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Nicholas Cage bekleckert sich nicht gerade mit Ruhm und Regisseur Mark Steven Johnson beweist erneut, dass er Comicadaptionen in den Sand zu setzen weiß. Denn neben der Tatsache, dass der Titelheld äußert unvorteilhaft in Szene gesetzt wurde, krankt der Film auch in Sachen Story und Charakterentwicklung an allen Ecken und Enden.
Trotz einiger guter Ansätze verfehlte es Regisseur Mark Steven Johnson mit seiner ersten Comicverfilmung Daredevil eine ordentliche Adaption auf die Leinwand zu bringen. Wie schon bei seinem ersten Projekt dieses Genres scheint auch dieses Mal der Trailer unterhaltsames Popcornkino zu versprechen, doch diesen Erwartungen wird Ghost Rider leider zu keinem Zeitpunkt gerecht.
Zusammen mit seinem Vater ist der Stuntman Johnny Blaze die größte Attraktion einer kleinen Stuntshow. Als sein Vater jedoch dem Sterben nahe ist, schließt er einen Pakt mit dem Teufel, im Tausch gegen seine Seele wird sein Leiden beendet. Einige Jahre später wird er aufgefordert seine Schuld zu begleichen, so muss Johnny Blaze nun nachts als Ghost Rider für den Teufel auf die Jagd gehen.
Zugegeben: In diesem Genre braucht es nicht immer eine große Geschichte (die der Film auch definitiv nicht hat), denn solange die Charaktere gut ausgearbeitet sind und das Ganze ordentlich in Szene gesetzt ist, kann man als Zuschauer durchaus seinen Spaß haben. Jedoch ist der Film in diesen Punkten eine einzige Katastrophe. Während sich die Geschichte an unnötigen Ecken ohne Ende zieht, fehlt es dem Film gerade bei den zwischenmenschlichen Szenen an der nötigen Zeit, um auch nur ansatzweise eine Beziehung zu dem Titelhelden aufbauen zu können. Dies könnte man noch verzeihen, wenn der Film in Sachen Inszenierung ein Augenschmaus wäre. Doch auch hier weit gefehlt, denn mit ein paar wenigen Ausnahmen (der Peitschenschwung bei der Fahrt vom Wolkenkratzer oder der Cowboy) fehlt dem Film jegliche Coolness und leidet vor allen Dingen daran, dass der Titelheld wiederholt extrem lächerlich in Szene gesetzt wird.
Mitleid muss man mit Nicolas Cage haben, der nach seiner überzeugenden Performance in The Weather Man, schwer unterfordert ist und dem jegliche Spielfreude abhanden gekommen ist. Zudem bekleckern sich die Nebendarsteller um Eva Mendes, sowie die extrem bescheidenen Bösewichte Peter Fonda und Wes Bentley nicht gerade mit Ruhm.
Ghost Rider ist ein perfektes Beispiel für eine misslungene Comicverfilmung. Würde der Film wenigstens ein wenig Selbstironie zeigen, könnte man ihn noch als ein actionreiches Trashspektakel abtun. So bleibt ein bescheidener Film, bei dem sich selbst Fans die Haare raufen werden und hoffen, dass wir von einer Fortsetzung verschont bleiben. |