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Der Fantasy-Abenteuerfilm erzählt in kindgerechter Manier, wie ein Stoffhase aus der Zukunft das Leben zweier Kinder auf den Kopf stellt. Regisseur Robert Shaye hebt sich mit seiner Erzählung deutlich von bekannten Kinderfilmen ab und mixt seine Geschichte gekonnt mit übersinnlichen Begebenheiten, Spannung, Dramatik und Humor.
Shayes Filmversion basiert auf der Science Fiction-Kurzgeschichte Mimsy were the Borogroves (1943) von Lewis Padgett, einem Pseudonym von Henry Kuttner und seiner Frau C. L. Moore. Es geht um die Kinder Chris und Emma, die am Strand eine geheimnisvolle Kiste finden, die Spielzeug für die beiden enthält. Emma findet großen Gefallen an einem Stoffkaninchen, welches Mimzy heißt, mit ihr spricht und ihr Sachen beibringt. Für Außenstehende ist das vermeintliche Spielzeug nichtssagend, sie sehen darin nicht die Dinge, die die Kinder sehen können. Je länger die zwei mit den Sachen spielen, desto intelligenter werden sie. Als ein Stromausfall ganz Seattle lahm legt, werden auch die Behörden auf die Familie aufmerksam. Denn der Auslöser scheint aus dem Haus der Familie zu kommen.
Was hat es nun aber genau mit Mimzy auf sich? Chris und Emma ist das recht schnell klar: Mimzy kommt aus der Zukunft und ist als Hilferuf auf die Erde geschickt worden. Die Menschen aus der Zukunft brauchen die Hilfe der Menschen aus der Vergangenheit, um wieder menschlich miteinander umgehen zu können. Ansonsten steht es schlecht um das Fortbestehen der menschlichen Rasse. Auf den ersten Blick scheint das für einen Kinderfilm recht komplex, ist jedoch durch Regisseur Robert Shaye sehr behutsam und verständlich aufbereitet worden. Genauso wie die Kinder im Film nach und nach hinter das Geheimnis von Mimzy kommen und an ihren Entdeckungen lernen, so können das auch die kleinen Zuschauer. Trotz eines Fantasy-SF-Mixes ist nichts Erschreckendes in der Erzählung vorhanden.
Nicht alles ist wirklich logisch und komplett nachvollziehbar, die Geschichte funktioniert allerdings trotzdem recht gut. Die Darsteller sind alle sympathisch und den Kindern sieht man gerne zu, wie sie den Erwachsenen (die selbstverständlich als leicht begriffsstutzig dargestellt werden) zu erklären versuchen, was es mit Mimzy auf sich hat. Die Kleinen wachsen über sich hinaus und können sogar die Behörden austricksen.
Mimzy - Meine Freundin aus der Zukunft bietet für Kinder einen gelungenen Mix, um 90 Minuten der Handlung folgen zu können. Die Phantasie der Zuschauer ist gefragt, um in der Erzählung aufzugehen und wer sich darauf einlässt, wird gut unterhalten werden. |