2001 Maniacs Poster

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2001 Maniacs

(2001 Maniacs, 2005)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 06. April 2006
Premiere: 12. Mai 2005 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 18 Genre: Komödie, Horror
Länge: 87 min Land: USA
Darsteller: Robert Englund (Mayor Buckman), Lin Shaye (Granny Boone), Giuseppe Andrews (Harper Alexander), Jay Gillespie (Anderson Lee), Marla Malcolm (Joey), Dylan Edrington (Nelson Elliot), Matthew Carey (Cory Jones), Peter Stormare (Professor Ackerman), Gina Marie Heekin (Kat), Brian Gross (Ricky), Mushond Lee (Malcolm), Bianca Smith (Leah), Brendan McCarthy (Rufus Buckman), Adam Robitel (Lester Buckman), Christa Campbell (Milk Maiden)
Regie: Tim Sullivan
Drehbuch: Chris Kobin, Tim Sullivan


Inhalt

Die drei Langzeitstudenten Anderson, Cory und Nelson wollen sich beim alljährlichen Spring Break in Daytona Beach gut gehen lassen. Auf der Fahrt dort hin landen sie in dem entlegenen Nest Pleasant Valley, wo sie zusammen mit fünf anderen Jugendlichen als Ehrengäste des "Guts and Glory Festivals" empfangen werden. Getäuscht von der zunächst freundlichen Atmosphäre bemerken die acht nicht, dass die Einwohner um Bürgermeister Buckman ein blutiges Ritual im Sinne haben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

2001 Maniacs hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 61%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
2001 Maniacs hat eine Wertung von 61%
Diese Neuauflage eines Splatter-Klassikers wurde zwar von Eli Roths Produktionsfirma Raw Nerve realisiert - und wer Cabin Fever und Hostel gesehen hat, weiss was auf ihn zukommt - doch sitzt er dieses mal nicht selbst auf dem Chefstuhl, sondern Tim Sullivan, welcher hier mit seiner zweiten Regiearbeit beweist, dass er sehr gut in diese Kreise hineinpasst und den Sinn des Wortes "Zurückhaltung" höchstens kennt, aber in Sachen Splatter sicherlich nicht auslebt. Die Handlung bietet nicht viel und die Dialoge könnten zum Teil schlechter nicht sein, aber wie soll man das einem Film ankreiden, welcher genau auf diese Dinge setzt und sich keine Sekunde ernst nimmt?

Bild aus 2001 Maniacs Der Film beginnt kurz vor den Semesterferien an der Universität, wo in der letzten Schulstunde zufällig der amerikanische Bürgerkrieg behandelt wird. Besonders wird ein General betrachtet, welcher Unmenschliches getan hat und eine überraschend grosse Ähnlichkeit mit Robert Englund hat. Es werden kurz die drei Hauptfiguren - Anderson, Nelson und Cory - vorgestellt, indem dargelegt wird dass Sie nichts als Parties und Frauen im Sinn haben, und schon geht's los in Richtung Süden. Ziel ist Daytona Beach um dort am Spring Break mal so richtig die Sau raus zu lassen. Unterwegs trifft man noch eine weitere Gruppe bestehend aus der hübschen Joey, der aufreizenden Kat und dem homosexuellen Ricky, mit welchen man sich am Ziel auch gleich verabredet. Wie vom Zuschauer nicht anders erwartet, kommt man jedoch nie in Daytona an, sondern wird durch ein Umleitungsschild durch die kleine zurückgebliebene Stadt "Pleasant Valley" geschleust, wo es weder Strom noch fliessend Wasser gibt. Obwohl es zuerst den Anschein macht das Dorf sei ausgestorben, sind unsere drei Freunde von einer Sekunde auf die Andere von der gesamten 2001-köpfigen Bevölkerung umgeben, womit der Spass beginnen kann. Natürlich wurde das Umleitungsschild von den Söhnen des Bürgermeisters aufgestellt, denn schliesslich will man bei einem solch traditionellen Fest auch genügend Fleischwaren für den Grill bereithalten. Und wie es der Zufall will, landet auch die zweite Gruppe im selben Dorf und wird gleich mit eingeladen. Als wäre das nicht genug, taucht auch noch ein Pärchen - vom Bürgermeister Buckman alias Robert Englund treffend als "schwarzer Mann" und "Chinafrau" bezeichnet - auf einem Motorrad auf, womit nun wirklich alle Zutaten für ein klischeebeladenes Schlachtfest zur Verfügung stehen.

Hier wird mit der allgemein bekannten, aufgesetzten, südlichen, amerikanischen Gastfreundschaft gespielt, dass man aus dem Schmunzeln nicht mehr raus kommt. Kein offensichtlicher Gag wird ausgelassen und wer hier auch nur irgendetwas ernst nimmt, ist selbst schuld. Die Darsteller haben allesamt Ihren Spass an der Sache und Robert "Freddy Krüger" Englund geht in seiner Rolle mal wieder so richtig auf. Es ist eine wahre Freude zuzusehen, wie es ihm sichtlich Spass macht den sarkastischen Psychopathen zu spielen, und in jeder seiner Szenen stiehlt er somit allen Anderen die Show.

"The South Will Rise Again" hiess der Song von H.G. Lewis im Original und genau damit haben wir es hier zu tun: ein Südstaatenkaff in welchem die Bevölkerung die Niederlage vor über hundert Jahren noch immer nicht verkraftet hat und sich weiterhin an den "Yankees" aus dem Norden rächt. Dazu wird immer wieder eine neue, an Rob Zombie erinnernde, Version eben dieses Songs gespielt, welche den grössten Teil der musikalischen Untermalung ausmacht.

Über sonstige cinematographische Qualitäten des Films lässt sich nicht viel sagen, denn darum ging es hier keinem der Macher. Die Darsteller sind zum Teil recht gut, aber abgesehen von Robert Englund bleibt es doch höchstens eine durchschnittliche Leistung. Die Kameratechnik, der Schnitt und der Score passen zum humorvollen Gesamteindruck des Films und man gibt sich nicht sonderlich Mühe diesbezüglich zu glänzen. Dieser Umstand hat aber seinen Zweck: so wird Platz gemacht, um dem eigentlichen Star des Films die volle Aufmerksamkeit des Publikums zu schenken: die Gore-Effekte. Wenn hier jemand stirbt, dann mit viel Blutvergiessen - mit Betonung auf "vergiessen". Hier werden Körper auseinander gerissen, Säure getrunken, Frauen und Männer zerquetscht, und eine der Figuren darf sogar erfahren, wie es ist wenn der eigene Körper auf einem Grillspiess zu Recht gemacht wird. Ja, hier wird masslos übertrieben. Nein, hier wird kein Tiefgang oder Denkanstoss geboten. Es geht nicht nur "hauptsächlich" um Spass, sondern "ausschliesslich"!

Mit 2001 Maniacs ist den Machern eine der blutigsten Komödien gelungen, die es gibt. Diese auf Hochglanz polierte Splatter-Comedy ist definitiv nur für Fans des Genres gemacht worden, und diese dürften ihre helle Freude daran haben. Aufgrund mangelnder Story, grösstenteils durchschnittlichen Darstellern und keinerlei Anspruch werden jedoch viele mit dieser Art Film nichts anfangen können. Doch wird auch niemand hier nach diesen Dingen suchen. Aufgrund des Spassfaktors ist dies trotz Allem eine gelungene Hommage an einen der Kultfilme des Splatters: Welcome to Pleasant Valley!



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