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Der eisige Tod

(Wind Chill, 2007)

Dt.Start: 18. Oktober 2007
DVD: 21. Februar 2008
Premiere: 27. April 2007 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Horror, Thriller
Länge: 91 min Land: USA
Darsteller: Emily Blunt, Ashton Holmes, Chelan Simmons
Regie: Gregory Jacobs
Drehbuch: Joe Gangemi, Steven Katz


Inhalt

Um die Weihnachtsfeiertage bei ihren Eltern verbringen zu können, bilden zwei Studenten eine Fahrgemeinschaft. Während der Fahrt hören die beiden im Radio, dass es einen heftigen Schneesturm geben wird und fahren deshalb eine Abkürzung. Auf der engen und kaum befahrenen Straße kommt es schließlich zu einem Unfall, der ihr Auto fahruntüchtig macht. Während ihnen die zunehmende Kälte und die Ausweglosigkeit ihrer Situation zu schaffen machen, bemerken sie, dass sie scheinbar nicht allein sind.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Der eisige Tod hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 40%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kiara Wellington
Der eisige Tod hat eine Wertung von 40%
Zwei sich fremde College-Studenten treffen sich auf dem Parkplatz, um zu Weihnachten zusammen nach Hause zu fahren. Einer von ihnen hat die Fahrt sehr genau geplant und der andere sitzt ahnungslos neben ihm. Gregory Jacobs erzählt in seinem zweiten Spielfilm von mysteriösen Begegnungen, Einsamkeit und der Angst vor etwas, das man nicht versteht und einem in einer langen, eisigen Nacht, den Tod bringen kann.

Bild aus Der eisige Tod Weihnachten ist nicht nur ein Fest der Liebe, an dem sich die Familie trifft, zusammen isst und Geschenke austauscht. Schon des öfteren war das besinnliche Fest ein Motiv in Horrorfilmen und Thrillern. Man denke nur an Black Christmas, Santa's Slay - Blutige Weihnachten oder Tödliche Weihnachten. Auch Der eisige Tod hat nicht viel mit dem gemütlichen beisammen sein zu tun und erzählt von einem Road Trip, der am 23. Dezember beginnt.

Eine Collegestudentin (Emily Blunt) möchte Weihnachten gerne nach Hause und sieht daher auf dem Schwarzen Brett ihrer Uni nach, ob vielleicht ein Kommilitone in die selbe Richtung fährt. Sie findet eine Mitfahrgelegenheit und trifft sich mit ihrem Fahrer (Ashton Holmes) auf dem Parkplatz. Auch wenn das Auto einige Macken hat, machen sich die beiden Fremden auf den Weg in die Heimat. Bald stellt sich heraus, dass es gar kein Zufall war, dass sie beide in die gleiche Richtung fahren und der Fahrer mehr über seine Beifahrerin weiß, als ihr lieb ist. Als er dann auch noch von der geräumten Autobahn abfährt, beginnt sie ihn völlig in Frage zu stellen und Angst breitet sich aus. Unerwartet werden sie zudem noch von einem entgegenkommenden Fahrzeug gerammt und bleiben im Schnee stecken. Alleine auf sich gestellt, ohne Radio und Handyempfang, müssen sie nun in der eisigen Kälte ausharren. Als ein Fremder auftaucht scheint Rettung für die beiden in Sicht, doch das ist erst der Anfang unheimlicher Begegnungen und die Angst, dass sie diese Nacht nicht überleben werden, lässt sie immer mehr verzweifeln.

Auch wenn die Geschichte spannend klingt und Emily Blunt (Der Teufel trägt Prada) sowie Ashton Holmes (A History of Violence) in diesem Mystery-Thriller ihr Bestes geben, wobei sie auf weiter Flur auf sich allein gestellt sind, fehlt es an durchgängiger Spannung und dramatischer Struktur. Viel zu wirr und ohne logischen Aufbau versucht Regisseur Gregory Jacobs (Criminal) das Publikum zu schocken. Leider misslingt ihm das. Trotz einiger guten Momente, ist Der eisige Tod ein Psycho-Horror-Schocker, dem die psychologische Grundlage fehlt, der Horrormomente nur aufzählt und nicht wirklich schockiert. Da hilft es auch nicht, dass man sich vor Augen hält, dass es erst Jacobs' zweiter Spielfilm ist. Jeder mittelmäßige Regiestudent hätte mit den finanziellen Mitteln und der Protektion von Steven Soderbergh und George Clooney, dessen "Section Eight" als Produktionsfirma tätig war, einen besseren Streifen gedreht. Auch kaum zu glauben, dass zwei, ja wirklich zwei Drehbuchautoren für den Film verantwortlich waren. Da fragt man sich wirklich, wofür Joe Gangemi und Steven Katz bezahlt wurden und ob Mr. Clooney, der dafür bekannt ist, sich seine Projekte sehr genau auszusuchen, das Drehbuch überhaupt gelesen hat.

Dem Untertitel: Es gibt schlimmere Dinge als zu Sterben, kann man in diesem Fall nur zustimmen. Der langsam und normal beginnende Der eisige Tod hat besonders in der Mitte helle Momente, doch er überzeugt keineswegs als harter Horrorfilm. Zu vorhersehbar und zu schlecht erzählt, lässt er den Zuschauer die 91 Minuten wie eine eisige Hölle erscheinen. Wer wirklich bis zum Schluss ausharrt, erlebt ein profanes Ende, das rein räumlich keiner kausalen Logik entspricht.



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