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Trotz meisterlicher Inszenierung stellt sich dieser Film als große Enttäuschung heraus. Grund dafür sind weder Bebilderung, noch die guten Darbietungen des Casts, sondern vielmehr seine konstruierte Geschichte, die zudem noch an ihren unfreiwillig komischen Dialogen zu leiden hat, welche in jeder Soap besser aufgehoben wäre.
Egal was Zhang Yimou bisher in die Hand nahm, es kamen immer großartige Filme dabei heraus. Ob man jetzt eher Fan seiner Epen (House of Flying Daggers, Hero)) oder seinen ruhigeren Dramen (Heimweg, Happy Times) ist: Der Zuschauer bekam immer großes Kino geboten und warum sollte sich bei seinem neuesten Werk etwas ändern?
Am Vorabend des Chrysanthemenfestes kehrt Kaiser Ping zu seiner Familie in den Palast zurück um festzustellen, dass in seiner Abwesenheit allerlei Pläne gegen seine Herrschaft geschmiedet worden sind. Er erfährt auch von dem Verhältnis seiner Gemahlin mit ihrem Stiefsohn und stellt nun selbst Intrigen auf die Beine um seinen Platz zu sichern.
Hat die Geschichte an manchen Stellen noch Züge von Shakespeare-Dramen, driftet sie jedoch von Minute zu Minute auf immer niedrigeres Niveau ab. Jeder intrigiert gegen jeden und die Wendungen sind an manchen Stellen so abstrus, dass man als Zuschauer nicht mehr weiß ob man Lachen oder Weinen soll. Hinzu kommen noch unfreiwillig komische Dialoge, die in so mancher Soap sicherlich besser aufgehoben wären.
Zum Glück versteht Zhang Yimou sein Fach und schafft es aus dieser bescheidenen Geschichte inszenatorisch noch das Beste herauszuholen: Seine farbenfrohe Bildgewalt und deren Symmetrie ist unglaublich und auch die vergleichsmäßig wenigen Actionszenen sind auf höchstem Niveau in Szene gesetzt. Hinzu kommt noch ein perfektes Set-Design und eine passende Musikauswahl, die den Film zumindest inszenatorisch perfekt werden lässt.
Den Darstellern ist ebenfalls wenig vorzuwerfen, so wissen diese durch die Bank zu gefallen, auch wenn Chow Yun-Fat leider viel zu wenig Leinwandzeit gegeben wurde um sein Potential vollkommen ausspielen zu können. So ist es hauptsächlich Gong Li, die die Fäden in der Hand hält und eine gewohnt großartige Leistung abliefern darf.
Würde der Film nicht an seiner bescheidenen Story kranken, stehe Der Fluch der goldenen Blume nichts im Wege erneut an die großen Filme des Regisseurs anzuknüpfen. So stellt er sich, trotz großartiger Inszenierung, als sein bisher schwächstes Werk heraus und dürfte er gerade seine größten Fans enttäuschen. |