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Lissi und der Wilde Kaiser

(Lissi und der Wilde Kaiser, 2007)

Dt.Start: 25. Oktober 2007
DVD: 13. März 2008
Premiere: 25. Oktober 2007 (Deutschland)
FSK: ab 6 Genre: Animation
Länge: 85 min Land: Deutschland
Darsteller: Michael Herbig (Lissi), Rick Kavanian, Christian Tramitz
Regie: Michael Herbig
Drehbuch: Alfons Biedermann, Michael Herbig


Inhalt

Sie war die Kaiserin der Herzen und eroberte die Welt mit ihrem Lächeln. Die Rede ist von Kaiserin Lissi, die mit ihrem Gatten Franz ein wunderbares, überglückliches Leben führt. Doch eines Tages gerät das Leben der beiden völlig aus den Fugen: Sie stürzen in ein turbulentes Abenteuer, auf das nicht einmal ihr treuer Gefährte der Feldmarshall vorbereitet ist.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Lissi und der Wilde Kaiser hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 31%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Toni Straßer
Lissi und der Wilde Kaiser hat eine Wertung von 31%
Nach dreijähriger Produktionszeit kommt nun Bullys neuster Film Lissi und der Wilde Kaiser in die Kinos. Was man zu sehen bekommt ist mehr als enttäuschend. Nicht nur die Story ist äußerst dünn, auch die Gags sind mehr als müde und bringen einen nur in den seltensten Fällen zum Lachen. Und bei einem verhältnismäßig geringen Budget ist es nicht verwunderlich, dass auch die Animationsqualität weit entfernt von Hollywood-Blockbustern ist. War die Sissi-Veräppelung in der "Bullyparade" noch sehr komisch, wirkt sie auf der Leinwand und in CGI ziemlich platt.

Bild aus Lissi und der Wilde Kaiser Mit Der Schuh des Manitu und (T)Raumschiff Surprise: Periode 1 schuf Michael "Bully" Herbig zwei der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten. In Lissi und der Wilde Kaiser bringt er nun weitere Kultfiguren der "Bullyparade" in die Kinos. Schon in der Fernsehserie erfreute sich die Sissi-Parodie großer Beliebtheit und so war schnell klar, dass Herbigs neuester Film in der Zeit der K&K-Monarchie spielt. Die Story ist schnell erzählt: Der Yeti entführt die Kaiserin, um sie dem Teufel zu überlassen, der im Gegenzug dem Himalajabewohner das Leben schenkt. Kaiser Franz macht sich samt Mutter und Feldmarschall auf den Weg um sie zu retten.

Und so beginnt eine Aneinanderreihung lahmer Gags, die entweder bereits altbekannt oder zwar einfallsreich sind, aber nicht zünden. Gepaart wird das Ganze mit ein paar plumpen Filmanspielungen und Wortspielen. Nur ab und an wird es wirklich komisch, beispielsweise wenn der hessische Teufel (gesprochen von Badesalz) mit seinem Echo streitet.

Natürlich drängt sich die Frage auf, warum der Film ausgerechnet in computeranimierter Form ins Kino gebracht wird. Michael Herbig beantwortet diese Frage damit, dass er es niemandem zumuten wolle, ihn 90 Minuten in Frauenklamotten ertragen zu müssen. Das leuchtet natürlich ein, da er uns ja schon davor verschonte, ihn in rosa Cowboy- und Hasenklamotten oder engen Star Trek-Kostümen erleben zu müssen. Man will ihm ja auch nicht unterstellen, dass es ihm nur darum ging, auch ein Stück vom Erfolgskuchen der CGI-Streifen abzubekommen und so sind Ähnlichkeiten zu den amerikanischen Kassenschlagern wie Shrek - Der tollkühne Held und Ice Age sicher nur reiner Zufall. Hier macht sich jedoch das "niedrige" Budget bemerkbar, denn die Animationstechnik scheint die von vor fünf Jahren zu sein. Die Bewegungen wirken unrund, die Minen sind kantig und weit entfernt von der Komik alter "Bullyparaden"-Folgen. Ein Film mit den echten Darstellern wäre wahrscheinlich die wesentlich bessere Lösung gewesen.

Bewundernswert ist einzig und allein die Stimmenvielfalt von Michael Herbig und Rick Kavanian, die einen Großteil der Figuren selbst synchronisierten. Ob als bayerische Dorfdeppen, als freche Kaiserinnen oder als nervöser Feldmarschall zeigen sie ihr Können. Das aber reicht leider nicht aus, den Streifen witzig zu gestallten.

Ginge es allein nach der Qualität des Films wird Lissi und der Wilde Kaiser kein großer Erfolg, denn weder die Animation noch die Figuren (allen voran der nervige Yeti) oder der Humor können überzeugen. Man hat sich wirklich mehr erwartet und am Ende verlässt man das Kino mit dem Gefühl, es wurde jede Menge Potential verschenkt. Erschreckend, wie wenig nach einer Arbeitszeit von sage und schreibe drei Jahren herausgekommen ist. Das einzige worauf Michael Herbig setzen kann ist der Bully-Bonus und er kann darauf hoffen, dass sich die Leute den Streifen allein aus Neugier, und weil sein Name auf dem Produkt steht, anschauen.



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