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Close to Home(Close to Home, 2005)
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08. März 2007
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Premiere: |
15. Juli 2005 (Festival, Israel) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
90 min
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Land: |
Israel |
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Darsteller:
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Neama Shendar (Mirit), Smadar Sayar (Smadar), Lana Ettinger, Danny Geva, Sharon Raginiano, Naama Schendar, Sandra Schonwald, Na'ama Shendar (Mirit), Irit Suki, Ami Weinberg, Katia Zinbris |
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Regie:
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Vardit Bilu |
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Drehbuch:
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Vardit Bilu, Dalia Hagar |
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 Inhalt
Die rebellische Smadar und die introvertierte Mirit müssen zusammen ihren Dienst in der israelischen Armee ableisten. Den beiden 18-jährigen Mädchen wird die Aufgabe zu Teil, vorbeigehende Palästinenser anzuhalten, ihre Ausweispapiere zu kontrollieren und deren persönlichen Daten aufzunehmen. Trotz der angespannten Lage beschäftigen sich die beiden bevorzugt mit der Liebe, Trennungen und sich selbst. Doch die Realität holt sie schneller ein als erwartet. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Harald Witz
Zwischen Erwachsenwerden und Selbstmordattentätern: die Israelinnen Smadar (Smadar Sayar) und Mirit (Naama Schendar) müssen ihren Wehrdienst als Streifensoldaten in der Jerusalemer Altstadt ableisten. Kein Zuckerschlecken, vor allem wenn man mit der Kameradin so gar nicht klarkommt. Dalia Hager und Vidi Bilu erzählen in Close to Home vom schwierigen Erwachsenwerden im militarisiserten Israel.
Es sind Bilder, die endlich den Weg in eine breitere Öffentlichkeit gefunden haben: israelische Grenzsoldatinnen der MAGAV schikanieren in Umkleidekabinen palästinensische Frauen, die nach Jerusalem einreisen wollen. Die STASI wäre neidisch auf das ausgeklügelte Spießrutenlaufen. Doch Dalia Hager und Vidi Bilu wollen mit ihrem Drama Close to Home keine hemmungslose Anklage gegen ein militarisiertes Israel fahren.
Ihre beiden 18-jährigen Soldatinnen Smadar (Smadar Sayar) und Mirit (Naama Schendar) leisten nur ihren Militärdienst ab. Ihre Einheit beschützt die Altstadt von Jerusalem. Mal sind sie am Grenzübergang tätig, mal patroulieren sie zu zweit durch die Strassen und in Bussen. Dort kontrollieren sie willkürlich die Pässe und die Bewegungen von arabisch erscheinenden Passanten. Dass ihnen weder der eine noch der andere Dienst schmeckt, wird schnell klar. Während die schüchterne Mirit möglichst unauffällig ihren Dienst versehen will und sich am liebsten in eine andere Einheit versetzen lassen möchte, grollt es in Smadar unentwegt. Sie ist aufsässig und sieht keinen Sinn in den entwürdigenden Kontrollen, weil sie selbst in Ruhe gelassen werden will. Zum Leidwesen von Mirit hat die Kommandantin Dubek (Irit Suki) schnell ein misstrauisches Auge auf die beiden. Smadar wird dadurch noch ehrgeiziger im Brechen der Regeln. Eines Tages explodiert in Mirits unmittelbarer Nähe eine Bombe und sie wird leicht verletzt. Smadar erkennt, dass auch ihr Verhalten Teil der Tragödie ist. Plötzlich sieht sie die Kollegin in einem anderen Licht und versucht, sich mit ihr anzufreunden, soweit es ihr rebellischer Geist zulässt...
Erwachsenen werden im Nahen Osten - keine leichte Aufgabe, wie Close to Home nahelegt. Stress und Frustration sind in dem eingeigelten Land noch größer als in anderen westlichen Staaten. Die Filmemacherinnen Dalia Hager und Vidi Bilu weisen keine Schuld zu, sondern demonstrieren einfach nur die Situation der israelischen Jugend, die gerne Spaß und Party haben möchte, aber stattdessen uniformiert durch die Straße patrouilliert. Dafür schrecken Hager und Bilu auch nicht davor zurück, die Sanktionen des Systems bei Ungehorsam zu zeigen. Der Einblick in diese militarisierte Trostlosigkeit ist mutig und verblüfft durch seine erstaunliche emotionale Klarheit. Beide Figuren sind fein gezeichnet, ambivalent, voller Stärken und Schwächen. Und darüberhinaus werden sie von den beiden Darstellerinnen hervorragend gespielt. Auf der Berlinale gab es für Close to Home den C.I.C.A.E. Award.  Weitere interessante Filme
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