|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Penelope(Penelope, 2006)
| Dt.Start: |
05. Juni 2008 DVD: 15. Oktober 2008
|
 |
Premiere: |
08. September 2006 (Toronto Film Festival, Kanada) |
| FSK: |
ab 6
|
Genre: |
Drama, Fantasy |
| Länge: |
103 min
|
Land: |
UK, USA |
|
Darsteller:
|
Christina Ricci (Penelope), James McAvoy (Jahnny / Max), Catherine O'Hara (Jessica Wilhern), Reese Witherspoon (Annie), Peter Dinklage (Lemon), Richard E. Grant (Franklin Wilhern), Simon Woods (Edward Humphrey Vanderman III), Ronni Ancona (Wanda), Jason Thornton (Shane), Michael Feast (Jake / Witch), Nick Frost (Max Campion), Burn Gorman (Larry), Christina Greatrex (Mrs. Vanderman), Nigel Havers (Edward Vanderman Jr.), Jillian Henry (Young Penelope), Lenny Henry (Krull), Paul Herbert (Leonard Wilhern), Richard Leaf (Jack the Barman) |
|
Regie:
|
Mark Palansky |
|
Drehbuch:
|
Leslie Caveny |
|
 Inhalt
Der Stammbaum der Familie Wilherns wird seit Generationen von einem Fluch durchzogen, der nun Penelope, das jüngste Mitglied der blaublütigen Familie heimgesucht hat. Durch den Fluch ist ihre an und für sich anmutige Gestalt durch eine Schweinsnase entstellt. Während sie selbst deprimiert und verlassen ihr Dasein in der Villa ihrer Eltern fristet, versuchen diese verzweifelt, einen Liebhaber für sie zu finden, um den Fluch zu brechen. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Corinna Mehlert
Penelopes Mutter (Catherine O'Hara) ist verzweifelt: schon wieder ist ein junger Mann beim Anblick ihrer Tochter vor Schreck aus dem Fenster gesprungen. Dabei muss Penelope (Christina Ricci) doch dringend heiraten. Nur so kann der Fluch gebrochen werden, durch den die schöne Aristokratin von einer häßlichen Schweinenase entstellt ist. Als selbst der junge Adlige Max (James McAvoy) sich weigert, Penelope zu ehelichen, hat diese genug. Sie verlässt das elterliche Gefängnis und nimmt die Dinge selbst in die Hand. Mark Palanskys märchenhafte Komödie erzählt mit viel Humor und Sarkasmus die Geschichte einer Selbstfindung.
Die Nase einer Frau ist eine heikle Angelegenheit - die eine findet die ihre zu knollig, die andere zu schief oder zu lang. Lächerliche Probleme! Das muss auch die mit ihrem Riechorgan unzufriedenste Zeitgenossin zugeben, vergleicht sie die Mitte ihres Gesichtes mit der von Penelope Wilhern (Christina Ricci). Dort nämlich verunstaltet eine große, schnauzenartige Schweinenase das sonst so hübsche Gesicht der aristokratischen Protagonistin. Schuld an diesem unansehnlichen Gebilde ist ein alter Familienfluch, den die arme Penelope nun auszubaden hat. Der Fluch kann nur gebrochen werden, erbarmt sich ein junger Mann gleichen Standes der armen Kreatur und heiratet sie. Das ist jedoch leichter gesagt, als getan. Ein Leben lang von ihrer verzweifelten Mutter (Catherine O'Hara) versteckt gehalten, kennt Penelope nur die verwunschenen Winkel ihres märchenhaft mit Schaukel ausgestatteten Turmzimmers, nicht jedoch die Welt außerhalb ihrer Schlossmauern und schon gar keine potentiellen Heiratskandidaten. Die werden deshalb von der Mutter in Scharen eingeladen, um die Tochter zu erlösen. Doch auch die Aussicht auf eine reiche Partie kann die Kandidaten zumeist nicht davon abhalten, dem Anblick der Schweinenase mit einem Sprung aus dem Fenster zu entfliehen. Bis Max (James McAvoy) kommt. Der junge Adlige verschafft sich eigentlich in unlauterer Absicht Zutritt zu den Gemächern von Penelope. Spielsüchtig und daher ständig in Geldnot hat er sich darauf eingelassen, Penelope gegen Bezahlung heimlich zu fotografieren und das Ungetüm so der Öffentlichkeit zu präsentieren. Doch die Begegnung der Beiden verläuft anders als erwartet - Max und Penelope verstehen sich bestens. Als Max sich dennoch weigert, um Penelopes Hand anzuhalten flieht die verwunschene junge Frau vor ihrer überbehütenden Mutter. Mit einem Schal vor dem Gesicht entdeckt sie die Welt jenseits des engen Elternhauses. Sie findet Freunde und den Weg zu sich selbst. Und damit den Schlüssel zur Lösung ihrer Probleme...
Mit Penelope ist Regisseur Mark Palansky ein außerordentliches Kinodebüt gelungen. Die zunächst etwas gewöhnungsbedürftige Story sollte einen nicht abschrecken - es handelt sich eben um ein Märchen. Jedoch um eines, das besonders geschickt umgesetzt wurde. Denn der staubige Mantel, der Märchen oft umgibt, wurde abgestreift. Stattdessen finden sich witzige und schnelle Dialoge, rasante Schnitte und ungewöhnliche Kameraperspektiven. Erzählt wird die Geschichte, ganz märchen-like aus dem Off, von Penelope selbst. Und das mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Ironie. Auch die Ausstattung des Filmes ist bemerkenswert: sei es die mit zahlreichen bunten Köpfen verzierte Garderobe der Protagonistin, oder die in leuchtenden Farben herausgeputzte Stadt, durch deren perfekt gestaltete Kulissen Penelope nach ihrer Flucht läuft und die von der Machart ein wenig an Die fabelhafte Welt der Amélie erinnert. Christina Ricci, als Kinderstar bekannt aus Rollen in Adams Family und Caspar, spielt die Penelope kindlich, naiv, liebenswürdig, aber auch frech. Dieser selbstbewussten Miss Piggy kann auch ein James McAvoy nicht widerstehen. Schweinenase hin, oder her.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2013 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|