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Warum Mütter alles besser wissen und Töchter trotzdem immer machen, was sie wollen, ist zentrales Thema von Michael Lehmanns Romantik-Komödie. Für seine Mutter-Tochter-Problematik hat er sich neben Diane Keaton die charmante Mandy Moore geangelt. Trotz bekannter Namen und sympathischen Darstellern kann die Komödie nicht zünden, sondern geht dem Zuschauer vielmehr recht schnell auf die Nerven.
Wer kennt sie nicht, die gut gemeinten Ratschläge von Eltern zur Lebensplanung ihrer Sprößlinge. Darum geht es auch Daphne (Diane Keaton), Mutter dreier erwachsener Töchter. Zwei von ihnen finden nacheinander den Mann für's Leben, nur Milly (Mandy Moore) bleibt erfolglos übrig. Zum Schrecken ihrer Mutter entschließt sie sich dazu, fortan als Single zu leben. Daphne passt das natürlich gar nicht und deshalb begibt sie sich per Internet auf die Suche nach einem passenden Mann für ihre Tochter, ohne deren Wissen. Nach langer Suche bleibt ein Kandidat (Tom Everett Scott) übrig, der bei Daphne lange Zeit als Favorit gehandelt wird. Doch die Verkupplungsaktion verläuft anders als geplant, als ein weiterer Herzbube (Gabriel Macht) in Millys Leben auftaucht. Zunächst läuft Milly zweigleisig durch's Leben, trifft ihre Wahl dann aber lange bevor sie sich diese eingestehen will.
Michael Lehmann hat es sicherlich gut gemeint mit einer Thematik, die alle Kinder, ob Junge oder Mädchen, schon einmal miterlebt haben. Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder und wenn der berufliche Weg gefestigt scheint, fehlt nur noch das Liebesglück zur Vollkommenheit. Seine Frauen wirken in Von Frau zu Frau allesamt aber furchtbar überzogen.
Diane Keaton gibt eine übereifrige, nervige Mutter, deren guter Wille selbst beim Zuschauer schnell auf Ablehnung stößt. Mandy Moore verleiht ihrer Rolle der leicht tapsigen Milly sympathische Züge. Das sie sich dennoch soviel von ihrer Mutter gefallen lässt, ist genauso ein Rätsel wie das Verhalten ihrer Schwestern, die anscheinend auch nur tun, was Mama gerne möchte.
Wer für Milly das richtige Herzblatt ist, weiß der Zuschauer leider lange Zeit vor ihr. Zudem sind starke Nerven gefragt, um vier Frauen zwei Stunden plappernd und kichernd ertragen zu können. Wirklich einsamen Herzen könnte dieser Liebesreigen allerdings gefallen. |