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Nicht nur Bandenkriege, sondern auch die Kämpfe elitärer Studentenverbindungen, werden in den USA nicht mehr mit Waffen, sondern in heißen Step-Battles ausgetragen. Was ein wenig kurios klingt, ist es auch, zumindest für deutsche Augen. Zu dem Unverständnis kommen dann noch die mangelnden oder viel zu kurzen Tanzszenen, sodass Stomp the Yard zu wenig bietet um überzeugen zu können.
Die Zielgruppe des Filmes sollte eigentlich klar abgesteckt sein: Wenn man Filme wie Save the Last Dance oder Street Style mochte, dann muss man einfach in Stomp the Yard gehen! Was die Macher aber wohl vergessen haben ist die Tatsache, dass man wegen der Choreographien und Tanzszenen in einen solchen Film geht, denn genau davon bietet der aktuelle Streifen viel zu wenig!
Die Geschichte ist - wie in praktisch jedem amerikanischen Teenager-Film - flacher Einheitsbrei mit Versuchen ein wenig Drama einzubringen. Nachdem DJs Bruder bei einer Schlägerei - die nach einem Tanz-Battle entflammte - erschossen wird, kommt er zunehmend in Schwierigkeiten und wird vor einem Jugendgericht angeklagt. Nach der Verurteilung schreibt er sich an der Truth University ein, um Abstand zu seiner Heimat zu bekommen. Doch schnell wird er von den beiden rivalisierenden Studentenverbindungen umworben, da er ein begnadeter Tänzer ist. Die Verbindungen wollen nichts mehr als den nationalen Stepping-Wettbewerb gewinnen und sehen in DJ die Chance, doch der hat sich in die hübsche April verguckt und mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.
Ein großes Manko ist das teils konfuse Drehbuch, denn anstatt sich auf ein paar Dinge zu konzentrieren, packen die Autoren nahezu jedes Teenager-Problem in die Geschichte. Dem Zuschauer werden also immer mehr Probleme um die Ohren gehauen, sodass dieser, fast schon frustriert, dem Fortgang der Story irgendwann nicht mehr folgen will. Ein weiterer Minuspunkt ist die bereits angesprochene Sparsamkeit bei den Tanzeinlagen. Wer zahlenderweise in einen solchen Film geht, will natürlich auch etwas sehen. Die ca. 15 Minuten effektive Tanzzeit sind aber bei einem zwei Stunden Film definitiv zu wenig. Auch die Kamera und der Schnitt während der Szenen hätten nochmal überdacht werden müssen, denn nicht immer sollten die Six-Packs der Darsteller das Zentrum einer Szene sein.
Stomp the Yard bietet unterdurchschnittliche Unterhaltung in diesem Genre. Andere Filme haben bereits gezeigt, dass man mit Tanzfilmen ein großes Publikum erreichen kann, doch mit einer gestelzten Story und kaum echten Tanzszenen - die Vereinzelten sind dafür wenigstens spektakulär - wird man niemanden von der heimischen Couch loseisen. Also lieber die DVD ausleihen und zu Hause schauen, denn das Geld für die Kinokarte ist der Film nicht wirklich wert. |