|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Die Fälscher(Die Fälscher, 2007)
| Dt.Start: |
22. März 2007 DVD: 01. Oktober 2007
|
 |
Premiere: |
Februar 2007 (Berlinale, Deutschland) |
| FSK: |
ab 12
|
Genre: |
Drama |
| Länge: |
98 min
|
Land: |
Deutschland, Österreich |
|
Darsteller:
|
Karl Markovics (Salomon Sorowitsch), August Diehl (Adolf Burger), Devid Striesow (Friedrich Herzog), Martin Brambach (Holst), Veit Stübner (Atze), August Zirner (Dr. Klinger), Andreas Schmidt (Zilinski), Sebastian Urzendowsky (Kolja), Lenn Kudrjawizki (Loszek), Tilo Prückner (Hahn), Marie Bäumer (Aglaia), Dolores Chaplin (Rothaarige) |
|
Regie:
|
Stefan Ruzowitzky |
|
Drehbuch:
|
Stefan Ruzowitzky |
|
 Inhalt
Während des Zweiten Weltkrieges beschloss die Führung des deutschen Reiches, Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner zu fälschen, um so deren Wirtschaft zu schwächen. Im KZ Sachsenhausen wurde unter dem Decknamen "Unternehmen Bernhard" eine Fälscher-Einheit installiert, die von dem renommierten Fälscher Salomon Sorowitsch geleitet wurde. Die an dem Projekt teilnehmenden Häftlinge genossen dabei ungeahnte Privilegien, mussten ihr Tun aber mit ihrem Gewissen vereinbaren können. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Julia Stache
Basierend auf den Erinnerungen des KZ-Häftlings und Zeitzeugen Adolf Burger, erzählt Die Fälscher von einer der größten Geldfälscheraktionen des NS-Regimes. Regisseur Stefan Rudowitzky (Anatomie) verfilmte die dramatische Geschichte mit einem überzeugenden deutschen Darstellerensemble. Die authentische und sehr emotionale Erzähl- und Spielweise geht unter die Haut.
Unter dem Decknamen "Unternehmen Bernhard" wurde in den letzten Kriegsjahren des Zweiten Weltkrieges eine der größten Geldfälscheraktionen aller Zeiten im KZ Sachsenhausen durchgeführt. Die Führung des Deutschen Reiches entschließt sich, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die leeren Kriegskassen füllen. Zwei Baracken des KZ-Lagers werden in eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt umgebaut. Aus anderen Lagern werden Häftlinge umgelagert, die die erforderlichen beruflichen Qualifikationen mitbringen: Drucker, Bankbeamte und Handwerker. Als Gefangene "erster Klasse" müssen sie ihrem Feind zum Sieg verhelfen und werden dafür bevorzugt behandelt. Das Leben im goldenen Käfig bringt zwar einige Vorteile mit sich, doch dass es hinter den mauern anders zugeht, entgeht den Häftlingen trotzdem nicht.
Der Österreicher Stefan Rudowitzky nahm sich den Tatsachenbericht "Des Teufels Werkstatt" von Adolf Burger als Vorlage. Burger schildert darin als Überlebender und zugleich Zeitzeuge das Geschehen in der Werkstatt und im KZ. Die Geschichte mutet äußerst absurd an. Gefangene, die als letzter Abschaum behandelt werden, sollen dem Feind zum Sieg verhelfen. Fügen sie sich nicht, entzieht man ihnen nicht nur die bevorzugte Behandlung, sondern erschießt sie gnadenlos. Der Zwiespalt, der auf beiden Seiten zwangsläufig entsteht, wird durch Rudowitzky in eine faszinierende Geschichte verpackt. Aber es ist nicht nur die Erzählung, die dramaturgisch überzeugend umgesetzt ist. Auch die schauspielerische Leistung ist herausragend. Insbesondere Karl Markovics und Devid Striesow brillieren in ihren Rollen als Leiter der deutschen Geheimaktion und Leiter der Fälschergruppe. Ihre Beziehung wird getragen durch ständige Konfrontation und Zusammenarbeit.
Die Fälscher ist ein bisher weitgehend unbekanntes Stück deutscher Geschichte. Perfekt umgesetzt, bedrohlich, spannend und überzeugend gespielt.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2012 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|