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Sterben für Anfänger(Death at a Funeral, 2007)
| Dt.Start: |
19. Juli 2007
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Premiere: |
10. Februar 2007 (Berlinale, Deutschland) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
91 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Matthew Macfadyen (Daniel), Rupert Graves (Robert), Alan Tudyk (Simon), Daisy Donovan (Martha), Kris Marshall (Troy), Andy Nyman (Howard), Jane Asher (Sandra), Keeley Hawes (Jane), Peter Vaughan (Onkel Alfie), Ewen Bremner (Justin), Peter Dinklage (Peter), Thomas Wheatley (Reverend), Peter Egan (Victor), Jeremy Booth (Mourner), Angela Curran (Sandras Freundin), Kelly Eastwood (Katie), Gareth Milne (Edward) |
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Regie:
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Frank Oz |
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Drehbuch:
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Dean Craig |
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Inhalt
Das Oberhaupt einer angesehenen britischen Familie ist gestorben. Die Trauernden geben sich alle Mühe, dem Vater und Ehemann einen würdigen Abschied zu bereiten, scheitern aber bereits an der Tatsache, dass vom Beerdigungsinstitut der falsche Tote geliefert wird. Als dann noch ein drogenbenebelter Angehöriger aufkreuzt und ein unbekannter Mann behauptet, eine Affäre mit dem Verstorbenen gehabt zu haben und nun Geld für sein Schweigen fordert, ist das Chaos perfekt und nimmt seinen stetigen Lauf. |  |
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Die Beerdigungskomödie des britischen Regisseurs Frank Oz (Die Frauen von Stepford) erreicht mit einfachsten Mitteln und einem Ensemble (bislang) wenig bekannter, aber durchweg überzeugender Darsteller ihre sehr amüsante Wirkung. Die versehentliche Einnahme einer halluzinatorischen Droge spielt dabei keine unbedeutende Rolle.
Es geht schon mal gut, beziehungsweise schlecht los: Der Tote im Sarg ist eine Fehllieferung. Er hat im Haus von Daniels (Matthew Macfadyen, Mr. Darcy aus Stolz & Vorurteil) Familie nichts zu suchen, denn er ist nicht der verstorbene Vater und Ehemann. Demnach muss er zurückgeschickt und umgetauscht werden. Nach diesem desaströsen Auftakt kann es im Verlauf des Tages eigentlich nur noch bergauf gehen. Stattdessen geht es steil und unaufhaltsam bergab.
Simon (Alan Tudyk), der Verlobte von Daniels Cousine Martha (Daisy Donovan), wollte eigentlich nur eine Valium-Tablette zur Beruhigung nehmen. Doch hat er dies in der Wohnung von Marthas Bruder Troy (Kris Marshall) getan, und der angebliche Chemiestudent betätigt sich heimlich als Teilzeitdrogendealer und tarnt seine verbotenen Substanzen mit falschen Etiketten. Also wird Simon immer aufgekratzter statt relaxter, tätschelt seiner zukünftigen Schwiegermutter (Jane Asher) allzu vertraut und aufdringlich den Kopf und rammt anschließend den eigenen mit voller Begeisterung und einem freudigen Glucksen in die Gartenhecke - zum Entsetzen der anwesenden Beerdigungsgäste.
Es ist schon bemerkenswert, wie viel der Regisseur, aber vor allem die Schauspieler - überwiegend unverbrauchte, eher unbekannte Gesichter - aus einem relativ simpel gestrickten Plot herausholen. Fast die gesamte Handlung, während der ein Missgeschick vom nächsten überholt wird, findet im Haus der Aufbahrung statt. Das mal mehr, mal etwas weniger durchgeknallte Personal ist leicht überschaubar auf ein halbes Dutzend Figuren beschränkt. Und die Situationen sind keine wirklich originellen, aber von der hervorragenden Besetzung mit soviel bierernstem Enthusiasmus umgesetzt, dass deren Komik dennoch zündet und funktioniert. Der Amerikaner Alan Tudyk (Serenity - Flucht in neue Welten) als Simon im nicht enden wollenden Drogenrausch produziert hierbei die meisten Lacher. Allein sein hingebungsvolles Abwickeln einer Klopapierrolle ist schon die Kinokarte wert.
Für fast zwei Drittel der Laufzeit trägt in erster Linie Tudyk die Komödie, die in ihren besten Momenten das Potential besitzt, für Beerdigungen das zu werden, was Vier Hochzeiten und ein Todesfall für Hochzeiten war. Im letzten Drittel driftet der Spaß allerdings vermehrt in die teils platte und manchmal anstrengende Slapstick-Ecke ab, läuft sich zunehmend leer und verbläst ihren anfänglich frischen Wind. Auch der späte Anklang ernster Töne überzeugt nur begrenzt. Trotzdem: Sterben für Anfänger bietet über eine weite Strecke sinnfreies, ausgelassenes Vergnügen. Und veranlasst darüber nachzudenken, ob man für das eigene Ableben nicht lieber eine hoffentlich komplikationsärmere Einäscherung wählen sollte. |  | | von Birte Lüdeking |

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