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Lebenszeichen - Proof of Life

(Proof of Life, 2000)

Durchschnittliche Redaktionswertung

71%



Inhalt

In der Ehe von Alice und Peter Bowman krieselt es, denn obwohl Alice sich nach einem gewöhnlichen Leben in den USA sehnt, schleppt sie ihr Mann durch die Weltgeschichte um seine Karriere als Ingenieur voranzutreiben. Eines Tages wird Peter auf dem Weg zur Arbeit von einheimischen Guerillas entführt und in den Dschungel verschleppt. Gemeinsam mit dem Kidnapping-Experten Terry Thorne versucht Alice ihren Mann aus den Fängen der Entführer zu befreien.

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Lebenszeichen - Proof of Life

Kritik

von Nils Kappel

Wertung Kritik

71%

Wer zu Beginn des Films ernste Zweifel an dessen Tauglichkeit hat, sollte sich nicht beirren lassen und trotz der wenig spektakulären ersten 10 Minuten nicht abschalten: Es lohnt sich (größtenteils)! Der Film von Regisseur Taylor Hackford (Ray) punktet mit guten Darstellern, Spannung und Dramaturgie. Auch wenn leider manchmal Realität und Erzählfluss auf der Strecke bleiben.

Der Ingenieur Peter Bowman (David Morse, The Green Mile) arbeitet im fiktiven südamerikanischen Staat Teccala an einem Staudammprojekt für eine Ölfirma, welche sich durch die gemeinnützige Arbeit wichtige Rechte zum Bau einer Pipeline erhofft. Für Peter ist es egal, woher das Geld für den Damm kommt, ihm ist wichtig, der lokalen verarmten Bevölkerung einen Hoffnungsschimmer und frisches Wasser zu geben. Unglücklicherweise sehen das die separatistischen Freiheitskämpfer der ELT etwas anders und nehmen Peter beim Überfall auf eine polizeiliche Straßensperre gefangen. Als sie herausfinden, dass er vermeintlich für die Ölfirma arbeitet, erhoffen sie sich ein umfangreiches Lösegeld. Das ruft den Kriseninterventionsvermittler und Angestellten einer Entführungsversicherung, Terry Thorne (Russel Crowe, Gladiator) auf den Plan, der Peters am Boden zerstörter Ehefrau Alice (Meg Ryan, Stadt der Engel) fortan bei den Verhandlungen mit den Geiselnehmern hilft.

Nach einem etwas schwachen Start, in dem die Familie und vor allem Peters Arbeit vorgestellt wird, entwickelt sich in Lebenszeichen - Proof of Life eine anhaltende Spannung. Peters Entführung ist schnell, effizient und erschreckend kompromisslos. Der Film wechselt in steter Folge zwischen der aufgelösten Alice und den Kidnappern hin und her. Während Alice tatenlos in ihrem Haus auf ein Lebenszeichen hoffen muss, wird Peter immer tiefer in den Dschungel und die Berge verschleppt. Dass die spanische Konversation der Entführer dabei nicht untertitelt ist, macht die hilflose Lage des amerikanischen Ingenieurs nur umso deutlicher. Die Machtlosigkeit der Ehefrau springt auf den Zuschauer über, ebenso wie der Schmerz, den Peter erleidet. Da ist es wohltuend, wenn der abgeklärte Vermittler Terry auf den Plan gerufen wird. Extrem glaubwürdig und überzeugend von Russel Crowe in Szene gesetzt, führt er fortan die Verhandlungen mit den Geiselnehmern. Mit erschreckender Schonungslosigkeit machen die Entführer keinen Hehl daraus, dass ihnen Peters Leben am Ende nichts wert ist.

Zu den Schwächen des Films gehört u.a. die konstruiert eingebaute Geschichte von Peters und Alices in Afrika tot geborener Tochter. Diese soll die emotionale Bindung der beiden verdeutlichen, verliert sich aber in der Hektik des Geschehens. Auch einige Durchhänger, vor allem bei zu langen Dialogen der spanischsprachigen Entführer, schmälern die Spannung. Fehlender Realismus trügt darüber hinaus hier und da das unerschrockene Vorgehen der Entführer. "Hätte Peter nicht in diesem verdammten Cabrio gesessen", beschwert sich seine Frau. Als wenn ein Dach am Auto etwas an der Entführung verhindert hätte.

Doch trotz dieser Unzulänglichkeiten ist der Film gerade wegen der tadellosen schauspielerischen Leistung, der spannenden Story und der schonungslosen Inszenierung einen Blick wert und lohnt sich auf jeden Fall für einen gemütlichen DVD-Abend!

Keine weitere Wertung


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