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Ratatouille

(Ratatouille, 2007)

Dt.Start: 03. Oktober 2007
DVD: 31. Januar 2008
Premiere: Juni 2007 (USA)
FSK: o.A. Genre: Animation
Länge: 111 min Land: USA
Darsteller: Patton Oswalt (Remy), Lou Romano (Linguini), Sir Ian Holm (Skinner), Brad Garrett (Gusteau), Janeane Garofalo (Colette), Peter Sohn (Emile), Peter O'Toole (Ego), Brian Dennehy (Django), Will Arnett (Horst), Julius Callahan (Lalo), James Remar (Larousse), John Ratzenberger (Mustafa), Teddy Newton (Talon), Tony Fucile (Pompidou)
Regie: Brad Bird
Drehbuch: nicht bekannt


Inhalt

Remys Wunsch, Koch zu werden, ist kurz davor die ganze Familie zu spalten. Während sein Vater nichts mehr als die Gefahren der Pariser Großstadt, in die es seinen Sohn zieht, fürchtet, sieht der andere Teil der Familie nur die angenehmen Seiten, die Remys Arbeit nach sich ziehen würde. Sicherlich würde auch sein Vater hinter Remys Wunsch stehen, wenn Remy nicht gerade eine Ratte und somit alles andere als prädestiniert für die Rolle eines Chefkochs wäre.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Ratatouille hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 91%
Kurzkritik
von Markus Müller
Wertung von 94 für Ratatouille

Bei Ratatouille handelt es sich um einen extrem liebevollen Animationsfilm, der wirklich jeden begeistern wird. Die Figuren sind perfekt animiert und besonders die Ratte Remy ist so liebenswert und niedlich, dass allein durch ihren Blick kein Zuschauer kalt gelassen wird. Ebenfalls geschickt gestaltet sind die Wechsel der Erzählperspektive zwischen Remy und Linguini. Am Ende bleibt der Eindruck eines außerordentlich kreativen, technisch großartig umgesetzten Animationsfilm-Highlights.

Kurzkritik
von Florian Lieb
Wertung von 84 für Ratatouille

Es ist natürlich eine herrliche Idee, dass gerade eine Ratte ihre Liebe fürs Kochen entwickelt, wo sie doch das Wesen ist, welches in der Küche am wenigsten erwünscht ist. Schön auch der Gedanke von Brad Bird, Rémy zu "entmenschlichen". So läuft dieser nicht auf zwei Beinen, um dem menschlichen Vorbild zu ähneln, sondern um das Essen fürs Kochen nicht mit seinen schmutzigen Pfoten anzufassen. Rémy und Kochlehrling Linguini geben dabei ein köstliches (kein Wortspiel beabsichtigt) Gespann ab und sorgen mehrfach für Lacher, ebenso wie Rémys Bruder Emile, der vermutlich nicht zufällig an Nick Frost erinnert. Wie von Pixar gewohnt sind die Animationen grandios, nicht nur von Paris bei Nacht oder der Abwasserleitung, sondern auch in den kleinen Details. Dem Studio war mit Ratatouille wieder ein außerordentlicher Animationsfilm gelungen, der zurecht in jener Kategorie auch mit dem Oscar prämiert wurde.

Kritik

von Markus Ostertag
Ratatouille hat eine Wertung von 95%
Pixar hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass in Sachen Animationsfilm keiner an ihnen vorbei kommt. Unter diesem Anspruch überrascht es immer mehr, dass die klugen Köpfe von Pixar jedes Jahr wieder einen Film auf den Markt bringen, der den vorhergehenden immer noch toppen kann. So auch beim jetzt vorliegenden Ratatouille, der alles bisher da gewesene in den Schatten stellt!

Bild aus Ratatouille Bis zum Zerreißen gespannt, was Pixar diesmal zu bieten hat, kamen die Journalisten im größten Saal des Multiplex-Kinos zusammen. Nachdem sich der Vorhang geöffnet hatte, kam der obligatorische Vorfilm (diesmal namens Lifted), der den Zuschauer auf den Hauptfilm einstimmen sollte und bereits während dieses Kurzfilms konnte man irgendwie spüren, dass wieder etwas ganz Großes auf die Zuschauer wartete. Nachdem im Vorfilm bereits einige lautstarke Lacher den Kinosaal erfüllten, kam endlich der Superstar des Abends: Remy!

