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Charlie Bartlett(Charlie Bartlett, 2007)
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26. Juni 2008 DVD: 27. Februar 2009
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Premiere: |
14. Juni 2007 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
97 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Anton Yelchin (Charlie Bartlett), Robert Downey Jr. (Principal Gardner), Hope Davis (Marilyn Bartlett), Kat Dennings (Susan Gardner), Tyler Hilton (Murphey Bivens), Mark Rendall (Kip Crombwell), Dylan Taylor (Len Arbuckle), Megan Park (Whitney Drummond), Jake Epstein (Dustin Lauderbach), Jonathan Malen (Jordan Sunder), Derek McGrath (Superintendent Sedgwick), Stephen Young (Dr. Stan Weathers), Ishan Davé (Henry Freemont), David Brown (Officer Hansen), Eric Fink (Thomas) |
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Regie:
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Jon Poll |
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Drehbuch:
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Gustin Nash |
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 Inhalt
Nachdem Charlie Bartlett zum wiederholten Male von einer Privatschule geflogen ist, beschließen seine wohlhabenden Eltern, ihn auf eine ganz normale öffentliche Schule zu schicken. Nach anfänglichen Problemen und Rangeleien, gliedert sich Charlie erfolgreich in diese neue und etwas raue Umgebung ein, indem er sich als Schulpsychiater versucht und seinen Mitschülern über seinen eigenen Seelenklempner die notwendigen Medikamente besorgt. Solange der Rektor keinen Wind von Charlies kleiner Psychiatrie bekommt, steht seiner aufsteigenden Popularität und Finanzlage nichts im Wege. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Pillendreher, Psychotherapeut, Paukerschreck. Charlie Bartlett stammt aus wohlhabendem Hause, ist geistreich, charmant und "talentiert". Statt diese Vorzüge für eine vorbildliche Karriere zu nutzen, ist es ihm viel wichtiger allerorts beliebt zu sein. Dieser Umstand führt dazu, dass sich seine schulische Laufbahn in einer kontinuierlichen Abwärtsspirale befindet. Eine Dramödie ohne den endgültigen Tiefgang, aber ebenso wie der juvenile Hauptdarsteller geistreich und voller Charme.
Für Charlie Bartlett (Anton Yelchin), gibt es nichts Wichtigeres als beliebt zu sein. Er lebt ein Leben jenseits materieller Nöte. Seine Mutter Marilyn (Hope Davis) behandelt ihn, seit der Vater die beiden verlies, mehr als "Gleichberechtigten", denn als Sohn. In ihrer der Realität leicht entrückten Art vergisst sie dabei gern, dass Charlie erst 17 ist. Der dürstet einfach danach, für das geliebt zu werden, was er ist. Und da man als Teenager offensichtlich schneller zu Anerkennung und "Ruhm" gelangt, wenn man zu dem wird was andere sehen wollen oder ihnen das gibt was sie haben wollen, liefert Charlie genau das ab - mit Folgen.
Nachdem er achtkantig von beinahe jeder privaten Schule geflogen und auf einer staatlichen gelandet ist, muss er feststellen, dass dort einiges anders und weniger "zivilisiert" abläuft. Gleich am ersten Tag macht Charlie Bekanntschaft mit Schulschläger und örtlichem Dealer Murphy (Tyler Hilton) und bekommt eine ordentliche Tracht Prügel verpasst. Charlie aber wäre nicht Charlie, wenn er nicht sogar das in einen Sieg verwandelt. Als Sohn wohlhabender Eltern und Dauerpatient auf manch einer Psychotherapeutencouch gelangt er leicht an viele "glücklichmachende" Pillen. Charlie macht einen Deal mit dem Dealer. Das Schulklo wird zur "psychiatrischen Praxis", Charlie therapiert seine Schulkameraden und Murphy liefert, gegen Entgelt, die passenden Pillen. Schnell klettert er auf der Beliebtheitsskala bergauf, erregt aber die Aufmerksamkeit von Direktor Gardner (Robert Downey Jr.). Der ist selber leicht "dysfunktional" und ertränkt seine Probleme gerne mit einer Flasche Scotch. Es prallen zwei Egos aufeinander, eines jugendlich beflügelt, das andere alkoholisch betäubt und mit viel Witz und Ironie entsteht ein sehenswertes psychologisches Gespinst, dem in den entscheidenden Augenblicken etwas mehr Raffinesse und Tiefgang nicht geschadet hätte.
Charlie Bartlett startet anfänglich mit dem Charme einer Ferris Macht Blau Story, entwickelt aber bald versteckte Qualitäten eines Dramas. Zu Beginn scheint Charlie sich und seine Umgebung meisterlich im Griff zu haben. Er versteht es sich anzupassen, zu manipulieren und zu paktieren wo es ihm zum Vorteil gereicht. Doch alles Handeln hat Konsequenzen. Mit Psychopharmaka einen regen Handel auf dem Schulklo zu betreiben ist nicht nur illegal, sondern auch gefährlich. Regisseur Jon Poll löst solche Elemente zwar plausibel im Verlauf der Handlung auf, dennoch bleibt ein wenig von "Glorifizierungsnachgeschmack". Das untergräbt die Aussage und verhilft dem Wandel zum Schluss nicht wirklich zu mehr Plausibilität. So ist zwar alles sehenswert, unterhaltsam und animiert gelegentlich zum Hinterfragen, reizt aber weder die Geschichte wirklich aus, noch zeichnet es die Konsequenzen wirklich scharf und eindringlich. Wie man es von Hollywood-Produktionen eben gewohnt ist. Tatsächlich lebt der Film wesentlich von seinen Hauptakteuren.
Anton Yelchin, der 2009 als Chekov in Star Trek 11 zu sehen sein wird, offenbart viel Potenzial. Er spielt die Figur Charlies souverän, skurril und vielschichtig. Einerseits intellektuell manch einem Erwachsenen weit voraus, anderseits emotional unausgereift und uneinsichtig hinsichtlich der Konsequenzen seines Handelns. Lediglich gegen Ende gelingt es dem Jungdarsteller nicht überzeugend die Verletzbarkeit und versteckten Schwächen dieser Figur optimal in Szene zu setzen. Robert Downey Jr., aktuell als Tony Stark in Iron Man zu sehen, gibt süffisant den gebrochenen Schulleiter und versteht es elegant die unterschiedlichen Facetten dieser Figur zu mischen. Von pflicht- und verantwortungsvoll bis besoffen und zynisch, sowie leidenschaftslos entfremdet. Ebenso sehenswert sind die Auftritte von Hope Davis als Charlies verzückt - verklärte Mutter, die fast immer auf einer leicht psychedelischen, aber überaus unterhaltsamen Wolke umherschwebt, dass vieles überhaupt nicht wirklich zu ihr durchdringt. Spitzenleistung voll unterschwelliger Komik und Satire. Man wird Charlie Bartlett mögen - zu Recht. Aber man sollte kein Drama a la James Dean erwarten, lediglich gut durchdachtes und intelligentes (Pop-Corn)Kino.  Weitere interessante Filme
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