The Vampire Hunter Poster

Film-Seite zu The Vampire Hunter
Trailer zu The Vampire Hunter
Poster zu The Vampire Hunter
Offizielle Seite
PDF zu The Vampire Hunter

The Vampire Hunter

(The Witches Hammer, 2006)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 14. Juni 2007
Premiere: 22. Mai 2006 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: nicht bekannt Genre: Horror
Länge: nicht bekannt Land: UK
Darsteller: Stephanie Beacham (Madeline), Claudia Coulter (Rebecca), Andrew Cullum, Tom Dover, Harold Gasnier, Adrian Johnson, Liza Keast, Sally Reeve, Magda Rodriguez (Kitanya), Jonathan Sidgwick (Edward), Jason Tompkins (Oscar)
Regie: James Eaves
Drehbuch: James Eaves


Inhalt

Die streng geheime Organisation "Project 571" rettet Rebecca das Leben und bildet sie zur Vampirjägerin aus. Als die Organisation von einer Vampir-Gang zerschlagen wird, liegt das Schicksal der Menschheit in den Händen von Rebecca und zweier Priester. Sie müssen den Vampir-Meister Hugo Renoir aufhalten, bevor er eine Zeremonie vollenden kann, die die Seelen der Verdammten auf Erden freisetzt.
Shopping-Box
DVDs zu The Vampire Hunter Amazon-Shop
zum Film
Merchandising zu The Vampire Hunter Poster & Merchandise
zum Film
The Vampire Hunter bei eBay Artikel bei eBay
zum Film
The Vampire Hunter bei Billiger.de Preisvergleich
für den Film

Durchschnittliche Redaktionswertung

The Vampire Hunter hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 68%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
The Vampire Hunter hat eine Wertung von 68%
Mit dem unkonventionellen Vampir- und Hexenfilm The Vampire Hunter beweisen die Macher ihre Liebe zum Horror-Genre. Der Film ist ein wilder Mix aus verschiedenen Elementen, wobei der typische britische Humor eindeutig am deutlichsten vorhanden ist. Auch, wenn bei diesem B-Movie hier und dort offensichtlich das Budget fehlte, so hat man dennoch - Dank einer gehörigen Portion Selbstironie - als Fan des Genres durchaus seinen Spass.

Bild aus The Vampire Hunter Bei jedem Film, welchem nur ein relativ geringes Budget zur Verfügung steht, stellt sich die Frage, worauf man sich konzentrieren will, beziehungsweise, wofür das Geld am ehesten ausgegeben werden soll. Diese notwendigen Kompromisse führen mal zu besseren, mal zu schlechteren Resultaten. The Vampire Hunter gehört eindeutig zur ersten Kategorie, da man hier scheinbar genau die richtigen Antworten auf die Frage der Budgetverteilung gegeben hat. So fällt zwar die Tatsache sofort auf, dass es sich um ein B-Movie handelt (und dies nicht nur anhand der bescheidenen Effekte), doch man muss trotzdem sagen, dass die wichtigen Dinge solide und gelungen eingefangen wurden.

Gleich zu Anfang erleben wir das Ableben von Rebecca (Claudia Coulter), als sie von einem Vampir gebissen wird. Selbst zum Vampir mutiert wird sie vom geheimen Projekt 751 aufgenommen und zu einer genetisch verbesserten Vampir-Jägerin gezüchtet. Als Vampire das Projekt zerschlagen, erhält sie von einem Priester den Auftrag, zu verhindern dass der Vampir-Meister Hugo Renoir das sagenumwobene Buch The Witches Hammer in die Finger bekommt. Ansonsten wird dieser mit Hilfe des Buches die drei Seelen der Verdammten freisetzen. Das klingt ein bisschen nach Blade? Ansatzweise. Ein typischer Vampirfilm? Nicht ganz und dazu noch mit Hexen, verdammten Seelen und diversen anderen Abwandlungen dieser Wesen. Also eher ein Hexenfilm? Auch nicht, und genau das zeichnet den Film aus: er bedient sich fröhlich dort, wo es ihm passt. Dann wird alles in einen Topf geworfen, umgerührt, und schon ist diese Suppe made in the U.K. servierbereit.

