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You Kill Me

(You Kill Me, 2007)

Dt.Start: 12. Juni 2008
DVD: 30. Oktober 2008
Premiere: 09. Februar 2007 (Berlinale, Deutschland)
FSK: ab 16 Genre: Komödie, Thriller
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Ben Kingsley (Frank Falenczyk), Tea Leoni (Laurel Pearson), Luke Wilson (Tom), Cory Cassidy (Restaurant Patron), Jayne Eastwood (Kathleen Fitzgerald), Dennis Farina (Edward O'Leary), Philip Baker Hall (Roman Krzeminski), Scott Heindl (James Doyle), Aaron Hughes (Stanley), Lorraine James (Brenda), Micheline Marchildon (Emily), Devin McCracken (Henry), Katie Messina (Becky), Bill Pullman (Dave), Joanne Rodriguez (Janet), Marcus Thomas (Stef Czyprynski), Will Woytowich (Nate), Jon Ted Wynne (Ray)
Regie: John Dahl
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely


Inhalt

Als seine Alkoholkrankheit zunehmend sein Gemüt sowie seine berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, beginnt der Auftragskiller Frank Falenczyk eine Entziehungskur. Währenddessen nimmt er ironischerweise einen kleinen Job in einem Leichenschauhaus an, wo er eine Verwandte eines einstigen Opfers kennenlernt. Durch diese Bekanntschaft beginnt er zunehmend, sich über seine bisherige Lebensweise als Killer Gedanken zu machen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

You Kill Me hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 60%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Julia Stache
You Kill Me hat eine Wertung von 60%
In John Dahls Gangsterkomödie wird Ben Kingsley zu einem radikalen Lebenswandel gezwungen. Als alkoholkranker polnischer Serienkiller wird er nach San Francisco zu den Anonymen Alkoholikern geschickt, um seinen Job anschließend wieder sorgfältiger ausführen zu können. Der gut besetzten Komödie fehlt es durch ihren Hang zur Romantik am nötigen Schwung, bei dem auch gut verteilter schwarzer Humor nicht weiterhelfen kann.

Bild aus You Kill Me Frank ist ein Killer, wie er im Buche steht. Knallhart erledigt er seine Aufträge, ohne mit der Wimper zu zucken. Hinter der äußerlich harten Fassade versteckt er jedoch ein großes Problem. Frank ist Alkoholiker und der recht intensive Konsum von harten Sachen lässt ihn einen wichtigen Auftrag verschlafen. Sein Onkel steckt daraufhin in großen Schwierigkeiten und verfrachtet Frank nach San Francisco, wo er sein Leben wieder in den Griff bekommen soll. Neben einem Besuch der Anonymen Alkoholiker muss Frank nun in einem Bestattungsunternehmen mit dem Tod vorlieb nehmen. Als er die taffe Laurel kennenlernt, wird Franks alkoholische Abstinenz auf eine harte Probe gestellt.

John Dahls Gangster-Komödie beginnt mit großem Elan und zeigt bereits ab der ersten Einstellung seinen humorvollen Charakter. Leider lässt der Schwung im Verlauf des Films merklich nach. Das liegt vor allem daran, dass die Geschichte relativ unentschlossen zwischen den Handlungsorten wechselt, ohne die Hauptfigur Frank dabei merklich weiter zu entwickeln. Zudem erscheint die Geschichte oftmals recht unglaubwürdig, insbesondere dann, wenn Frank Laurel kennenlernt und sowohl ihr als auch den Teilnehmern des Alkoholikertreffens offenbart, wie er sein Geld verdient. Keiner der Anwesenden scheint großartig davon berührt, dass er als Killer arbeitet und besonders Laurel geht darüber hinweg, und lässt sich sogar noch in die Kunst des Tötens einweisen.

Die Absurdität, die sich aus einzelnen Szenen ergibt, wirkt stellenweise zu aufgesetzt, um noch glaubhaft zu erscheinen. Dafür spielt Ben Kingsley den Part des Killers umso glaubwürdiger und den inneren Konflikt, den er bei seinem Kampf gegen den Alkohol durchläuft, kann er glaubhaft vermitteln. Die Besetzung Tea Leonis als taffen Gegenpart zu Kingsley ist gut gewählt, obwohl es dem Zuschauer zunächst schwerfällt, die Liebesbeziehung der Beiden einfach so hinzunehmen. Die beiden Charaktere scheinen viel zu gegensätzlich, als dass sie wirklich zueinander passen würden.

Leonis Rolle mischt die insgesamt schleppende Handlung jedoch noch einmal ordentlich auf und auch die Nebenrollen, mit Luke Wilson oder Bill Pullman bestbesetzt, sorgen immer wieder für frischen Wind. Insgesamt hat You Kill Me jedoch wesentlich mehr Potenzial, welches nicht ausgeschöpft wurde und ist deshalb trotz schwarzem Humor und guter Darstellerriege ab der Hälfte des Films ermüdend. Eine Killerkomödie, der weniger Romantik und mehr Härte gut getan hätte.



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