Das Brüderpaar Mark und Michael Polish erzählt die Geschichte eines Traums vom Fliegen. Ein Farmer mit Raumfahrtkenntnissen möchte die Welt von oben erleben und verwirklicht seinen Wunsch durch den Bau einer Rakete. Schöne Aufnahmen und gute Darsteller sorgen für kurzweilige Unterhaltung mit wenig Tiefe.
Der Traum vom Fliegen verfolgt Charles Farmer seit seiner Kindheit. Allerdings möchte er die Welt von ganz oben sehen, nämlich aus dem Weltall. Weil sein Vater aber früh stirbt, muss Charles seine Astronautenausbildung abbrechen, um die Farm der Familie zu übernehmen. Dort lebt er fortan mit seiner Frau und seinen zwei Kindern und versucht an seinem Traum festzuhalten. In der Scheune bastelt er an einer Rakete, mit der er ins All fliegen möchte. Unterstützt wird er durch seine Familie, auch wenn die hohen Ausgaben für sein Hobby ihn und seine Familie an den finanziellen Ruin führen. Als die US-Behörden von Charles' Plan erfahren, werden auch die Medien auf ihn aufmerksam.
Die Regiearbeit des Zwillingspaares Mark und Michael Polish erzählt vom großen Traum, den viele Menschen haben und der sich meist nur schwer verwirklichen lässt. The Astronaut Farmer trägt dabei sowohl humorige als auch nachdenkliche Momente. Die Komik schwankt meist zwischen recht netten Ideen, wie z.B. dem auf einem Pferd reitenden Charles im Astronautenkostüm oder der Suche nach Werbepartnern, die mit einem Schriftzug auf der Rakete verewigt werden sollen, und der völlig überzogenen Darstellung eines FBI-Paares, dessen Spiel in einem Klamaukfilm besser aufgehoben wäre. Trotzdem hat man als Zuschauer mit Charles Mitgefühl, drückt ihm stets die Daumen, dass sein abstruser Traum in Erfüllung gehen wird. Wenn es dann aber endlich soweit ist, dann kann sich das Glücksgefühl des Protagonisten nicht auf den Zuschauer übertragen.
Der Bau der Rakete sowie deren Start und Flug durch das All sind natürlich fern jeder Realität, denn trotz großem Interesse an der Raumfahrt und Unterstützung eines erfahrenen Raumfahrers kann ein solches Projekt einfach nicht im Alleingang umgesetzt werden. Überzeugend sind dafür in ganzer Linie die Darsteller, allen voran natürlich Billy Bob Thornton als Charles, dem die Begeisterung an seinem Plan stets anzumerken ist. Ein gewisses Ehrgefühl für das Durchhaltevermögen der Familie kann Virginia Madsen als Charles Frau herausspielen. Des Weiteren glänzt der Film durch wunderbare Landschaftsaufnahmen.
Alles in allem kann Astronaut Farmer an manchen Stellen überzeugen, an anderen leider nicht. Die Idee der Geschichte ist außergewöhnlich, wenn gleich nicht überzeugend genug erzählt und umgesetzt. Für einen Moment dem Traum nahe zu sein, dafür reicht der Besuch des Films allerdings aus.