Thriller haben auf der großen Leinwand eine lange Vergangenheit und gerade deswegen scheinen vielen Drehbuchautoren die Ideen auszugehen. Anders bei Das perfekte Verbrechen, denn Daniel Pyne schafft es nach Der Manchurian Kandidat erneut einen packenden Thriller mit garantierter Gänsehaut und einem nahezu perfekten Ende zu präsentieren!
Nicht nur Daniel Pyne hat großen Anteil an dem gut funktionierenden Krimi, der von dem eher aus dem Fernsehen bekannten Gregory Hoblit inszeniert wurde. Die Darstellerriege zeigt im Detail wie in der Gesamtheit eine Leistung, die man sich bei vielen Blockbustern wünschen würde! Allen voran natürlich einmal mehr Anthony Hopkins, bei dem man sich so langsam die Frage stellt, woran es liegt, dass dieser Mann in jedem Film eine oscarreife Darbietung abliefert und jede Rolle so perfekt ausfüllt.
Nachdem Ted Crawford heraus findet, dass seine Frau seit Längerem eine Affäre hat, erschießt er sie kaltblütig im gemeinsamen Haus. Als kurz darauf die Polizei anrückt, lässt er den Verhandlungsspezialisten Billy Nunally freiwillig ins Haus und gesteht sofort die Tat in vollem Umfang. Doch da entdeckt Nunally, dass es sich bei der Frau um seine Affäre handelt und scheinbar von Crawford alles detailliert durchgeplant war. Obwohl Crawford aus kurzer Distanz auf sie geschossen hat, lebt das Opfer noch und wird schnellstmöglich ins Krankenhaus gebracht, wo sie im Koma liegt. Der scheinbar einfache Fall wird leichtfertig von dem Anwalt Willy Beachum übernommen, der in wenigen Tagen einen besseren Job annehmen wird. Doch der Prozess erweist sich vor Gericht dann doch schwieriger als gedacht, denn Crawford will sich selbst verteidigen und bestreitet vor Gericht auf einmal die Tat. Außerdem lässt er die Bombe platzen, dass Nunally, der ihm das Geständnis abgenommen hat, der Geliebte seiner Frau war!
Das Duo Ryan Gosling und Anthony Hopkins harmoniert perfekt und so wundert es nicht, dass sich die gesamte Inszenierung um diese Beiden dreht. Wir sehen einerseits die Geschichte eines Anwalts, der kurz vor einem großen Karrieresprung steht und durch diesen Fall wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Andererseits beobachten wir den genialen Ted Crawford, dem der Tod seiner Frau als Rache nicht ausreicht, sondern ausschließlich die Genugtuung, dass er trotz eindeutiger Indizien nicht verurteilt werden kann. Hier zeigt sich die Genialität von Anthony Hopkins Schauspielerei sehr deutlich, denn ähnlich wie seine Paraderolle des Hannibal Lecter überzeugt er mit perfekter Mimik und einem unglaublichen Ausdruck, der einem einen Schauer über den Rücken laufen läßt!
Abgesehen von kleinen Ungereimtheiten, die sich am Ende einschleichen, ist Das perfekte Verbrechen ein sehr dicht inszenierter Film, der durch seine Story überzeugen kann. Die Schauspieler passen sich perfekt in das Bild ein und so entsteht ein Thriller, der nicht nur neu und innovativ ist, sondern zudem wieder einmal Gänsehaut-Feeling garantiert!