Mehr als zwei Jahre sind nach Der Wixxer ins Land gegangen bis wir die Fortsetzung erleben dürfen. Der Humor ist der gleiche und auch diesmal wird man sich vor Lachen nicht wegwerfen, aber im Vergleich zu anderen deutschen Kino-Komödien (powered by deutschen Comedy-Sternchen) ist Neues vom Wixxer durchaus unterhaltsam.
Die deutschen Komödien sind wie das deutsche Wetter: Wechselhaft, aber meist bewölkt. So muss sich das Kinopublikum mit den Comedy-Stars aus 7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug begnügen und darf nur selten vor der großen Leinwand lachen. Filme wie Wer früher stirbt, ist länger tot sind eben leider nur Ausnahmen in dem ansonsten sehr tristen Kinoalltag, der von Hollywood dominiert wird. Dagegen wollte das Trio Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka angehen und schuf mit Der Wixxer im Jahre 2004 eine Parodie auf die Edgar Wallace Kultstreifen.
Jetzt liegt der zweite Teil der angekündigten Trilogie vor und präsentiert sich mit nahezu unverändertem Humor. Auch bei der Besetzung der Hauptrollen hat sich nicht sonderlich viel getan, denn die Drehbuchautoren übernehmen wieder ihre Rollen aus Teil eins. Unterstützt werden die drei diesmal von dem Edgar Wallace Urgestein Joachim Fuchsberger, den man eigentlich schon für Der Wixxer engagieren wollte. Insgesamt zeigt die Besetzung wieder ein rundes Bild mit einer soliden Leistung, die den stärkeren Fokus auf Ensemblefilm gut in Szene setzt.
Drei Jahre ist es her, dass Chief Inspector Even Longer (Oliver Kalkofe) und Inspector Very Long (Bastian Pastewka) die Identität des Wixxers aufdecken konnten. Doch nach einem erbitterten Kampf mit dem Wixxer taucht eine Todesliste auf, die den beiden Scotland Yard-Polizisten den Schweiß auf die Stirn treibt. Denn nicht nur Very Long, sondern auch Victoria Dickham die Geliebte von Even Longer stehen auf der Liste, auf der bereits ein paar Opfer abgehakt sind.
Ein großer Kritikpunkt des ersten Teils war die Vorhersehbarkeit des Täters. Gerade bei Edgar Wallace-Krimis will der Zuschauer mehr mitfiebern und nicht schon nach 30 Minuten die Identität des Mörders kennen. Daher hat man diesmal erfolgreich versucht den Zuschauer noch mehr an der Nase herumzuführen. Aber auch die Charaktere haben wesentlich mehr Raum und Farbe bekommen, sodass man einige Dinge aus der Vergangenheit der Hauptakteure erfährt. Auch die sympathische Note mit der zum Beispiel Even Longer durch die Liebesgeschichte mit Victoria ausgestattet wurde, verhilft dem Film zu etwas mehr Tiefgang, was insgesamt ein besseres Bild zeichnet als in Teil 1.
Leider erweisen sich auch in der Fortsetzung einige Witze als Rohrkrepierer und schmälern das Vergnügen enorm. Ein wahrer Lichtblick ist allerdings Christoph Maria Herbst, der als Alfons Hatler jedem die Show stiehlt. Die Entwicklung des Hatlers könnte man in Tripple Wixx gerne fortführen, dann wäre vielleicht das Ende der Trilogie endlich eine richtige Komödie, die jeden unterhalten kann. So bleibt das Ganze wohl eher etwas für Fans von Edgar Wallace oder des ersten Teils. Dennoch ist Neues vom Wixxer klarer Punktsieger gegen die 7 Zwerge - Männer allein im Wald!