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Falling Down

(Falling Down, 1993)

Dt.Start: 03. Juni 1993
DVD: 23. Februar 2000
Premiere: 26. Februar 1993 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Krimi, Thriller
Länge: 113 min Land: Frankreich, USA
Darsteller: Michael Douglas (William Foster), Robert Duvall (Detective Martin Prendergast), Barbara Hershey (Elizabeth Travino), Tuesday Weld (Amanda Prendergast), Rachel Ticotin (Detective Sandra Torres), Frederic Forrest (Nick), Lois Smith (Mrs. Foster), Joey Hope Singer (Adele Foster-Travino), Ebbe Roe Smith, Michael Paul Chan (Mr. Lee), Raymond J. Barry (Captain Yardley), D.W. Moffett (Detective Lydecker), Steve Park (Detective Brian), Kimberly Scott (Detective Jones), James Keane (Detective Keene)
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Ebbe Roe Smith


Inhalt

William Foster ist scheinbar ein ganz normaler Durchschnittsbürger, der nur nach Hause möchte. Doch im endlos langen Stau von L.A. und unter glühender Hitze platzt ihm schließlich der Kragen. Er lässt sein Auto mitten auf der Straße stehen und marschiert nun zu Fuß. Doch dies ist kein gewöhnlicher Spaziergang, sondern ein Amoklauf, dessen Intensität ständig zunimmt. Detective Martin Prendergast versucht der Spur der Verwüstung nachzugehen und setzt an seinem letzten Arbeitstag alles daran, Foster zu schnappen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Falling Down hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 87%
Kurzkritik
von Markus Müller
Wertung von 90 für Falling Down

Falling Down ist zweifellos ein hervorragender Film. Wer jedoch einen klassischen Action-Thriller über einen Amokläufer erwartet, wird möglicherweise ein wenig enttäuscht werden. Viel mehr erweist sich Joel Schumachers Werk als eindringliche Charakterstudie. Michael Douglas trägt den Film in beeindruckender Weise und schafft es, dass der Zuschauer über die gesamte Spieldauer hinweg mit seiner Figur sympathisiert, was bei einem Amokläufer sicherlich nicht selbstverständlich ist. Aber auch Robert Duvall überzeugt durchgehend als Cop vor der Pensionierung mit privaten Problemen. Trotz Duvalls Leistung, lassen sich jedoch einige kleine Schwächen in seiner Geschichte finden. Wie hier allerdings systematisch die beiden Charaktere gezeichnet und gegenübergestellt werden, ist großartig. Besonders der Bruch mit althergebrachten Bildern von Gut und Böse ist es, der Falling Down zu etwas Besonderem macht. Ein leiser, aber treffender und immer passender Humor rundet das Gesamtpaket ab.

Kritik

von Jens Grimm
Falling Down hat eine Wertung von 84%
Regisseur Joel Schumacher bietet mit Falling Down einen sehr starken Film, der von Oscarpreisträger Michael Douglas getragen wird, dem die Rolle des D-Fens zuteil wurde. Leider verhindern insbesondere kleinere Schwächen im zweiten Drittel des Films, dass Falling Down zum Meisterwerk wird.

Bild aus Falling Down Michael Douglas ist für seine Rollen in Skandalwerken bekannt: Im Börsenthriller Wall Street spielt er einen geldgierigen, unmenschlichen Broker, im Erotikthriller Basic Instinct einen Detective, der sich auf das Spiel der gefährlichen Catherine Tramell einlässt. Auch Falling Down gehört in diese Reihe, denn mit seiner Figur William 'D-Fens' Foster wird ein scheinbar normaler Bürger in den USA zum Amokläufer, was im Jahre 1993 für ziemlich viel Trubel gesorgt hat.

Falling Down lässt sich nur schwerlich in ein Genre einordnen: Viele behaupten, er sei eine brutale Komödie, andere ein brutaler Thriller. Doch im Grunde ist er keins von beiden: Falling Down ist ein Krimi, der abwechselnd zwischen Bösewicht und Detective hin und her schaltet.

Der Bösewicht ist eigentlich ein ganz normaler Bürger namens William Foster (Michael Douglas), der nur nach Hause fahren möchte. Doch unter glühender Hitze, im endlos lang erscheinenden Stau von L.A. und durch eine nervende Fliege platzt ihm endgültig der Kragen. Er lässt sein Auto mitten auf der Straße stehen und marschiert nun zu Fuß. Auf seinem Wege gerät Foster zufällig in immer gefährlichere Situationen und löst diese mit Hilfe von immer größerer Gewalt. Ein Amoklauf durch die Stadt beginnt, den Detective Prendergast (Robert Duvall) an seinem letzten Arbeitstag beenden will.

Die Idee einen Durchschnittsbürger durch die Stadt zu schicken und ihn dabei immer verrückter werden zu lassen ist genial. So ist Foster nicht der typische Bösewicht: Er möchte weder jemanden verletzen geschweige denn umbringen, denn sein eigentliches Ziel lautet eigentlich nur nach Hause zu fahren bzw. zu gehen. Es ist die Umwelt, die ihn letztendlich zum Amokläufer macht. Dies ist aber nur ein Grund, warum Foster niemals an Sympathie verliert. Viel stärker wiegt die Tatsache, dass der vermeintliche Amokläufer nicht einmal so ganz Unrecht hat, wenn er sich über seine Umwelt beschwert. Denn wen stört es beispielsweise nicht, dass ein Verkäufer extrem unfreundlich reagiert und zudem der Produktpreis auch noch völlig überteuert ist? Oder wer ärgert sich nicht, wenn die Burger in Fastfood-Restaurants so aussehen, als ob sie jemand platt getreten hätte?

Doch Falling Down hat auch einige Schwachpunkte, die leider ein wenig an seiner Klasse zehren: Ein Problem besteht in dem Charakter von Foster. So ist der scheinbare Durchschnittsbürger in Wirklichkeit gar keiner, sondern neigte schon früher zu Gewaltausbrüchen, was seinem eigentlich doch so unbefleckten Charakter schadet und ihn eben nicht als "normal" erscheinen lässt. Des Weiteren stört teilweise der Plot um Detective Martin Prendergast. So ist es nicht der hervorragend spielende Robert Duvall, der das Filmvergnügen trübt, sondern die teils zu lang geratenen Szenen, die die Spannung zwar nicht erheblich, aber immerhin auch nicht vernachlässigbar verringern. Auch zu kritisieren ist das Ende, so hätte man die letzte Szene besser weglassen und nach dem grandiosen "Falling Down" den Abspann einleiten sollen, denn hier wäre weniger tatsächlich mehr gewesen.

Insgesamt bietet Schumacher zwar aufgrund der eben genannten Einwände kein Meisterwerk, doch sollte man sich trotzdem nicht täuschen: Falling Down ist ein sehr starker Film, der ungemein gut unterhält und zum Nachdenken anregen kann. Dies alles wird getragen von zwei bravourös spielenden Hauptdarstellern, die sich in Nichts nachstehen. Man muss sogar den exzellent gewählten Filmtitel loben: So ist es nicht nur das psychische, sondern auch das physische "Herunterfallen", was bei Falling Down zur Geltung kommt. Doch eine Frage bleibt nach dem Film: War die Fliege im Auto schuld?



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