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La Vie en Rose(La Vie en Rose, 2007)
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22. Februar 2007 DVD: 06. September 2007
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Premiere: |
08. Februar 2007 (Berlinale, Deutschland) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
140 min
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Land: |
Frankreich |
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Darsteller:
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Marion Cotillard (Edith Piaf), Jean-Pierre Martins (Marcel Cerdan), Gérard Depardieu (Louis Leplée), Clotilde Courau (Annetta Gassion), Jean-Paul Rouve (Louis Gassion), Sylvie Testud (Momone), Marc Barbé (Raymond Asso), Caroline Sihol (Marlene Dietrich), Emmanuelle Seigner (Titine), Cathérine Allegret (Großmutter) |
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Regie:
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Olivier Dahan |
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Drehbuch:
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Olivier Dahan |
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 Inhalt
Dem abenteuerlichen (Über)lebenskampf von Frankreichs berühmtester Chanson-Sängerin, Edith Piaf (1915-1963), wird in diesem Portrait ein Denkmal gesetzt. Nach einer Kindheit in größter Armut, aufgewachsen im Bordell und im Zirkus, ohne wirklichen Halt und mit ständig wechselnden Bezugspersonen, erobert der "Spatz von Paris" mit ihrer ausdrucksstarken Stimme die Konzertsäle der Welt und die Herzen ihrer Zuhörer. Höhenflüge und Abstürze wechseln sich ab. Affären und Freundschaften mit bedeutenden Zeitgenossen wie Yves Montand, Jean Cocteau oder Marlene Dietrich zählen ebenso zu ihrem Alltag wie Krankheit, Drogenabhängigkeit und tragische Schicksalsschläge. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Birte Lüdeking
Es ist die gleichermaßen zerbrechlich und kraftstrotzend auftretende junge französische Hauptdarstellerin Marion Cotillard (Ein Gutes Jahr) die über eine sprunghafte, von Leid und Elend dominierte Inszenierung der Biografie Edith Piafs hinwegtröstet, sie trotzdem sehens- und hörenswert macht. Kokett und passioniert absolviert sie eine beeindruckende Tour de Force durch eine Existenz voller extremer Höhen und Tiefen.
"Jedes Mal, wenn die Piaf singt, meint man, sie risse sich endgültig die Seele aus dem Leib", sagte der Dichter Jean Cocteau über die befreundete Künstlerin, die vielleicht auch aufgrund dieser absoluten Hingabe nicht älter als 47 Jahre wurde, nachdem sie ein Leben geführt hatte, das sie am Ende ungefähr zwanzig Jahre älter aussehen ließ und die meisten anderen, weniger Kämpferischen und Begabten, wohl schon viel früher in die Knie gezwungen hätte. Gezeichnet von einem Krebsleiden und einer Vergangenheit voller tragischer Ereignisse gibt sie in einer späten, sehr bewegenden Szene des Films in New York eines ihrer letzten Konzerte. Sie ist eigentlich zu schwach, um zu singen, muss den Auftritt unterbrechen, fleht aber wenig später ihren Freund und Manager (Pascal Greggory) an, wieder auf die Bühne zu dürfen. Als sie zurückkehrt, singt sie "Non, je ne regrette rien" - ihr wohl bekanntestes Lied - als wüsste sie, dass es das letzte Mal sein würde und sieht mit ihren großen Augen und den knallrot geschminkten Lippen dabei aus wie ein trauriger Clown. Es geht umso mehr unter die Haut, nachdem man in den vorangegangenen gut zwei Stunden erfahren hat, wie viel es zu bereuen gäbe.
"Für mich ist das Singen eine Flucht, es geht in eine andere Welt, ich stehe nicht mehr auf dem Boden", erklärte "Der kleine Spatz" - "La Môme Piaf" einmal den Antrieb hinter ihrer Profession und Passion. Bereits die Mutter schlägt sich als Straßensängerin durch, gibt die kleine Edith mit drei Jahren bei der Großmutter ab, wo sie der Vater schwerkrank und vernachlässigt entdeckt und wiederum bei seiner Mutter in einem Bordell zurücklässt. Hier erfährt Edith zum ersten Mal Führsorge durch die Nutte Titine (Emmanuelle Seigner) - eine anrührende Figur, die von Regisseur, Produzent und Co-Autor Olivier Dahan (Die purpurnen Flüsse 2 - Die Engel der Apokalypse) allerdings frei erfunden wurde. Doch schon bald reißt der Vater sie wieder aus ihrer vertrauten, lieb gewonnenen Umgebung und schließt sich einem Wanderzirkus an. Mit 15 verlässt sie ihn und singt in den Straßen von Monmartre für ein warmes Essen. Hier entdeckt sie der Besitzer eines Revuetheaters (Gérard Depardieu), lädt sie zu einem Vorsingen ein und legt damit den Grundstein für ihre internationale Karriere.
Weil mit dem Erfolg aber nicht zwangsläufig auch das Glück für Edith Piaf kam, ist aus La Vie en Rose im Großen und Ganzen eine fahrige und unübersichtliche Aneinanderreihung von trübseligen oder dramatischen Szenen geworden, von denen einige herausragend sind, die meisten aber auf Distanz bleiben: Vernachlässigung und Verrat, körperliche und seelische Zusammenbrüche und Traumata, ein toter Freund, ein toter Geliebter, ein totes Kind. Ein Film, der wild und unfokussiert zwischen den Zeiten, wesentlichen und trivialen Situationen springt und kaum dramaturgische Schwerpunkte setzt, sodass seine Laufzeit von 140 Minuten nicht nur wegen des bedrückenden Inhalts als schleppend und überlang empfunden wird. Genauso wie der Zuschauer mit der endlos scheinenden Verkettung von Leid und Tragik überfordert sein könnte, scheint es auch der wenig erfahrene Olivier Dahan mit seiner Inszenierung einer komplexen Biografie gewesen zu sein. Neben der zeitlosen Musik, die großzügig und wirkungsvoll eingesetzt wurde, ist es in erster Linie Marion Cotillard zu verdanken, dass einem die Piaf trotz ihrer Fehlbarkeiten, der unbequemen Allüren und eines oft launischen Divengehabes, nahe geht. Sie atmet einer außergewöhnlichen Frau und Ausnahmekünstlerin Leben und Leidenschaft ein, die eine Hommage verdient gehabt hätte, die ihr das Wasser reichen kann.  Weitere interessante Filme
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