Basierend auf den gleichnamigen Memoiren von Mariane Pearl erzählt Ein mutiger Weg vom Verschwinden ihres Mannes über die verzweifelten Bemühungen, ihn zu befreien, bis zu seiner brutalen Ermordung. Die tragische Geschichte wurde von Michael Winterbottom hinter und Angelina Jolie vor der Kamera eindrücklich, spannend und vor allem aufrüttelnd erzählt.
Am 23.Januar 2002 veränderte sich Mariane Pearls Leben auf einen Schlag. Ihr Ehemann Daniel, Südostasienkorrespondent des Wall Street Journals, bricht an diesem Tag aus ihrem Wohnort, dem pakistanischen Karatschi zu einem Termin auf. Er möchte ein Interview mit einem wichtigen Terroristenführer abhalten. Er kehrte nie mehr zurück. Die Entführung schlägt hohe Wellen. Die hochschwangere Mariane versucht wochenlang, mit der Unterstützung ihrer indischen Freundin Asra sowie Journalistenkollegen herauszufinden, wo sich ihr Mann befindet und wie ihm zu helfen ist.
Basierend auf den Memoiren von Mariane Pearl, zeigt Ein mutiger Weg aber nicht nur das verzweifelte Bemühen, Daniel zu finden. Auch Vorgänge auf höchster politischer Ebene werden durch Regisseur Michael Winterbottom zur Sprache gebracht. So ist es der damalige amerikanische Aussenminister Colin Powell, der auf Pakistans Präsident Musharraf Druck ausübt, welcher letztlich auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt. Innerhalb kürzester Zeit erhält die Gruppe um Mariane Unterstützung durch weitere Ermittler, unter anderem durch den Chef der neu gegründeten Antiterroreinheit Pakistans, sowie dem FBI. Nach wochenlanger frustrierender Suche werden endlich die Drahtzieher der Entführer gefunden, leider zu spät. Bevor man Danny Pearl finden kann, wird dieser von seinen Entführern enthauptet.
Mariane Pearl schrieb ihr Buch, um einerseits ihrem Sohn den Vater nahe zubringen und andererseits dessen Geist am Leben zu halten. Es gelingt Winterbottom, die dramatischen Erlebnisse zu einem Thriller zu verpacken und dabei sowohl die Suche nach Danny als auch die Ziele seiner Arbeit ansprechend zu verpacken. Obwohl das bittere Ende des Films bekannt ist, ist die Geschichte spannend aufbereitet und führt den Zuschauer durch die hektischen Ereignisse und verzweifelten Rettungsbemühungen.
Der Großteil der lokalen Darsteller sind Laienschauspieler. Umso mehr hebt sich deshalb eine überzeugende Angelina Jolie in der Verkörperung einer real existierenden Figur ab. Sowohl das Makeup als auch der angelernte französische Akzent verleihen Jolie völlig unbekannte Züge. Ihr glaubwürdiges Spiel reicht von Beherrschung und Hoffnung bis hin zu absoluter Verzweiflung. Aber auch die Laiendarsteller bieten ein überraschend überzeugendes Spiel.