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Klang der Stille - Copying Beethoven

(Copying Beethoven, 2006)

Dt.Start: 05. April 2007 Premiere: 30. Juli 2006 (Festival, USA)
FSK: ab 6 Genre: Drama
Länge: 105 min Land: USA
Darsteller: Ed Harris (Ludwig van Beethoven), Diane Kruger (Anna Holtz), Matthew Goode (Martin Bauer), Ralph Riach (Wenzel Schlemmer), Joe Anderson (Karl van Beethoven), Nicholas Jones (Erzbischof Rudolph), Bill Stewart (Rudy), Angus Barnett (Krenski), Viktoria Dihen (Magda), Karl Johnson (Stefan Holtz), Phyllida Law (Mutter Canisius)
Regie: Agnieszka Holland
Drehbuch: Stephen J. Rivele, Christopher Wilkinson


Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1824: Der berühmte Komponist Ludwig van Beethoven ist vom Leben gezeichnet. Er ist alt, krank und lebt in Isolation. Zu allem Überfluss ist auch seine neunte Symphonie in Gefahr, da er sie nicht pünktlich zum Premierestart fertig stellen konnte. Sein Verleger Wenzel Schlemmer ist völlig verzweifelt, bis ihm plötzlich die rettende Idee kommt: Er engagiert zur Fertigstellung der Partitur die 23-jährige Konservatoriums-Studentin Anna Holtz, obwohl er genau um die Macken Beethovens weiß. Beethoven ist nicht nur alt geworden... nein, das Genie ist zutiefst arrogant, exzentrisch und herrisch.
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Kritik

Klang der Stille - Copying Beethoven hat eine Wertung von 50%
Regisseurin Agnieszka Holland beschäftigt sich auch in ihrem neuen Film Klang der Stille - Copying Beethoven erneut mit einer historischen Figur und gewohntem Terrain. Das Drama über den berühmten Komponisten Ludwig von Beethoven bringt dem Zuschauer nicht nur die wunderbare Musik nahe, sondern zeigt die Person Beethovens in all seinen Facetten. Der nicht nur für Klassikfreunde interessante Film kann auf der musikalischen Seite voll überzeugen, darstellerisch hingegen gibt es einige Unstimmigkeiten.

Bild aus Klang der Stille - Copying Beethoven Wien im Jahre 1824: Kopist und Verleger Wenzel Schlemmer engagiert für die Arbeit an Ludwig von Beethovens neunter Sinfonie die junge Konservatoriumsstudentin Anna Holtz (Diane Kruger). Sie soll kurz vor der anstehenden Premiere des Stücks die letzten Noten der Partitur zu Papier bringen. Beethoven (Ed Harris) akzeptiert die junge Frau nur widerwillig, nimmt sie dann aber zunehmend zeitlich in Beschlag. Die immer stärker werdende Bindung verändert beider Leben. Nachdem Anna dem Künstler hilft, seine Sinfonie zu dirigieren, zeigt er sich tatsächlich für einen Moment aufrichtig dankbar. Diese Freundlichkeit schätzt Anna jedoch falsch ein und die intensive Bindung zwischen ihnen beginnt zu zerbrechen.

Klang der Stille - Copying Beethoven zeigt die exzentrische Figur Beethovens von allen Seiten. Ed Harris, auf den ersten Blick nicht zu erkennen, weiß die Launen des tauben Genies überzeugend zu vermitteln. Die gesamte Geschichte ist sehr ruhig erzählt, überraschende Wendungen gibt es kaum. Das Hauptaugenmerk liegt deshalb auf den beiden Hauptdarstellern und das ist auch das Manko des Films. Diane Kruger weiß zwar in der Rolle der ruhigen Studentin zu überzeugen, jedoch kann sie die Leidenschaft, mit der sie ihrer Arbeit nachgeht aufgrund des ständig gleichen Gesichtsausdrucks in keinster Weise vermitteln. Sie wirkt stets wie ein Hund, der Angst davor hat, geschlagen zu werden. Dem gegenüber steht Ed Harris mit der vielseitigen Darstellung seiner Figur. Durchaus interessant ist es jedoch, die relativ unbekannte Arbeit des Kopisten näher kennen zu lernen, insbesondere die Bedingungen, unter denen einst gearbeitet wurde.

Holland versucht sich in einer Mischung aus Porträt und emotionalem Drama. Dabei überzeugt sie mit musikalisch und historisch genauer Darstellung und zeigt einen sensiblen Menschen, der in seiner Musik gefangen ist. Die Genialität des Künstlers wird überzeugend transportiert, doch die Geschichte dazwischen dümpelt wenig ansprechend dahin. Eine andere Darstellerin und ein weniger kitschiges Ende hätten dem Drama zudem gut getan.

von Julia Stache


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