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The Game

(The Game, 1997)

Dt.Start: 20. November 1997
DVD: 24. November 1998
Premiere: 12. September 1997 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Thriller
Länge: 123 min Land: USA
Darsteller: Michael Douglas (Nicholas Van Orton), Sean Penn (Conrad Van Orton), Deborah Kara Unger (Christine), James Rebhorn (Jim Feingold), Peter Donat (Samuel Sutherland), Carroll Baker (Ilsa), Anna Katarina (Elizabeth), Armin Mueller-Stahl (Anson Baer), Charles Martinet (Nicholas Vater), Scott Hunter McGuire (Young Nicholas), Florentine Mocanu (Nicholas Mutter), Elizabeth Dennehy (Maria), Caroline Barclay (Maggie)
Regie: David Fincher
Drehbuch: John D. Brancato, Michael Ferris


Inhalt

Nicholas Van Orton ist ein gefühlskalter, schwerreicher Investmentbanker, dem menschliche Schicksale rein gar nichts bedeuten und für den nur eines im Leben zählt: Geld. Zu seinem 48. Geburtstag erhält Nicholas ein Geschenk von seinem jüngeren Bruder Conrad. Doch was schenkt man einem Mann, der schon alles hat? Er bekommt ein mysteriöses Spiel geschenkt, von dem er nur weiß, dass eine gewisse Firma namens CRS dahinter steckt. Als sich Nicholas zögernd auf das Spiel einlässt, wird zwar sein Antrag darauf abgelehnt, aber schnell wird klar, dass der Albtraum bereits begonnen hat.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The Game hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 95%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Jens Grimm
The Game hat eine Wertung von 95%
Nach Sieben folgt mit The Game ein weiterer erstklassiger Suspense-Thriller von Regisseur David Fincher. The Game zeichnet sich dabei insbesondere durch starke Schauspielerleistungen, eine intelligente Story sowie durch einen sehr gelungen Soundtrack aus.

Bild aus The Game Längst schon sind seine Filme, wie zum Beispiel Fight Club, für viele Kinogänger absoluter Kult. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an David Fincher im Jahre 1997, denn mit seinem brillanten Suspense-Thriller Sieben erntete er nicht nur viel Kritikerlob, sondern bekam zusammen mit seiner Crew auch viele Auszeichnungen, wie zum Beispiel eine Oscarnominierung für den besten Schnitt. Trotz des großen Drucks machte sich Fincher also auf zu einem neuen Suspense-Film: Als Inspiration nutzte er dabei nicht, wie man annehmen könnte, einen ähnlichen Action-Thriller, sondern die Komödie Wahnsinnsjagd um Mitternacht mit Michael J. Fox.

Fincher unterhält den Zuschauer, aber wie er das macht, ist einzigartig. Er schickt ihn zusammen mit der Hauptfigur Nicholas Van Orton (Michael Douglas) in ein Spiel. Nie weiß er, ob das Geschenk, das er von seinem Bruder Conrad (Sean Penn) bekommen hat, tatsächlich nur ein Spiel ist. Denn nicht lange bleibt das Abenteuer nur ein Spaß. So kann Van Orton selbst am Anfang noch über die Scherze von CRS lächeln, muss aber nach einiger Zeit erkennen, in welchem Albtraum er sich tatsächlich befindet. Das Nachdenken darüber, ob das Geschehene noch ein Spiel ist, lässt den Zuschauer bis zur letzten Sekunde im Ungewissen. So zieht The Game den Zuschauer kontinuierlich mehr in den Bann und genau das wird von einem Thriller erwartet.

Getragen wird die Story von einem virtuos agierenden Michael Douglas und von zwei nicht minder stark spielenden Nebendarstellern: Sean Penn und Deborah Kara Unger. Douglas Figur kann man schon fast als seine Standardrolle auffassen: Er spielt den absolut gefühlskalten, arroganten Geschäftsmann, dessen Leben durch das Spiel vollkommen auf den Kopf gestellt wird. So hat nicht mehr Van Orton selbst die Kontrolle über seine Umwelt, sondern die Umwelt in Form der Firma CRS hat die Kontrolle über ihn. Douglas schafft es - trotz der schlechten Charaktereigenschaften - die Sympathie des Zuschauers während des Films mehr und mehr für sich zu gewinnen. Nur selten im Film zu sehen ist Sean Penn, der für Fincher eigentlich nur die zweite Wahl war. Denn ursprünglich war Jodie Foster für die Rolle der Tochter von Van Orton favorisiert worden. Da sich Douglas damals noch zu jung für die Vaterrolle fühlte, stieg Foster empört aus dem Projekt aus. Um wieder zurück zu den Nebendarstellern zu kommen: Sean Penn verkörpert in seinen wenigen Szenen die Rolle von Conrad Van Orton, der in seinem Leben immer wieder mit Drogenproblemen zu kämpfen hatte und im krassen Gegensatz zu seinem Bruder steht. Penns Schauspiel kann wieder einmal als superb aufgefasst werden, ebenso wie das von Deborah Kara Unger, die die undurchsichtige Person Christine spielt.

Insgesamt hinterlässt Fincher mit The Game einen extrem starken Gesamteindruck. So viel Lob und trotzdem keine 100%? Auch The Game besitzt störende Elemente: So werden dem Film oftmals nicht nur logische Schwächen nachgesagt, sondern auch ein völlig an den Haaren herbeigezogener, unmöglicher Plot. Dem ist jedoch nur bedingt zuzustimmen, da nur eine einzige Szene ganz am Ende schlichtweg unmöglich ist, alle anderen vielleicht unwahrscheinlich, aber niemals gänzlich auszuschließen. The Game wurde von der Kritik zwar nicht so hochgelobt wie Sieben, konnte sich jedoch dennoch als maßgebendes Werk in Finchers Kultfilme einreihen.



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