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Was hat Dreamworks nicht alles für fantastische Filme gemacht - Shrek - Der tollkühne Held, Ab durch die Hecke oder Madagascar. Aber sind wir mal ehrlich: So richtig toll waren die Geschichten nie; immer gab es etwas auszusetzen, immer stand man im Schatten der fast schon zu perfekten Pixar Studios. Mit Bee Movie - Das Honigkomplott hat Dreamworks nun endlich den ultimativen Beweis geliefert: Sie sind scheinbar unfähig kreative und kindergerechte Geschichten zu erdenken!
Die Konkurrenz im Animationsbusiness ist groß, denn neben der scheinbaren Übermacht Pixars und dem ewigen Zweiten Dreamworks, drücken auch Sony Animation (Könige der Wellen) und 20th Century Fox Animation (Ice Age) in den Markt. Hier darf man sich also keine Fehler leisten - das scheint bei Dreamworks Animation aber noch nicht angekommen zu sein. Auch wenn die Animationen und Bilder perfekt aus dem Rechner kommen, so sollte man im Computerzeitalter vor allem auf Story und Mehrwert den Fokus legen. Denn nur hiermit kann man sich noch von der Konkurrenz abheben und genau in diesen Wertungen versagt Bee Movie - Das Honigkomplott total.
Der Inhalt ist eigentlich auch schon der größte Kritikpunkt am "Bienchen und Blümchen-Film", denn selten schwankte eine Geschichte so zwischen kindergerecht und nur für Erwachsene zu verstehen. Aber der Reihe nach: Barry ist mit seiner Ausbildung gerade fertig und erkennt immer mehr, dass er nicht bis zu seinem Lebensende in der Honigproduktion arbeiten möchte. Als er die Möglichkeit zu einem Flug außerhalb des Bienenstockes wahrnimmt, lernt er die Blumenverkäuferin Vanessa kennen und freundet sich mit ihr an. Doch bei einem Einkauf entdeckt Barry, dass die Menschen den Bienen den Honig klauen. Daraufhin fasst er einen folgenschweren Entschluss: Er verklagt die Menschheit!
Anfänglich sieht man noch darüber hinweg, dass man den Bienenstaat vollkommen unnötig vermenschlicht. Doch spätestens als Barry die Menschen vor einem Gericht (ja, einem echten Menschen-Gericht) verklagt und sich niemand über die ca. 2 Millionen Bienen in den Sitzreihen des Gerichtssaals wundert, ist Schluss mit lustig! Während des gesamten Gerichtsprozesses verliert der Film vollkommen die Kinder aus den Augen und präsentiert dafür ein (Erwachsenen-) Laienschauspiel, das ebenso unter dem Namen "Richterin Barbara Salesch" im TV zu sehen sein könnte.
Doch auch nach dem Richterspruch will der Film nicht mehr zurück in den Logikhimmel, sondern variiert lieber Blumennamen und zeigt die bereits aus den Trailern bekannten Szenen. Dass man während der kompletten Laufzeit auf eine gewisse pädagogische Wirkung - die man mit Leichtigkeit hätte erzielen können - vollkommen verzichtet, ist zwar eine weitere negative Randerscheinung, doch man ist viel zu sehr von der total bescheuerten Story eingenommen, so dass man sich darüber wirklich keine Gedanken mehr macht.
Bee Movie - Das Honigkomplott schafft es gekonnt die Kinder durch unnötige Erzählstränge zur Langeweile zu treiben und die Erwachsenen wegen der absolut unnötigen Realitätsfremde (Bienen haben Honigfabriken, Bienen fahren mit Autos im Stock herum usw.) zu entnerven. Letztlich ist also für jeden etwas dabei... um den Film schlecht zu finden. Der Versuch auf Pixar aufzuschließen, die diese Kombination der Familienunterhaltung beherrschen, ist ein Totalausfall. Kombiniert mit der hirnrissigen und stumpfsinnigen, sowie unlogischen Geschichte, ergibt er den wohl schlechtesten größeren Animationsfilm der letzten 10 Jahre. Schade! Schade um das Ideen-Potential, schade um die Zeit und schade um das Geld, das Leute an der Kinokasse für Bee Movie - Das Honigkomplott ausgeben! |