Keine geringere als Latino-Diva Jennifer Lopez spielt die Hauptrolle in Gregory Navas auf wahren Ereignissen beruhendem Thriller. Grundlage des Films ist eine bis heute ungeklärte Mordserie an mexikanischen Arbeiterinnen Anfang 90er Jahre. Trotz des aktuellen Bezugs, gelingt es Navas nicht, einen glaubhaften und schlüssigen Film abzuliefern. Da helfen auch weitere bekannte Darsteller wie Antonio Banderas oder Martin Sheen nicht weiter.
Die ambitionierte Chicagoer Reporterin Lauren Adrian (Jennifer Lopez) träumt von der großen Karriere. Von ihrem Boss wird sie nach Juarez, Mexiko geschickt. Dort soll sie einer Mordserie nachgehen, der bereits Hunderte junger Arbeiterinnen aus den Maquiladoras, den Grenzfabriken, die für den US-Markt Elektrogeräte produzieren, zum Opfer gefallen sind. Vor Ort bittet sie ihren Ex-Kollegen Alfonso Diaz (Antonio Banderas) um seine Hilfe. Sie stoßen auf die junge Fabrikarbeiterin Eva (Maya Zapata), die als Einzige einen solchen Überfall überlebt hat, und nehmen sich ihrer an. Ihre Nachforschungen ziehen die Beiden immer weiter in einen Strudel aus Gewalt, Intrigen und Korruption. Es scheint, als sind oberste Regierungsmitglieder der Vereinigten Staaten in die Mordserie verwickelt. Während Lauren versucht Eva zu helfen, muss sie zunehmend ums eigene Überleben kämpfen.
Der Thriller basiert lose auf einer bis heute ungeklärten Mordserie an mexikanischen Arbeiterinnen an der Grenze zwischen Texas und Mexiko Anfang der 90er Jahre. Die Anzahl der damaligen Opfer betrug um die 70. Da die Mordserie bis heute nicht gestoppt werden konnte, zählt man inzwischen bis zu 500 Tote, noch einmal so viele werden immer noch vermisst.
Navas liefert einen gut gemeinten, aber am Ende doch furchtbar unglaubwürdigen und unlogischen Film ab. Jennifer Lopez nimmt man in keiner Sekunde die engagierte Journalistin ab. Leider gibt es in dem Thriller viele unlogische Erzählmomente, die sich auch am Ende des Films nicht als schlüssig erweisen wollen. Vielmehr bekommt man im Verlauf des Films den Eindruck, es könnte sich um einen Werbefilm für Lopez hübsches Gesicht handeln. Sie erscheint auch nach einer Flucht aus brennenden Hütten und Prügeleien frisch gestylt und ohne Kratzer wie ein James Bond. Zudem ist ihr leider auch nicht allzu großes schauspielerisches Talent gegeben und so wird die Rolle einer engagierten Reporterin, die mit Ehrgeiz und Neugier am Werk ist, zu einer eher fragwürdigen Darstellung.
Bordertown verkommt trotz brisanter und erschütternder Thematik zu einem unglaubwürdigen Schauspiel, bei dem sich jeder Journalist nur an den Kopf fassen kann. Fragen wirft er dann aber trotzdem auf. Nämlich die, warum sich keine Regierungsbehörde wirklich gründlich mit der Aufklärung der Morde befassen möchte.