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Der Sommer 2007 ist geprägt von "der dritte Teil "- Filmen. Mit Shrek der Dritte reiht sich ein weiterer Spaß um den grünen Helden in die Reihe der Spinnen - und Piratenabenteuer ein. Konnte der Oger im ersten Auftritt auf ganzer Länge überzeugen, begann bereits der Nachfolger ein wenig zu schwächeln. Im nun mehr dritten Animationsabenteuer aus dem Hause DreamWorks bleibt die Überraschung weitestgehend auf der Strecke.
Was mit einer Kurzgeschichte für Kinder von Autor William Steig begann, entwickelte sich zu einer äußerst erfolgreichen Animationskomödie. Als Shrek 2001 die Leinwand eroberte, hatte man nicht nur viel Freude an der gelungenen Animation. Auch die vielen schönen Verweise und Anlehnungen an bekannte Märchen, die liebenswerten Figuren, der Humor und die Geschichte machten den Film zu einem Hit. Ein zweiter Teil war vorprogrammiert, der ebenfalls für klingelnde Kassen sorgte, aber bereits nicht mehr ganz so viele Überraschungen bringen konnte. Teil 3 ist nun leider der Schwächste der Reihe geworden. Nicht nur die Story ist dünn gehalten, auch wirkt der gesamte Film eher wie ein Aufguss seiner Vorgänger, bringt bei weitem nicht mehr so viele schöne Ideen mit sich und ist leider auch nicht mehr sonderlich lustig. Insbesondere im ersten Teil hatte man sehr viel zu lachen, diesmal bleibt das Publikum weitestgehend stumm, mit Ausnahme einiger Szenen.
Diesmal erhält Shrek die ehrenvolle Aufgabe, nach dem Tod von Fionas Vater dessen Posten als König von Weit Weit Weg einzunehmen. Für den grünen Oger gibt es nichts schlimmeres und somit versucht er dem Rat des Verstorbenen zu folgen und macht sich auf die Suche nach Artus, Fionas rebellischem Cousin und einzigem legalem Nachfolger. Gemeinsam mit seinen Freunden dem Esel und dem gestiefelten Kater, macht er sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Thronfolger. Zu allem Übel gesteht ihm Fiona kurz vor seiner Abreise, dass sie Nachwuchs erwartet. Geplagt von schlimmen Babyträumen, macht sich Shrek auf die Reise. Währendessen bekommt es seine Frau mit dem gar nicht charmanten Prinz Charming zu tun und beweist mit diversen Prinzessinnen, was es heißt, eine Frau zu sein.
Saftige Anspielungen auf diverse Märchen sowie liebenswerte Charaktere kann auch Shrek 3 auffahren. Dieses Mal müssen nicht nur Schneewittchen, Captain Hook und Rapunzel, sondern auch der heilige Gral und König Arthurs Tafelrunde für einige Seitenhiebe herhalten. Neben einer erneut großartigen Animation ist der Film mit einem richtig guten Soundtrack versehen, u.a. gibt es Led Zeppelin oder ein wunderbares Froschkonzert zu "Live and Let Die" von den Wings zu hören.
Neben diesen positiven Aspekten hat der Film aber ein großes Manko: den Charakteren fehlt es trotz aller Liebenswürdigkeit an Frische und neuen Ideen. Zwar sind Esel und Kater wieder äußerst unterhaltsam, bieten aber keinerlei neue Aspekte. Der Oger und insbesondere Fiona wirken seltsam farblos und allen Figuren fehlt die nötige Portion Esprit. Gesprochen werden die Rollenim Original wieder von den bekannten Sprechern rund um Antonio Banderas, Mike Myers oder Cameron Diaz, neu im Team ist Justin Timberlake als Artus.
Shrek der Dritte ist keinesfalls nicht zu empfehlen, schöne Momente gibt es allemal. Bewusst machen muss man sich aber, dass man nicht mehr so viel zu lachen hat und viel Neues nicht zu erwarten ist. Bleibt zu hoffen, dass Teil 4 im Jahr 2010 wieder mehr frisches grün enthalten wird. |