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Nach fünf Jahren kommt nun also der dritte Teil der erfolgreichen Rush Hour-Franchise in die deutschen Kinos. Ob man sich als Zuschauer darauf freuen kann, durfte vorher schon bezweifelt werden und leider bewahrheiten sich alle Befürchtungen. Rush Hour 3 ist nicht mehr als eine leere Hülle, die zwar den Namen trägt aber sonst nichts mit den ersten beiden Teilen gemein hat.
2007 ist das Jahr der dritten Teile, Shrek der Dritte, Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt und jetzt auch Rush Hour 3. Interessanterweise konnte bisher keine der Fortsetzungen wirklich überzeugen und so überrascht es nicht sonderlich, dass auch der neue Streifen des ungleichen Duos Jackie Chan und Chris Tucker eher aufgewärmte Kost, als das Fünf-Sterne Menü ist.
Nachdem der chinesische Botschafter Han bei einer Rede vor dem internationalen Strafgerichtshof angeschossen wird, machen sich das unfreiwillige Duo Detective Carter und Inspector Lee nach Paris auf. Dort vermuten sie den Ursprung des Killerkommandos und decken brisante Details er Triaden, dem wohl mächtigsten Verbrechersyndikat der Welt, auf. Als äußerst hilfreich bei der Polizeiarbeit erweist sich der Taxi-Fahrer George, der sich innerhalb kurzer Zeit als amerikanischer Spion fühlt und den beiden als Chauffeur stets zur Verfügung steht.
Konnte man in den ersten beiden Teilen vor allem über das ungleiche, aber dennoch harmonierende, Duo herzhaft lachen, so wirkt in Rush Hour 3 vor allem Chris Tucker nur noch nervig. Seine stetigen Sprüche über Frauen und Sex sind für höchstens zehn Minuten amüsant und verlieren sich dann aber sehr schnell, da Jackie Chan gewohnt souverän, aber irgendwie nicht mehr zu seinem schwarzen Bruder passend, seine Rolle sehr ernst inszeniert.
Negativ fallen auch die vollkommen unnötigen Europa-/Frankreich-Vorurteile der Amerikaner auf. So wird es dem europäischen Zuschauer wohl immer ein Rätsel bleiben, wieso die beiden Amerikaner von der französischen Polizei erst einmal ordentlich in die Mangel genommen werden. Ebenso scheint Paris einmal mehr nur aus dem Eiffelturm zu bestehen, denn andere Hintergründe sucht man in Rush Hour 3 vergeblich. So verwundert es dann auch nicht, dass sich der große Showdown in der luftigen Höhe des 300m-Turms abspielt und neben einigen Logiklücken auch sonstige Lächerlichkeiten zu bieten hat.
Der dritte Teil der ansonsten humorvollen Franchise ist letztlich einfach unnötig. Man merkt dem Film in fast jeder Passage den negativen Touch des Geldes an, denn nur darum scheint es bei diesem Projekt zu gehen. Der Charme des Duos, das so ungleich und dennoch harmonisch agierte, fehlt ebenso, wie die wirklich spektakulären Kampfeinlagen, die diesmal äußerst dürftig ausfallen. Dazu kommt noch eine teils an den Haaren herbeigezogene Geschichte, die sich durch nicht nachvollziehbare Charakterwandlungen und Logiklücken auszeichnet. |