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Lebenszeichen - Proof of Life(Proof of Life, 2000)
| Dt.Start: |
22. März 2001
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Premiere: |
04. Dezember 2000 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Action, Drama, Thriller |
| Länge: |
135 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Meg Ryan (Alice Bowman), Russell Crowe (Terry Thorne), David Morse (Peter Bowman), Pamela Reed (Janis Goodman), David Caruso (Dino), Anthony Heald (Ted Fellner), Stanley Anderson (Jerry), Gottfried John (Kessler), Alun Armstrong (Wyatt), Michael Kitchen (Ian Havery), Margo Martindale (Ivy), Mario Ernesto Sánchez (Fernandez), Pietro Sibille (Juaco), Vicky Hernández (Maria), Norma Martinez (Norma) |
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Regie:
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Taylor Hackford |
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Drehbuch:
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Tony Gilroy, William Prochnau |
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Inhalt
In der Ehe von Alice und Peter Bowman krieselt es, denn obwohl Alice sich nach einem gewöhnlichen Leben in den USA sehnt, schleppt sie ihr Mann durch die Weltgeschichte um seine Karriere als Ingenieur voranzutreiben. Eines Tages wird Peter auf dem Weg zur Arbeit von einheimischen Guerillas entführt und in den Dschungel verschleppt. Gemeinsam mit dem Kidnapping-Experten Terry Thorne versucht Alice ihren Mann aus den Fängen der Entführer zu befreien. |  |
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Letzte Woche war es mir endlich vergönnt den Film zu sehen, der wochenlang die Klatschspalten der Zeitungen und Zeitschriften füllte. Nicht etwa weil er ein besonders kontroverses Thema behandelt oder irgend jemand mit den Umständen der Dreharbeiten nicht zufrieden war (wie man es ja bereits bei anderen Filmen erlebt hatte) sondern weil die Affaire zwischen Russell Crowe und Meg Ryan am Set von Lebenszeichen - Proof of Life ihren Anfang nahm. Es stellte sich nun die Frage, ob dies jetzt eine ungewollte aber äußerst effektive Gratis-Werbung für den Film war oder ob der Trubel hinter den Kulissen nur vom eigentlichen Inhalt des Films ablenken würde. Das Einspielergebnis am US-Startwochenende sprach eine mehr als deutliche Sprache: Die Amis waren viel mehr an Megs zerbrochener Vorzeige-Ehe mit Dennis Quaid als an einer spannenden Entführungs-Geschichte interessiert und so spielte Lebenszeichen - Proof of Life in den folgenden Wochen nicht einmal die Hälfte seiner Produktionskosten wieder ein.
Das ist eigentlich sehr schade, denn der Film hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Taylor Hackford der zuletzt mit Im Auftrag des Teufels Unterhaltung aller erster Güte ablieferte, hat auch diesmal seine Hausaufgaben gemacht. Alles begann damit, daß Taylor in der Vanity Fair eine Reportage über die Arbeit sogenannter "K&R" (Kidnapping & Ransom) Experten las. Diese Profivermittler stehen den Angehörigen von Entführungsopfern als Mittelsmänner zwischen ihnen und den Entführern zur Seite. Sie stellen den Kontakt zu den Kidnappern her, verhandeln über eine Lösegeldsumme, sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Übergabe und ermöglichen dadurch eine sichere Heimkehr der Entführten. Taylor war sofort fasziniert von dem Stoff und beschloß ihn zu seinen nächsten Film zu verarbeiten. Im Zuge einer äußerst umfrangreichen Recherche machte sich Taylor als nächstes an das Buch "Long March to Freedom: Tom Hargrove's Own Story of His Kidnapping by Columbian Narco-Guerillas" und führte jede Menge Gespräche mit Betroffenen. Man merkt dem fertigen Film auch an, daß der Regisseur einen hohen Wert auf Authentizität und Glaubwürdigkeit gelegt hat, denn die fiktive Geschichte über die Entführung des Ingenieurs Peter Bowman wirkt zu jedem Zeitpunkt äußerst realistisch.
So ein Film wie Lebenszeichen - Proof of Life steht und fällt natürlich mit seinen Hauptdarstellern und die haben neben ihrer Liebelei noch genug Energie gefunden zwei bemerkenswerte Leistungen abzuliefern. Sweetheart Meg Ryan zeigt nach You've Got Mail und Hanging Up endlich mal wieder, daß sie auch ernste Rollen spielen kann und Russell Crowe steht jetzt echt an der Schwelle in den engen Kreis meiner Favourite Actors aufgenommen zu werden. Der Mann ist einfach ein exzellenter Schauspieler, da kann man sagen was man will. Mir gefiel auch Taylors Handlungsaufbau recht gut, zunächst ein wenig Action zum Einstieg, dann die scheibar endlos dauernden Verhandlungen mit den Guerillas und schließlich ein temporeiches Finale. Die Liebesgeschichte zwischen Alice und Terry wurde im fertigen Film größtenteils rausgenommen und ist nur noch in einigen Szenen ansatzweise zu erahnen. Grund dafür waren die ersten Testvorführungen des Films, bei denen sich die Zuschauer diesbezüglich äußerst negativ geäußert hatten. Ob es dem Film letzten Endes etwas gebracht hat, vermag ich jetzt nicht zu beurteilen. Jedenfalls funktioniert die Geschichte so wie sie im fertigen Film präsentiert wird und darauf kommts ja schließlich an. Fazit: Lebenszeichen - Proof of Life erzählt nicht unbedingt eine neue Story, aber er liefert sie uns zumindest in einer äußerst ansprechenden neuen Verpackung. |  | | von Thomas Brendel |

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