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Die Vorahnung

(Premonition, 2007)

Dt.Start: 11. Oktober 2007 Premiere: 08. Februar 2007 (Berlinale, Deutschland)
FSK: ab 12 Genre: Drama, Thriller
Länge: 94 min Land: USA
Darsteller: Sandra Bullock (Linda Hanson), Julian McMahon (Jim Hanson), Shyann McClure (Megan Hanson), Courtney Taylor Burness (Bridgette Hanson), Nia Long (Annie), Marc Macaulay (Sheriff Reilly), Kate Nelligan (Joanne), Irene Ziegler (Mrs. Quinn), Amber Valletta (Claire), Peter Stormare (Dr. Norman Roth)
Regie: Mennan Yapo
Drehbuch: Bill Kelly


Inhalt

Die Hausfrau und zweifache Mutter Linda ist am Boden zerstört, als ihr Mann Jim bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch am nächsten Tag sieht sie ihn, so als ob nichts geschehen wäre, in der Küche sitzen. Zunächst glaubt sie den Verstand zu verlieren, bis sie erkennt, dass der Unfall nur eine Vorahnung war. Von nun an setzt sie alles daran, dass ihre Vorahnung nicht Realität wird.
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Kritik

Die Vorahnung hat eine Wertung von 49%
Mennan Yapos Hollywooddebüt ist leider als Fehlschlag zu bezeichnen. Grund hierfür ist jedoch zu keinem Zeitpunkt sein nicht abzusprechendes inszenatorisches Talent, sondern das bescheidene Drehbuch, das, gepaart mit der Leistung der Hauptdarstellerin Sandra Bullock, für einigen Frust bei Genrefans sorgen wird.

Bild aus Die Vorahnung Ein handwerklich gelungener Film kann schon genügen, dass Hollywood anklopft und sich die Dienste des jeweiligen Regisseurs sichern möchte. So geschehen auch beim Deutsch-Türken Mennan Yapo, der sich mit Lautlos hierzulande einen Namen machen konnte. Doch wie so häufig ist die Gefahr groß, dass man diese Regisseure für Einheitsbreiproduktionen verpflichtet und leider ist es in diesem Fall nicht anders.

Als Linda von der Polizei in Kenntnis gesetzt wird, dass ihr Mann am Vortag bei einem Autounfall ums Leben kam, ist ihre Trauer groß. Jedoch stellt sich dies scheinbar als Traum heraus, denn am nächsten Morgen erwacht sie in den Armen ihres Mannes und niemand scheint etwas von seinem Tod zu wissen. Überglücklich stürzt sie sich in den Tag, nur um am Folgenden fest zu stellen, dass sie sich am Tag seiner Beerdigung befindet und sich zu fragen beginnt, was vor sich geht.

Filme in denen mit Zeit und Raum gespielt wird sind schon immer ein interessantes Thema gewesen. So auch in diesem Fall.Dennoch kann die Grundidee nicht über das schwache Drehbuch hinweg täuschen. Es ist frustrierend mit ansehen zu müssen, wie dem geübten Zuschauer nach 20 Minuten klar ist mit welchem Phänomen man es hier zu tun hat, der Hauptcharakter für diese Erkenntnis aber die dreifache Zeit in Anspruch nehmen muss. Im Mittelteil wird es dennoch kurzfristig interessant, aufgrund einer moralisch fragwürdigen These, die jedoch zu schnell wieder verworfen wird. So zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge und weist gerade beim Finale eklatante Schwächen auf.

Dank der weitestgehend gelungenen Inszenierung Mennan Yapos, hält sich die Enttäuschung des Filmes in Grenzen. Wie schon in seinem Regiedebut Lautlos gelingt es ihm eine überzeugende, ruhige Stimmung einzufangen, die ein wenig über die Schwächen des Drehbuchs hinwegsehen lässt.

Darstellerisch gibt es jedoch wenig Grund zur Freude, so spielt Sandra Bullock wie üblich ihr Rahmenprogramm ab und ist von keiner ihrer vorherigen Rollen zu unterscheiden. Ebenfalls blass bleibt Nip/Tuck Star Julian McMahon, der wohl nur für das weibliche Publikum gecastet wurde. Einzig Amber Valetta kann sich noch aus dem unterdurchschnittlichen Cast positiv heraus heben.

Selbst als Freund dieser Thematik muss man sich eingestehen, dass das Hollywooddebüt von Mennan Yapo gründlich misslungen ist. Dies liegt weniger an ihm, da er mit seiner Inszenierung den Film noch ins untere Mittelmaß retten kann, sondern eher am uninspirierten Drehbuch, welches zu keiner Zeit auch nur Genrestandard erreichen kann.

von Daniel Licha


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