Norbit wird häufig als "Film der Eddie Murphy den Oscar kostete" tituliert. Zu Glauben wäre dies, denn sein Hauptdarsteller verspielt in diesem Machwerk jeden vorhandenen Kredit und geht dem Zuschauer über die komplette Laufzeit auf die Nerven. Verstärkt wird dies noch mit albernen und sich wiederholenden Kalauern, sowie einer nicht vorhandenen Story.
Es ist schon ein Phänomen. Obwohl Filme über Leute in Fatsuits und der häufig daraus resultierende Fäkalhumor grundsätzlich nie zu gefallen wissen, schaffen sie es immer wieder zu Kassenerfolgen zu werden. Nachdem zuletzt Martin Lawrence mit Big Mama's Haus seiner Karriere wieder einen kleinen Schub geben konnte, erhofft sich Eddie Murphy nun wohl ähnliches. So bekleidet er sich nach den Der verrückte Professor Filmen erneut mit dem Fatsuit und ist zudem noch in weiteren Rollen zu sehen.
Der Waisenjunge Norbit, der in einem Chinarestaurant/Waisenhaus aufgezogen wurde, musste seine Jugendliebe Kate aufgeben, als diese adoptiert wurde. So ging sein Leben andere Wege und er heiratete die füllige und besitzergreifende Rasputia. Als Norbit jedoch erkennt, dass ihn seine Frau betrügt und zufälligerweise auch die inzwischen verlobte Kate wieder in der Stadt ist, versucht er seine letzte Chance zu nutzen, um von Rasputia los zu kommen.
Wer glaubt in Sachen Humor etwas Neues geboten zu bekommen, irrt gewaltig. So kalauern sich Eddie Murphy und Co. durch abgestandene Gags, die dazu noch bis zum Erbrechen wiederholt werden. Diese gehen sogar so weit, dass der Zuschauer alsbald genervt von diesen Ergüssen ist und sich schon freuen kann, wenn Chinese Wong mit dem ein oder anderen rassistischen Kommentar ein Schmunzeln hervorlocken kann.
Doch nicht nur der fehlende Humor ist ein großes Problem des Filmes, auch die nicht vorhandene Story kann nur zu Kopfschütteln veranlassen. So handelt es sich nicht nur um eine Komödie die Punkt für Punkt jedes nur mögliche Klischee abarbeitet. Das Ganze wird dem Zuschauer auch noch so penetrant vorgekaut, dass man den Autoren ein Wir haben es ja verstanden entgegen brüllen möchte.
Auch Eddie Muprhys Performance, der mit Dreamgirls noch äußert positiv überraschen konnte, schließt sich dem restlichen Niveau des Filmes an. Während er als Titelheld Norbit ein intensiv unlustiges Grimassenziehen betreibt, geht er mit seiner übertriebenen Performance der Rasputia nur auf die Nerven und ist einzig in seiner Rolle als Chinese Wong erträglich. Die Nebendarsteller bleiben durchweg blass, hervorzuheben jedoch einmal mehr Cuba Gooding Jr., der sich von seiner Karriere nun endgültig verabschieden sollte.
Während sich der Zuschauer durch eine 100 Minuten andauernde Qual kämpfen muss, stellt sich ihm sicherlich die ein oder andere Frage wie: Warum verschwende ich hier kostbare Zeit meines Lebens? Warum können Schwarze in Fatsuits nur die Massen anziehen? Warum?