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Alpha Dog(Alpha Dog, 2006)
| Dt.Start: |
22. März 2007
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Premiere: |
27. Januar 2006 (Sundance Film Festival, USA) |
| FSK: |
ab 16
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
118 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Ben Foster (Jake Mazursky), Shawn Hatosy (Elvis Schmidt), Emile Hirsch (Johnny Truelove), Christopher Marquette (Keith Stratten), Sharon Stone (Olivia Mazursky), Justin Timberlake (Frankie Ballenbacher), Anton Yelchin (Zack Mazursky), Bruce Willis (Sonny Truelove), Dominique Swain (Susan), David Thornton (Butch Mazursky), Shera Danese (Abby), Vincent Laresca (Doug Davenport), Lukas Haas (Buzz Fecske), Charity Shea (Sabrina Pope), Heather Wahlquist (Wanda Haynes), Vincent Kartheiser (Pick Giamo) |
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Regie:
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Nick Cassavetes |
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Drehbuch:
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Nick Cassavetes |
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Inhalt
Der kalifornische Drogendealer Johnny Truelove kann sich und seinen Kumpels dank blühender Geschäfte den Lebensstil finanzieren, den sie aus Filmen und Rap-Videos vorgelebt bekommen. Das idyllische Kleinstadtgangster-Imperium gerät jedoch in Gefahr, als die Gang den kleinen Bruder eines zahlungsunfähigen Geschäftspartners entführt. Nachdem sie ihre Geisel zunächst wie ein Mitglied ihrer Gang behandeln, wird ihnen spätestens als sich Johnnys kleinkrimineller Vater sowie die Polizei einschalten klar, dass es sich nicht mehr um ein Spiel handelt. |  |
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In Amerika ist Alpha Dog vor allem wegen der enorm kurzen Produktionszeit in den öffentlichen Focus gekommen, denn obwohl das Urteil über den jüngsten Drogendealer, der je auf der FBI Most-Wanted-Liste stand, noch nicht gefällt wurde, kann man die schreckliche Geschichte schon auf der großen Leinwand verfolgen und zwar authentisch, aber nicht endgültig zufrieden stellend.
Nick Cassavetes, den man vor allem als Regisseur von dem großartigen Wie ein einziger Tag kennt, hat diesmal auch das Drehbuch selbst verfasst, da er die Geschichten um die Jugendlichen aus dem San Fernando Valley selbst höchst interessant fand. Diese Trendsetter oder eben so genannten "Alpha-Teens" kommen aus einer "ganz normalen" Bevölkerungsschicht und haben meist berufstätige Eltern, denen man eigentlich nichts vorwerfen kann. Dennoch treffen sich die Jugendlichen in den Gangs und fällen ihre eigenen Entscheidungen, ganz ohne Eltern. Dabei kommt es leider zunehmend zu Übergriffen, die - wie in diesem Fall - nicht mehr nur mit einer blutigen Nase enden.
Der Fall von Jesse James Hollywood, der für den Mord an Nicholas Markowitzor vor Gericht steht, hat in Amerika große Wellen geschlagen. Denn mit gerade einmal 20 Jahren war Hollywood einer der jüngsten Verbrecher, die jemals auf der FBI Most-Wanted-Liste standen. Im Film trägt der Alpha Dog den Namen Johnny Truelove und wird von Emile Hirsch verkörpert. Diese Besetzung ist manchmal etwas fragwürdig, denn Hirsch wirkt in vielen Passagen sehr zurückhaltend und selten kauft man ihm den "erfolgreichen" und skrupellosen Drogendealer ab. Als Glücksgriff erweist sich dagegen der Sänger Justin Timberlake, der sich die Seele aus dem Leib spielt und damit seine Kritiker eines besseren belehrt! Er trägt zusammen mit dem unschuldigen Anton Yelchin (der das Entführungsopfer spielt) über den gesamten Film hinweg den Hauptteil der Geschichte.
Auch wenn die Geschichte gut inszeniert ist, so muss sich Cassavetes doch einiges an Kritik gefallen lassen. Seine Schauspieler wirken manchmal sehr deplatziert und fühlen sich in ihren Rollen sichtlich unwohl. Dies führt ab und an zu einem Bruch im Spannungsbogen, der gegen Ende auch ein wenig überdehnt wird. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen, denn auch wenn man so realistisch und emotional wie möglich sein wollte: die "halb-dokumentarisch" eingespielte Mutter des Entführungsopfers wirkt (nicht nur wegen der Maske) ziemlich lächerlich, weshalb der Film einiges an Glaubwürdigkeit einbüßt.
Alpha Dog ist ein solider Streifen, der für alle an der Geschichte des Jesse James Hollywood Interessierten sicherlich zum Pflichtprogramm gehört. Aber den erwarteten Einblick in die heutige Jugend der USA, die oftmals von Brutalität gebrandmarkt ist, bietet der Film leider nicht. Zu oberflächlich und vorsichtig kratzt Cassavetes an den wirklich spannenden Fragen und verspielt somit seine Chancen ein wirklich aufwühlendes Drama zu produzieren. |  | | von Markus Ostertag |

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