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Gäbe es nicht den lustigen Abspann, müsste sich diese Bundeswehrklamotte doch mit sage und schreibe NULL Lachern begnügen. Granz Henmans Werk beschränkt sich auf eine platte Zotenparade ohne jeglichen Einfallsreichtum, die sogar gestandene Namen wie Florian Lukas verheizt und den Zuschauer hauptsächlich zum Kopfschütteln animiert.
Die Schweiz hat es uns mit Achtung, fertig, Charlie! vorgemacht: Man nehme ein Thema das ein Großteil der Bevölkerung anspricht und veralbere dieses ohne Rücksicht auf Verluste. Nun ist auch Deutschland auf den Trichter gekommen und schickt bekannte Gesichter wie Axel Stein und Franz Dinda in diesem Quasi-Remake zum Bund.
Da er nicht durch die Musterung gefallen ist und sein bester Freund vergessen hat seine Verweigerungspapiere abzuschicken, muss der junge Basti nun doch noch zum Bund. Dort werden schnell Freunde, Feinde und eine neue Liebschaft gefunden, doch das wichtigste für die Vorgesetzten bleibt ein Trainingswettkampf gegen die benachbarte US-Kaserne.
Obwohl diese Thematik sicherlich genügend Material für eine gute Komödie hätte bieten können, bleibt Knallharte Jungs-Regisseur Granz Henman seiner Linie treu und malträtiert den Zuschauer mit flachen Zoten, die zeitweise nur durch Fäkalhumor ersetzt werden. So bekommt der Zuschauer, ohne Übertreibung, nicht einen einzigen Lacher zu sehen, den er nicht schon Minuten zuvor 1:1 voraussehen konnte. Einzig dem zugegebenermaßen recht originellen Abspann ist es zu verdanken, dass das Publikum zumindest einmal zum Schmunzeln gebracht werden konnte.
Trotz der Tatsache (oder gerade deswegen?), dass einige der üblichen Verdächtigen der deutschen Comedyszene zu sehen sind, bleiben die Akteure weitestgehend blass. Ob nun ein Franz Dinda, ein Axel Stein oder der fürchterliche Kailas Mahedevan: Viel schlechter geht es nicht. Sicher gibt es mit Florian Lukas und Oona-Devi Liebich noch Akteure, die sich sichtlich gegen das witzlose Drehbuch wehren, doch auch sie haben keine Chance gegen ihre flachen Charaktere.
Man hätte es sich ja denken können ist die erste Erkenntnis, die der Zuschauer nach dem Kinobesuch haben wird. So ist Kein Bund für's Leben gespickt mit flachen, vorhersehbaren Gags und somit vollkommen misslungen. Wer zumindest eine halbwegs lustige Verfilmung dieser Art sehen will, der sollte sich das Kinoticket sparen und lieber Achtung, fertig, Charlie! auf DVD ausleihen. |