake einst geliebt hat, Lena Brandt, die hofft, durch Tullys Einfluss Berlin für immer verlassen zu können. Als dieser eines Tages ermordet aufgefunden wird, versucht Geismar den Fall auf eigene Faust zu lösen, denn die Behörden zeigen auffällig wenig Interesse daran und alle Spuren führen zu Lena. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Birte Lüdeking
Steven Soderberghs (Ocean's Twelve) ambitionierte Adaption des Romans von Joseph Kanon ist eine Verbeugung vor den Filmen der 40er Jahre - im Besonderen Casablanca und Der Dritte Mann. In schwarz-weiß gedreht und mit den damals gängigen Kameratechniken. Ein interessantes, aber wenig involvierendes ästhetisches Experiment, nur auf halber Linie konsequent und geglückt.
Soderberghs 16. Film ist ein Mix aus gestern und heute, nicht ganz Fisch und nicht ganz Fleisch. Einerseits Retro: Schwarzweißbilder, Kameraobjektive und Soundtrack im alten Stil, Rückprojektionen für die Hintergründe, Reißschwenks für die Szenenübergänge. Dann wieder fragwürdige Brüche, wenn die früher übliche Zensur einer freizügigen Sprache und Darstellung von Sex und Gewalt ignoriert wird. Oder die Erzählperspektive von Tully erst zu Geismar und dann zu Lena wechselt, während im Film Noir der 40er Jahre der Zuschauer ausschließlich dem Protagonisten, häufig einem Detektiv - hier Jake Geismar - durch die Irrwege und Offenbarungen der Handlung gefolgt ist. Das Publikum von The Good German weiß dagegen oft mehr als Geismar, ist ihm um einige Schritte voraus, durch das, was Tully und Lena preisgeben. Das geht zum einen auf Kosten der Spannung, zum anderen auf Geismars Glaubwürdigkeit als ernst zu nehmende Hauptfigur.
Soderberghs langjähriger Weggefährte George Clooney mimt diesen grübelnden, wortkargen Humphrey-Bogart-Nachfolger, der mit einem verbundenen Ohr Erinnerungen an Jack Nicholsons ebensolche Nase in Roman Polanskis Neo-Noir-Thriller Chinatown weckt. Und Cate Blanchet spricht als seine geheimnisvolle, ihm stets etwas überlegene Femme Fatale mit deutschem Akzent und tiefer Marlene-Dietrich-Stimme. Sie reanimieren den theatralischen Schauspielstil der großen Gesten, den Blick zur Kamera gerichtet. Ihre Figuren sind aber ebenso wie der ganze Film mehr Hülle und ehrfürchtige Hommage an die Vorbilder als wirklich lebendig. Wobei Blanchets gleichermaßen traumatisierte, desillusionierte und pragmatische Lena Brandt noch die komplexere der beiden ist. Clooney besitzt zwar die nötige Coolness und Präsenz eines 40er-Jahre-Helden, das Drehbuch verleiht seinem Jake Geismar aber zu wenig Durchblick und Charakter, um als tragender Protagonist bestehen zu können. Von der charismatischen Cate Blanchet wird er an die Wand gespielt, wirkt neben ihr wie Staffage und tapert die meiste Zeit ratlos durch ein Geschehen voller Sackgassen und Wendungen, das für ihn so konfus zu sein scheint, wie für viele Zuschauer vermutlich auch.
Besonders mit der finalen Szene, in der sich Clooney und Blanchet wie einst Bogey und Bergmann auf einem nächtlichen, verregneten Flugplatz für immer verabschieden, hat der Regisseur dem Film keinen Gefallen getan. Es ist eine misslungene, plumpe Referenz an Casablanca und nicht mehr als eine blutleere, verkopfte Variante des Originals. Stellvertretend für das gesamte Projekt kopiert sie zwar akkurat und detailgenau den Look und die Atmosphäre des Klassikers, lässt dabei aber dessen Herz und Seele vermissen und reduziert sich auf eine selbst reflektierte, hochgradig unromantische Simulation ohne Eigenleben.  Weitere interessante Filme
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