Durch diese Verknüpfung verschiedener Elemente legt der Film gleich zu Beginn eine, in diesem Genre ansonsten doch stark vertretene, Engstirnigkeit ab, was bis zum Schluss deutlich spürbar bleibt. So werden in eine ziemlich ernste und blutige Geschichte immer wieder unerwartete Slapstick-Elemente eingebaut, wodurch das Horror-Genre ein ums andere Mal einen heftigen - aber witzigen - Tritt in den Allerwertesten versetzt bekommt. Zwischendurch fühlt man sich sogar an eine britische Version von Bad Taste erinnert, wobei The Vampire Hunter bei Weitem nicht so viel Blut enthält. Es gibt sogar viele Szenen, in welchem die Kills lediglich angedeutet werden. Geht es jedoch darum, in einem - leider etwas zu wenig dynamisch in Szene gesetzten - Showdown dem Ober-Bösewicht den Garaus zu machen, wird wiederum alles gezeigt. Dies wirkt sich sehr positiv auf den Gesamteindruck aus und hilft, über die oftmals etwas kitschig angehauchten Effekte hinweg zu sehen, da der Film auf diese Weise und auf seinem Niveau sehr stimmig wirkt.

Im Kontrast zu der gekonnt eingesetzten Selbstironie, geben sich alle Darsteller mit Erfolg grosse Mühe, ihre Rollen mit einer fast theatralischen Ernsthaftigkeit zu spielen. Dadurch wirkt die Geschichte auf eine sehr unkonventionelle Art und trotz aller kleinen Mängel, durchaus ansprechend und man bleibt bis zum Schluss gefesselt. Auch wird eine sehr gute Kampf-Choreographie geboten: es handelt sich zwar eher um schlicht gehaltene Kampfstile, doch kann man hier dafür den Ablauf eines Kampfes nachvollziehen (was in modernen Produktionen mit riesigem Budget heutzutage oftmals leider nicht der Fall ist). Den grössten Anteil daran, dass es sich hier um einen gelungenen kleinen Film für Fans (und offensichtlich auch von Fans) handelt, muss man eindeutig Claudia Coulter als Vampir-Jägerin und Kämpferin Rebecca zusprechen. Den ganzen Film hindurch sieht sie nicht nur sehr gut aus, sondern besitzt sogar eine starke Ausstrahlung. Je näher man dem Ende des Films kommt, umso mehr fällt sogar auf, wie cool Rebecca im Gegensatz zu Blade in dessen letzten Teil wirkt - vielleicht hätte man auch dort jemanden nehmen sollen, dem die Rolle offensichtlichen Spass bereitet.

Abschliessend lässt sich sagen, dass wir es hier zwar nicht mit einem Meisterwerk zu tun haben, doch ist es ein unterhaltsamer Film, der vor Liebe zum Genre förmlich trieft und sich dabei einfach mal so eben fröhlich alle zur Verfügung stehenden Freiheiten nimmt. Das macht es zu einem sympathischen Streifen, der in der richtigen Gesellschaft auch als Partyfilm seine Fans finden könnte und dadurch sogar berechtigte Chancen hat, in gewissen Kreisen Kultstatus zu erlangen.



Weitere interessante Filme




Film vorschlagen
Rise: Blood Hunter
Dt. Start: nicht bekannt
Vorschlag entfernen
Blade: Trinity
Dt. Start: 20. Jan 2005
Vorschlag entfernen
Blade II
Dt. Start: 02. Mai 2002
Vorschlag entfernen
Blade
Dt. Start: 03. Dez 1998
Vorschlag entfernen
 

© 2012 MovieMaze.de