Die Ratte Remy hat eine besondere Gabe: Sie kann jedes Detail riechen und damit nicht nur Rattengift, sondern auch die einzelnen Zutaten eines Essens identifizieren. Motiviert durch den Gourmet-Koch Gusteau dessen Devise Anyone can cook! auch eine Ratte nicht ausschließt, will Remy also unbedingt Chefkoch werden! Nach einem Zwischenfall im Rattennest findet sich der gesamte Clan dann auf einmal in Paris - der Traumstadt eines jeden Kochs - wieder. Das Treffen zwischen dem jungen Linguini, der im Restaurant von Gusteau als Küchenhilfe arbeitet, und Remy ist dann die Chance: Der Hauptakteur kann endlich zeigen, ob er als Gourmet-Koch taugt!

Zwei Prisen Familie, einen Teelöffel Freundschaft, zwei gute Esslöffel sympathische Tierliebe und eine Tüte Gegensätze. Das alles gut vermischt und ca. 110 Minuten auf großer Leinwand vor vielen Menschen garen lassen. Dann noch ein paar kleine Geschichtswendungen hinzugeben und fertig ist der perfekte Film! So einfach scheint es zu sein, denn die Leichtigkeit mit der es die Pixar-Crew wieder einmal schafft, die unglaubliche Detailtreue der Animation auf die Leinwand zu zaubern, wird immer mehr zur Nebensächlichkeit, obwohl große Bewunderung die einzig angemessene Reaktion wäre.

Im Zentrum steht natürlich wieder die Story, die, wie bei allen anderen Pixarfilmen auch, sehr emotional, tiefgründig und dennoch absolut kindgerecht ist. Fantasievoll und amüsant wird der Zuschauer in die Welt der Ratten eingeführt und allein die Wahl der eigentlich unbeliebten Tiere zeigt schon die scheinbar unbegrenzte Kreativität der Drehbuchautoren - von der Tatsache, dass Ratten im Jahr 2007 den Clownfisch als Haustier Nummer 1 ablösen werden mal ganz abgesehen... Eine Ratte dann auch noch mit dem Lebenstraum Chefkoch auszustatten, grenzt an Genialität, denn dieser enorme Gegensatz birgt nicht nur eine fantastische Tiefe, die durch die Aussage Anyone can cook unterstrichen wird, sondern wird auch so perfekt in Szene gesetzt, dass man sich die Freudentränen aus den Augen wischt, wenn Remy endlich seinen größten Wunsch erfüllt hat!

Ratatouille festigt ohne Zweifel die Vormachtsstellung der Animationsschmiede Pixar auf allen Gebieten: Technisch bietet der neueste Streifen fantastische Animationen von Wasser, Fell und Bewegungen, die Ice Age 2 - Jetzt taut's wie aus dem letzten Jahrhundert erscheinen lassen. Erzählerisch bietet die sympathische Ratte Remy mit seinem imaginären Gusteau nicht nur den Tiefgang für Erwachsene sondern auch die lockere und dennoch wichtige Aussage über Freundschaft und Familienzusammenhalt für die kleinen Kinozuschauer. Aber auch die Inszenierung und das Timing sind so perfekt, dass man einige Hollywood-Regisseure bei Pixar in die Lehre schicken möchte. Denn jeder Dialog, jede Emotion, jede Bewegung und jede Storywendung wirken so elegant und unaufdringlich, dass es eine wahre Freude ist! Die humoristischen Einlagen, die man den Protagonisten auf den Leib geschrieben hat, sind aber dennoch so leicht und passend, dass sie niemals aufgesetzt wirken. So ist der neue Pixar-Streifen ein weiterer Volltreffer für die gesamte Familie, den jeder gesehen haben sollte!



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