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Dark Ride

(Dark Ride, 2006)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 16. März 2007
Premiere: 17. November 2006 (Festival, USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror, Thriller
Länge: 94 min Land: USA
Darsteller: Jamie-Lynn DiScala (Cathy), Patrick Renna (Bill), David Clayton Rogers (Steve), Alex Solowitz (Jim), Andrea Bogart (Jen), Jennifer Tisdale (Liz), Chelsey Coyle (Samantha), Brittney Coyle (Colleen), Dave Warden (Jonah)
Regie: Craig Singer
Drehbuch: Robert Dean Klein, Craig Singer


Inhalt

Nach dem brutalen Mord an zwei Mädchen wird der Psychopath Jonah in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Zehn Jahre nach diesem Vorfall gelingt ihm die Flucht und er kehrt postwendend zu seiner alten Wirkungsstätte, einer Freizeitpark-Attraktion namens "Dark Ride", zurück. Zeitgleich amüsieren sich sechs Teenager auf einem Roadtrip und erklären ausgerechnet diesen Freizeitpark zu ihrem Ziel.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Dark Ride hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 52%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Dark Ride hat eine Wertung von 52%
Regisseur Craig Singer, der sich offenbar dem Slasher-Genre verschrieben hat, liefert mit seinem fünften Film Dark Ride einen soliden Horrorfilm ab. Leider schafft er es aber nur mit der Location, ein paar gelungenen Ekeleffekten und einer einigermassen gut durchdachten Hintergrundgeschichte, sich hin und wieder vom Einheitsbrei abzuheben. Der Rest besteht aus gewohnt stumpfsinnigen Dialogen und idiotischen Handlungen der Figuren, weswegen dieser Geisterbahn-Thriller wohl nur für Fans des Genres interessant sein dürfte.

Bild aus Dark Ride Fünf Teenager machen sich während den Schulferien auf den Weg zum Spring Break. Sie mögen sich zwar nicht sonderlich, aber was macht man nicht alles, um die Benzinkosten möglichst tief zu halten? Auf dem Weg wird noch eine durchgeknallte Anhalterin mitgenommen und man beschliesst ganz nebenbei, die nächste Nacht in einer vor gut zehn Jahren stillgelegten - und kurz vor der Wiedereröffnung stehenden - Geisterbahn zu verbringen. Diese Bahn wurde geschlossen, weil dort damals ein Irrer zwei kleine Mädchen auf brutalste Weise abgeschlachtet hatte. Wie es der Zufall so will, ist eben dieser Irre gerade aus seiner Anstalt ausgebrochen und hat sich wieder in seiner Heimat - dem Dark Ride - eingenistet. Typische, kreischende Teenager und viel Blut sind die Folge.

Mit einer Geisterbahn hat sich Craig Singer eine noch relativ unverbrauchte Umgebung für seinen Film ausgesucht. Genau dieser Ort, mit seinen vielen Möglichkeiten an allen Ecken und Enden einen Boo-Scare einzubauen, ist die grösste Stärke des Films und wurde sehr gut eingefangen. Auch der Score leistet seinen Beitrag zur einigermassen gelungenen Stimmung des Films und fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Schade ist nur, dass einem jede einzelne der kurz eingeführten stereotypischen Figuren einfach nur egal ist, weshalb die Spannung nur noch durch die Location und die Vertonung erzwungen werden kann. Da dies zu wenig ist, hofft man auf umso bessere Kills, und tatsächlich gibt es den einen oder anderen sehr gelungenen Ekeleffekt zu bewundern. Leider ist aber auch hier immer wieder eine suboptimale Kameraführung zu beobachten, weshalb es der Film insgesamt nie klar über ein Mittelmass hinaus schafft. Dazu noch ein Ende, welches nicht zufrieden stellend ist und so hat man mit Dark Ride zwar einen soliden, aber doch sehr belanglosen Slasher gesehen.

Das Drehbuch wurde scheinbar sechzig Mal umgeschrieben. Dies wirft die Frage auf, warum denn die Dialoge dabei nicht auch gleich nochmals überarbeitet wurden. Und, wenn doch, warum diese dann immer noch dermassen hölzern und zum Teil sogar vollkommen deplaziert wirken. Aufgrund dieser Tatsache lässt sich über darstellerische Qualitäten nicht viel sagen, mit Ausnahme von Patrick Renna (Dorm Daze a.k.a. College Animals), welcher hier als schräger Cineast durchaus eine überzeugende Darbietung abliefert. Auch Alex Solowitz macht seine Sache als selbstverliebter Witzbold mit grosser Klappe nicht schlecht, doch kann man sich nicht vorstellen, dass es solche Typen - die in solchen Situationen so reagieren, wie er - wirklich gibt.

Für alle, die sich gegen Langeweile gerne mal einen Slasher ansehen, dürfte dieser Film interessant und sehenswert sein. Alle Anderen werden sich an der Banalität und der Mittelmässigkeit stören: es gibt heutzutage einfach zu viele sehr gute Horrorfilme, die allesamt in einer anderen, höheren Liga spielen. Aufgrund der diversen guten Szenen, kann man sich den Film aber dennoch mal ansehen und muss sicher nicht befürchten, dass man seine Zeit vollkommen verschwendet hat, denn es gibt auch genügend schlechtere Filme als diesen hier. Wer also mal Lust auf eine Geisterbahn der anderen Art hat, ist herzlich willkommen im Dark Ride Platz zu nehmen.



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