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Basierend auf dem Erfolgsroman von Zoe Heller erzählt Richard Eyre die faszinierende und spannende Geschichte zweier Frauen, die ein gemeinsames Geheimnis haben. Mit der enorm intensiven Geschichte, dem unglaublichen Schauspiel der Hauptdarstellerinnen, aber auch den bewegenden Bildern, schafft es Tagebuch eines Skandals die Messlatte für den besten Film des Jahres schon jetzt sehr hoch zu legen!
Beeindruckt und schockiert zugleich - so saßen wir nach der Vorstellung im Kino und realisierten langsam, dass wir gerade wohl einen der besten Filme des jungen Filmjahres 2007 gesehen hatten. Selbst nach einigen Diskussionen waren sich alle einig, dass nicht nur die Geschichte, sondern auch die Hauptdarstellerinnen, sowie die Inszenierung, Musik und Kamera nahezu perfekt sind und man nicht mehr von einem Film erwarten kann.
Barbara Covett (Judi Dench) ist eine ältere Lehrerin an einer Londoner Schule, die die neue Kunstlehrerin Sheba Hart (Cate Blanchett) als ihre Seelenverwandte ausmacht und nach einer anfänglich harmlosen Freundschaft mehr möchte. Als sie Sheba mit einem jungen Schüler in eindeutiger Situation entdeckt, versucht sie die junge Mutter mit diesen Informationen zu erpressen, um von Sheba das zu bekommen, was sie will. Sheba verspricht die Affäre mit dem Schüler zu beenden und das Geheimnis scheint verborgen zu bleiben. Doch dann weicht sie Barbaras Annäherung aus und diese entdeckt, dass die Affäre doch nicht beendet ist. Barbara setzt daraufhin alles daran, Sheba komplett für sich allein zu haben und alles beginnt zu bröckeln.
Die Geschichte aus Zoe Hellers Roman What Was She Thinking: Notes On a Scandal birgt einiges an Sprengstoff. Nicht nur die Affäre zwischen einer Lehrerin und einem Schüler, auch die Stalker-Methoden von Barbara oder das Familienleben von Sheba bieten gutes Material für einen solchen Film. Trotz der idealen Vorraussetzungen muss man Richard Eyre zu der Inszenierung gratulieren, denn selten ist ein Film auf den Punkt so perfekt und drückt soviel zwischen den Zeilen aus, wie es in Tagebuch eines Skandals der Fall ist!
Weiterhin muss man die grandiosen Darstellerleistungen loben; allen voran natürlich Judi Dench, die mit ihrer unheimlich guten Mimik und der fast schon überirdischen Ausstrahlung in jeder Szene 100%ig präsent ist und dem Zuschauer ein ums andere Mal ihre große Klasse beweist. Aber auch Cate Blanchett erweist sich als die ideale Besetzung der Sheba Hart, denn einerseits sehr zerbrechlich, dennoch clever und durchtrieben meistert sie die Rolle der verzweifelten Lehrerin gekonnt.
Tagebuch eines Skandals ist nicht nur etwas für Arthaus-Fans, sondern sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Kinogängers gehören, der wahre Filmkunst sehen will. Abseits der Action- und Horror-Sparte ist dieses Drama zwar ein wenig verstörend, gleichzeitig aber unglaublich unterhaltsam, sodass die 92 Minuten wie im Fluge vergehen und man sich wünscht, dass es noch mehr von diesem Ensemble und dieser Geschichte zu sehen gibt. |